Die Europameisterschaft steht vor der Tür. Im vergangenen Jahr musste das Turnier noch wegen der Corona-Pandemie verschoben werden, doch mit zwölf Monaten Verspätung kann es endlich losgehen.
Eurosport wirft im Vorfeld des paneuropäischen Turniers einen genauen Blick auf die großen EM-Favoriten: Frankreich, Italien, Spanien, England und Deutschland.
Paolo Pegoraro von Eurosport Italien bewertet den Kader und die Aussichten der Squadra Azzurra. Der letzte Titel ist bei den Italienern schon einige Jahre her, umso hungriger ist die Mannschaft.
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Kann das Team von Roberto Mancini an einstige Erfolge anknüpfen?

Der EM-Kader Italiens

Die Mannschaft hatte zuletzt viel Erfolg, seit 27 Spielen ist sie ungeschlagen. Italien spielt einen modernen, aggressiven und klaren Fußball. Bei der Nominierung hat Mancini die richtigen Entscheidungen getroffen. Er hat jene Spieler berufen, die die beste Form haben und zu seinem Spielstil passen. Überraschend wurden aber Moise Kean, Gianluca Mancini und Matteo Politano nicht nominiert. Das sind drei durchaus wichtige, aber nicht entscheidende Spieler für "Mancio".
Giacomo Raspadori darf dagegen mit - auch eine Überraschung. Bei Sassuolo soll der 21-Jährige die Tore schießen. Jetzt auch im Nationalteam? Raspadori wurde von Roberto De Zerbi ausgebildet und kann nun für mehr Konkurrenzkampf im Sturm mit Ciro Immobile und dessen Ersatz Andrea Belotti sorgen.

Der Trainer

Roberto Mancini passt perfekt in die Rolle des Nationaltrainers. Er hat frischen Wind in die italienische Mannschaft gebracht, einen neuen und trendigen Stil. Jetzt hat Italien ein junges, talentiertes und erfolgshungriges Team.

Roberto Mancini in Aktion

Fotocredit: Getty Images

Der Superstar

Ich würde sagen, Marco Verratti ist der große Star. Die ersten EM-Spiele wird er aber wegen einer Knieverletzung verpassen. Allerdings gibt es im Team von Mancini keine Starallüren. Das macht den Fans wirklich Hoffnung. Der Fußball steht im Vordergrund, nicht ein einzelner Spieler.

Der Nachwuchsstar

Federico Chiesa: Er kann rechts oder links auf den Flügeln spielen, ist schnell, technisch stark und ehrgeizig. Der 23-Jährige ist der wichtigste Juve-Spieler der abgelaufenen Saison. Er kam vom eher "kleinen" AC Florenz, aber konnte sich sofort in einem Top-Team durchsetzen.

Federico Chiesa bei Juventus-Porto - Champions League 2020/2021 - Getty Images

Fotocredit: Getty Images

Ein Spieler, der noch (eher) unbekannt ist

Man könnte Manuel Locatelli nennen, der Chef im Mittelfeld bei US Sassuolo, und früher ein großes Talent beim AC Mailand. Er ist die Entdeckung der Serie-A-Saison 2020/21 und bereit für den nächsten großen Schritt. Vielleicht bei Juventus?

So könnten sie spielen

Mancini bevorzugt das 4-3-3, eine Art italienisches Tiki-Taka. Es ist ein sehr ansehnlicher Fußball mit schönem Kurzpassspiel und einem Schwerpunkt auf Ballbesitz.

Prognose

Wir sind optimistisch: Es geht mindestens bis ins Halbfinale. Wir hoffen darauf, dass die Mannschaft großen Spaß macht.
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