"Deswegen müssen wir anders Fußball spielen. Wir können heute nicht den Ball lang spielen, weil wir nicht die großen Kopfballballspieler vorne drin haben. Wir müssen schauen, dass wir über außen durchzukommen und dann scharfe Bälle am Boden oder halbhoch hereinspielen", ergänzte der Weltmeister von 2014.
Der 36-Jährige schlug damit in die gleiche Kerbe wie DFB-Direktor Bierhoff, der sich im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" das Ausbildungssystem des Deutschen Fußball Bundes (DFB) vornahm.
"Wir haben halt nur keinen Ochsen vorne drin, dem wir einfach die Bälle hinhauen können", betonte der ehemalige Angreifer.
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Schuld daran sei die in diesem Bereich mangelhafte Ausbildung der vergangenen Jahre. Dort seien "gerne Mario-Götze-Typen gefördert" worden, "Spieler, die mit Technik und Raffinesse brillieren, gerade auch außerhalb des Strafraums". Die "traditionellen Stürmerkriterien" wurden dabei "ein bisschen vernachlässigt", meinte Bierhoff.

Bierhoff: DFB-Elf fehlt Typ wie Lewandowski

Deshalb fehle dem deutschen Team jetzt "manchmal die Präsenz im Strafraum, wir haben keinen Spielertypen wie Robert Lewandowski, der mehrere gegnerische Abwehrspieler binden und beschäftigen kann und Räume für die Mitspieler schafft - und zweitens fällt ohne eine echte Nummer neun auch die klassische Flanke-Kopfball-Tor-Variante weg".
Die deutsche Nationalmannschaft kämpft am Samstagabend in ihrem zweiten EM-Gruppenspiel gegen Europameister Portugal (JETZT im Liveticker) um den ersten Sieg bei der EURO 2020.
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(mit SID)

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