EM 2024 - England um Harry Kane im Porträt: Die Sehnsucht nach dem Titel ist groß - Jude Bellingham im Fokus

England mag das Mutterland des Fußballs sein, doch Titel sind in der Verbandsgeschichte rar gesät. Der WM-Titel 1966 im eigenen Land stellt den einzigen Höhepunkt dar, ansonsten bekleckerten sich die Three Lions auf der ganz großen Bühne nicht gerade mit Ruhm. Dies soll sich bei der EM 2024 in Deutschland ändern - und die Final-Schmach der vergangenen Europameisterschaft vergessen machen.

Harry Kane nach dem verlorenen EM-Finale 2021

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"It's coming home", lautete bei der paneuropäischen EM 2021 wieder einmal der Slogan der englischen Fans. Und tatsächlich war der begehrte Henri-Delaunay-Pokal im legendären Wembley-Stadion zum Greifen nah - nur um von Italien auf dramatische Art und Weise im Finale entführt zu werden.
Drei Jahre später steht für die Truppe von Nationaltrainer Gareth Southgate der nächste Anlauf auf dem Programm.
Angeführt von Superstürmer Harry Kane und dem schillernden Hoffnungsträger Jude Bellingham soll bei der EM 2024 in Deutschland der erste EM-Titel der Verbandsgeschichte her.
Doch der Druck ist groß. Immerhin verzichtete Southgate bei seiner Nominierung auf so manchen großen Namen. Wird England der enormen Erwartungshaltung gerecht?

EM 2024 - England: Kane, der Torgarant

Er wechselte nach Deutschland, um mit dem FC Bayern endlich seinen ersten großen Titel zu gewinnen. Trotz 44 Toren in 45 Pflichtspielen steht Harry Kanes Titelkonto nach einer aufreibenden Spielzeit weiter bei 0, dies will der Kapitän der "Three Lions" nun in seiner Wahlheimat ändern. Zum Ende der Spielzeit machten dem 30-Jährigen allerdings Rückenprobleme zu schaffen.
Nach dem Halbfinal-Aus bei Real Madrid verpasste der Weltklasse-Angreifer die beiden verbleibenden Spieltage - es waren die einzigen Partien in der Bundesliga-Saison, in denen der 100-Millionen-Euro-Mann für die Münchner nicht auf dem Feld stand. Nationaltrainer Gareth Southgate ist unbesorgt: "Das ist nichts, worüber wir uns im Moment Sorgen machen."
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Harry Kane greift bei der EM 2024 an

Fotocredit: Getty Images

EM 2024 - England: Alleskönner Bellingham

Ähnlich große Hoffnungen wie auf Kane lasten auf Jude Bellingham. In der ersten Saison nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu Real Madrid ist der erst 20-Jährige endgültig zu einem Weltklasse-Spieler gereift. Der Mittelfeldspieler verkörpert eine in der Form womöglich einmalige Mischung aus Torjäger, Vorlagengeber und Abräumer.
Mit 23 Toren und 12 Assists in 40 Pflichtspielen war der Youngster maßgeblich mitverantwortlich für die erneute Meisterschaft der Madrilenen und den Sturm ins Champions-League-Finale. Bei der Europameisterschaft vor drei Jahren spielte er noch eine Nebenrolle - dies dürfte sich in Deutschland ändern.
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Quelle: Perform

EM 2024 - England: Southgate und das Überangebot

Kein Jadon Sancho, kein Eric Dier - Southgate berichtete von "schwierigen Anrufen", als er das vorläufige EM-Aufgebot jüngst bekannt gab. Neben den beiden Leistungsträgern aus Dortmund und München wurden auch Marcus Rashford (Manchester United), Jordan Henderson (Ajax Amsterdam) und Raheem Sterling (FC Chelsea) nicht berücksichtigt.
Insbesondere in der Offensive herrscht geradezu ein Überangebot im englischen Fußball. Neben Ausnahmeerscheinung Kane sollen unter anderem Phil Foden von Premier-League-Champion Manchester City und Arsenal-Flügelstürmer Bukayo Saka für Torgefahr sorgen.

EM 2024 - England: Sehnsucht nach dem Titel

Seit dem legendären WM-Triumph 1966 über Deutschland wartet das Fußball-Mutterland auf einen großen Titel. Bei der vergangenen EM-Endrunde im eigenen Land scheiterte Southgates Team im Finale im Wembley-Stadion an Italien - ausgerechnet im Elfmeterschießen.
Nach dem ein Jahr später folgenden Viertelfinal-K.o. bei der WM in Katar stand ein Abschied Southgates im Raum. Nicht zuletzt dessen Familie überzeugte den heute 53-Jährigen jedoch davon, es noch einmal zu versuchen, eine Trophäe für England zu holen - und so die Sehnsucht einer ganzen Nation zu stillen.

EM 2024 - England: Der Kader

Tor: Dean Henderson (Crystal Palace), Jordan Pickford (Everton), Aaron Ramsdale (Arsenal)
Abwehr: Lewis Dunk (Brighton & Hove Albion), Joe Gomez (Liverpool), Marc Guehi (Crystal Palace), Ezri Konsa (Aston Villa), Luke Shaw (Manchester United), John Stones (Manchester City), Kieran Trippier (Newcastle United), Kyle Walker (Manchester City)
Mittelfeld: Trent Alexander-Arnold (Liverpool), Jude Bellingham (Real Madrid), Conor Gallagher (Chelsea), Kobbie Mainoo (Manchester United), Declan Rice (Arsenal), Adam Wharton (Crystal Palace)
Angriff: Jarrod Bowen (West Ham United), Eberechi Eze (Crystal Palace), Phil Foden (Manchester City), Anthony Gordon (Newcastle United), Harry Kane (Bayern München), Cole Palmer (Chelsea), Bukayo Saka (Arsenal), Ivan Toney (Brentford), Ollie Watkins (Aston Villa)
(SID)
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Quelle: Perform


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