EM 2024 - Julian Nagelsmann nach dramatischem Aus gegen Spanien emotional: "Kämpfe mit den Tränen"
Nach dem bitteren 1:2 nach Verlängerung im Viertelfinale gegen Spanien muss Deutschland bei der Heim-EM die Segel streichen. Im Anschluss verliehen die Protagonisten ihrer Enttäuschung Ausdruck. Bundestrainer Julian Nagelsmann kämpfte im "ARD"-Interview mit den Tränen, Stürmer Niclas Füllkrug richtete sich mit einem emotionalen Statement direkt an die deutschen Fußball-Fans.
Nagelsmann den Tränen nahe: "Heute war es nicht verdient"
Quelle: MagentaTV
Aus der Traum.
Die deutsche Nationalmannschaft muss ihre Hoffnungen auf den Titel bei der Heim-Europameisterschaft nach dem bitteren 1:2 n.V. gegen Angstgegner Spanien bereits im Viertelfinale begraben.
Mikel Merinos Kopfballtor in der letzten Minute der Verlängerung zog einer starken DFB-Elf letztlich auf dramatische Art und Weise den Stecker, nachdem Florian Wirtz (89.) kurz vor Ende der regulären Spielzeit Dani Olmos 0:1 egalisiert hatte.
Nach der Partie war die Enttäuschung aufseiten der DFB-Protagonisten greifbar. Vor allem Bundestrainer Julian Nagelsmann wurde im Gespräch mit der "ARD" emotional.
Die Stimmen zum EM-Viertelfinale
Julian Nagelsmann (Bundestrainer) in der "ARD" über ...
... das Spiel: "Ich kämpfe ein bisschen mit den Tränen. Wenn die Spieler über die vergangenen Wochen so erzählen, dann ist das sehr emotional. Die Jungs haben alles reingeworfen und unverdient verloren. Wir sind gut zurückgekommen, in der zweiten Halbzeit haben wir es sehr gut gemacht. In der Verlängerung waren wir dem Siegtreffer näher als die Spanier. Am Ende waren wir nicht viel besser, aber einen Tick klarer. Es tut weh, weil es jetzt noch zwei Jahre dauert, bis wir das korrigieren können."
... seine Worte in der Kabine: "Ich habe versucht, die richtigen Worte zu finden. Wir haben ein Land geweckt, wir hatten eine tolle Symbiose mit den Fans und vielleicht wieder Leute vor den Fernseher gelockt, die uns zuletzt nicht zugeschaut haben. Das nehmen wir mit. Aber wir hätten es gerne noch eine Woche länger gemacht."
... die deutsche Mannschaft generell: "Wir hatten eine gute Zeit und eine gute Mannschaft. Deshalb tut es so weh. Man hat gemerkt, dass wir uns gegen Rückschläge stemmen. Wenn wir wieder lustlos aufgetreten wären, dann wäre es verdient und dann müssten wir hier nicht stehen und mit den Tränen kämpfen."
... die Handelfmeter-Szene: "Wenn der Jamal das Ding in den Mittelrang schießt, dann wäre das für mich kein Elfmeter. In dem Fall geht der Ball aufs Tor, er stoppt den Ball aber klar mit der Hand. Die Intention wird null bewertet, das verstehe ich nicht. Da ist die Flanke gegen Dänemark weniger Elfmeter für mich als das. Dass man dahingehend keine Bewertung finden kann, obwohl es 48.000 Wiederholungen gibt, kann ich nicht nachvollziehen."
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Füllkrug ringt mit den Worten: "Man fühlt sich leer"
Quelle: MagentaTV
Niclas Füllkrug (Deutschland) in der "ARD": "Wir sind traurig, dass es vorbei ist. Wir haben das Gemeinschaftsgefühl in Deutschland gespürt. Noch ist kein Stolz da, es ist vorbei. Letztlich hilft gerade gar nichts, es ist schwierig, damit umzugehen. Das wird ein bisschen Zeit brauchen. Aber an Euch (wendet sich direkt an die Zuschauer, d. Red.): Vielen Dank für das tolle Gefühl, es war wahnsinnig schön, für Euch zu kämpfen. Ihr wart überragend."
Joshua Kimmich (Deutschland) in der "ARD" über ...
... die Niederlage: "Die Niederlage fühlt sich ungerecht an. In der zweiten Halbzeit und in der Verlängerung waren wir deutlich besser. Spanien wollte sich eigentlich nur noch ins Elferschießen retten. Dass wir dann noch das 1:2 bekommen, ist unglaublich bitter. Wir hatten danach noch zwei gute Chancen und hätten vor dem 1:2 einen Handelfmeter bekommen müssen. Da ist heute sehr viel gegen uns gelaufen."
... seine Emotionen: "Es war eine andere Enttäuschung als in Katar. Dort haben wir einfach versagt, wir waren kein Team. Das war dieses Mal ganz, ganz anders. Es waren ganz besondere Wochen. Ich habe noch nicht so oft erlebt, dass die Jungs, die nicht so viel gespielt haben, so viel Energie reingeben. Bei den anderen Turnieren hatten wir es nicht verdient, heute waren wir die bessere Mannschaft gegen sehr gute Spanier."
Toni Kroos (Deutschland) in der "ARD": "Jetzt im Moment überwiegt das Turnier-Aus. Das steht jetzt im Vordergrund. Wir hatten ein großes Ziel und einen Traum. Der ist jetzt geplatzt. In den nächsten Tagen werden wir realisieren, dass wir ein gutes Turnier gespielt haben."
Dani Olmo (Spanien) in der "ARD": "Ich bin kaputt, vollkommen kaputt. Wir haben bis zum Ende gekämpft und ich bin einfach nur glücklich. Für die ganze Mannschaft ist das ein tolles Turnier, ich hoffe, dass es Pedri (musste verletzungsbedingt raus, d. Red.) schnell wieder besser geht."
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Kroos' Karriere endet nach Thriller: Eine Legende nimmt Abschied
Quelle: Perform
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