EM 2024: Portugal mit Ronaldo nach Elfmeterkrimi gegen Slowenien im Viertelfinale - Tränen und Jubel bei CR7

Cristiano Ronaldo fordert nach Tränen und einem Elfmeterkrimi die Franzosen mit Kylian Mbappé, das Duell der Superstars im EM-Viertelfinale ist perfekt: Portugal bezwang Slowenien mit viel Mühe erst im Elfmeterschießen 3:0 (0:0, 0:0). Portugals Torwart Diogo Costa wurde mit drei parierten Elfmetern zum Helden, Ronaldo verwandelte - nachdem er in der Verlängerung vom Punkt gescheitert war.

Erst Trauer, dann Freude: Ronaldo beschreibt emotionale Achterbahnfahrt

Quelle: MagentaTV

Damit wird die wohl letzte EM-Reise des portugiesischen Kapitäns verlängert. Der Kracher gegen Mbappés Franzosen steigt am Freitag (21.00 Uhr im Liveticker) in Hamburg, für den Traum von Ronaldos zweitem Titel mit der Nationalmannschaft braucht es aber eine deutliche Steigerung. 
Nicht zuletzt von Ronaldo selbst, der aus allen Lagen abzog, aber offenbar den Killerinstinkt aus seinen besten Zeiten verloren hat.
Selbst aus elf Metern wurde es nichts mit seinem ersten Turniertor. Nachdem Diogo Jota im Strafraum gefoult worden war, trat Ronaldo zum Elfmeter an (105.). Er küsste den Ball, legte ihn auf den Punkt und schoss scharf nach rechts, Sloweniens Torhüter Jan Oblak aber lenkte den Ball mit den Fingern an den Pfosten.
Ronaldo weinte bitterlich in der Pause der Verlängerung, auch seine Mama auf der Tribüne vergoss Tränen.

Ronaldo: "Das Schicksal hat sich gedreht"

Im Elfmeterschießen trat CR7 erneut an - und verwandelte. Zum Matchwinner avancierte aber Torhüter Costa, der die ersten drei Schüssen (alle halbhoch) hielt und Portugal damit ins Viertelfinale brachte.
"Das ist Fußball, man kann nicht erklären, was da passiert", sagte Ronaldo. "Ich war erst unglaublich traurig und dann überglücklich. Das Schicksal und das Glück haben sich in kürzester Zeit gedreht - so ist Fußball. Oblak hat den Elfmeter super gehalten, aber im Elfmeterschießen war Diogo Costa unglaublich. Glückwunsch an ihn."
Seine Mannschaft habe in jedem Fall "verdient gewonnen, weil wir deutlich mehr für das Spiel getan haben", so der 39-Jährige weiter.
Nachdem er in der Elfmeter-Lotterie seinen Schuss verwandelt hatte, machte Ronaldo eine entschuldigende Geste in Richtung der portugiesischen Fans. Durch das glückliche Ende konnten die Anhänger ihm verzeihen.
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Sorry, Freunde! Ronaldo entschuldigt sich bei den portugiesischen Fans für seinen verschossenen Elfmeter

Fotocredit: Getty Images

Unter geschlossenem Dach in Frankfurt hatte Ronaldo seine Mannschaft von Beginn an nach vorne getrieben. Nach gut einer Viertelstunde ließ der Druck der Anfangsphase allerdings nach, der Außenseiter stabilisierte sich vor 47.000 Zuschauern.
Die durchaus vorhandenen Umschaltmomente spielten die Slowenen schon im Ansatz ganz schlecht aus, sodass es vor der Pause nur einen harmlosen Fernschuss des Leipzigers Benjamin Sesko gab (44.). Aber auch vom Europameister von 2016 kam nun kaum noch Gefährliches, kein Abschluss ging in Halbzeit eins aufs Tor.
Auf erneut extrem schmierigem Rasen flog stattdessen ein Freistoß von Ronaldo wenige Zentimeter drüber (34.), der von Bayern umworbene Joao Palhinha schoss aus der Distanz knapp vorbei (45.+3). 

Sesko versagen gleich zweimal die Nerven

In Durchgang zwei schnürte das Team von Roberto Martinez Slowenien wieder mehr am eigenen Strafraum ein, in den entscheidenden Situationen fehlte aber Genauigkeit. Bernardo Silva verzog völlig blank aus zehn Metern (47.), dann prüfte Ronaldo Jan Oblak per Freistoß (55.).
Auf der Gegenseite bot sich Sesko bei einem Konter eine Großchance, doch allein vor Diogo Costa versagten die Nerven (61.). Auch Portugal wirkte mit zunehmender Spieldauer immer nervöser.
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Von den Gefühlen übermannt: Elferheld Costa weint im Interview

Quelle: MagentaTV

In der 89. Minute aber hatte Ronaldo aus dem Nichts die bis dahin größte Chance im gesamten Spiel - aus wenigen Metern schoss er Oblak in die Arme.
In der Verlängerung bot sich erneut Sesko die riesen Chance zum Sieg der Slowenen. Nach einem üblen Bock von Portugals Verteidiger Pepe scheiterte er jedoch freistehend an Costa (115.).
Wenig später jubelten die Portugiesen und für Ronaldo geht die letzte Reise doch noch weiter.
(mit SID)
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Bellingham mit rotzfrechem Spruch - Kane schwärmt

Quelle: MagentaTV


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