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EM 2024: Frankreich schlägt Portugal und Cristiano Ronaldo nach Elfer-Krimi - Vize-Weltmeister jetzt gegen Spanien
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Update 06/07/2024 um 00:03 GMT+2 Uhr
Zäher Kampf und starke Nerven: Frankreichs Stars haben Cristiano Ronaldo in den EM-Ruhestand geschickt und nehmen Kurs auf ihren dritten Europameistertitel. Der Vize-Weltmeister besiegte Portugal im Viertelfinal-Fight von Hamburg mit 5:3 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden, Theo Hernandez entschied das Spiel schließlich vom Punkt für die abgezockten Franzosen.
Mike Maignan und Theo Hernández (Frankreich) jubeln
Fotocredit: Getty Images
Kylian Mbappé vergaß seine schmerzende Nase und Hüpfte wie aufgezogen über den Rasen in Hamburg, Cristiano Ronaldo dagegen erstarrte in diesem bitteren, endgültigen Moment: Vize-Weltmeister Frankreich hat Portugal nach einem zähen Viertelfinal-Fight mit 5:3 im Elfmeterschießen besiegt, Ronaldo verschwand mit einer Niederlage für immer von der EM-Bühne.
Der Superstar hatte seinen Elfmeter noch sicher verwandelt, auf der anderen Seite war der lädierte Mbappé schon gar nicht mehr dabei: In der Halbzeit der Verlängerung hatte er den Platz bereits verlassen, mit einem Eisbeutel auf der vor knapp drei Wochen gebrochenen Nase. Doch es genügte für Les Bleus, weil Theo Hernández den entscheidenden Versuch verwandelte.
"Ich bin total glücklich. Wir hatten bis zum Ende den richtigen Spirit, das hat den Unterschied gemacht. Wir haben beim Elfmeterschießen nicht gezittert", sagte Frankreichs Torwart Mike Maignan - der keinen der Schüsse halten musste, weil Joao Felix seinen Versuch an den Pfosten setzte. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden.
Mbappé jubelte, es war dennoch ein ganz besonderer Sieg: Ausgerechnet im Duell der Generationen gegen sein 14 Jahre älteres Kindheits-Idol Ronaldo erreichte der 2018er-Weltmeister sein erstes EM-Halbfinale. Nach dem Achtelfinal-Aus 2021 soll jetzt unbedingt der Titel her.
Ronaldo bleibt erstmals bei einer EM torlos
Portugal und vor allem Ronaldo erlebten in der Neuauflage des Endspiels von 2016 (damals 1:0) dagegen die ultimative EM-Enttäuschung. Zu gerne hätte sich der Rekordspieler nach dem Achtelfinal-Aus 2021 mit dem Pokal von der großen Bühne verabschiedet, doch der 30. EM-Einsatz in 20 Jahren wurde zu seinem letzten.
Endstation Viertelfinale - bei seiner sechsten EM-Teilnahme (14 Tore) blieb der 39 Jahre alte Ronaldo erstmals ohne Treffer.
Die Augen der 49.000 Zuschauer im Volkspark waren vor allem auf Ronaldo und Mbappe gerichtet. Frankreich sei "einer der Favoriten auf den Titel. Aber wir ziehen in den Krieg", hatte Ronaldo vor der Partie martialisch angekündigt.
Ronaldo und Mbappé tauchen zunächst ab
Doch wer ein Offensiv-Feuerwerk der ganz großen Fußballstars erwartete, wurde zunächst bitter enttäuscht. Kaum Ballkontakte, keine Abschlüsse: Von Ronaldo und Mbappé war lange Zeit überhaupt nichts zu sehen.
CR7 gelang gegen Frankreichs Innenverteidigung um Bayern-Profi Dayot Upamecano in der ersten Halbzeit kaum etwas. Auf der anderen Seite schien der französische Turbodribbler durch seine Gesichtsmaske noch immer gehemmt.
Der erste Torschuss? Kam ausgerechnet von einem Verteidiger. Doch der Versuch von Theo Hernández aus der Distanz stellte Portugals Achtelfinal-Held Diogo Costa vor keine größere Herausforderung. Es sollte tatsächlich die einzige "Chance" in der ersten Hälfte bleiben. Kein Wunder, bei der bis dahin so dürftigen Turnierausbeute von zuvor nur fünf (Portugal) und drei (Frankreich) Treffern.
Chancen hüben wie drüber
Im zweiten Abschnitt gewann die Partie deutlich an Unterhaltungswert. Beide Teams legten ihre Defensiv-Ketten ab, es ging plötzlich hin und her - mit Großchancen auf beiden Seiten.
Doch Mbappé (50.) zielte wie seine Teamkollegen Randal Kolo Muani (66.) und Eduardo Camavinga (70.) zu ungenau.
Auf der anderen Seite scheiterten Bruno Fernandes (61.) und Vitinha freistehend (63.) an Frankreichs glänzend reagierendem Keeper Mike Maignan. Und so ging es torlos in die Verlängerung.
Kurz nach Wiederbeginn jagte Ronaldo den Ball aus bester Position freistehend über das Tor, in der Halbzeit der Zugabe wurde Mbappé gegen Bradley Barcola ausgewechselt.
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Quelle: Perform
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