Eurosport
EM 2024: Granit Xhaka mit Muskelfaserriss gegen England auf dem Platz - Schweiz reist mit Stolz ab
Von
Publiziert 07/07/2024 um 11:00 GMT+2 Uhr
Die Schweiz hat das Halbfinale der EM 2024 in Deutschland auf dramatische Art und Weise verpasst. Erst im Elfmeterschießen platzte der Traum von der Vorschlussrunde, 3:5 lautete das Ergebnis vom Punkt. Im Nachgang überwog bei den Protagonisten die Trauer - so auch bei Granit Xhaka, der nach der Partie zugab, über 120 Minuten hinweg mit einem Muskelfaserriss gespielt zu haben.
Schweiz-Coach nach Aus traurig: "Es schmerzt gewaltig"
Quelle: Perform
Der Gang vor die "Rote Wand" schmerzte und war doch aufbauend.
Die Schweiz verlässt die EM in Deutschland tränenreich, aber von ihren Fans gefeiert und erhobenen Hauptes: Nach guten Leistungen und Pech bei einem einzigen Elfmeter-Fehlschuss des unumstrittenen Abwehrbosses Manuel Akanji - der ausgerechnet bei Manchester City in England spielt.
"Es ist brutal hart", sagte Kapitän Granit Xhaka, "ganz schwer, die richtigen Worte zu finden. So eine Niederlage tut doppelt weh." Ob das 3:5 im Düsseldorfer Elfmeterschießen gegen wieder einmal spielerisch erbärmlich schwache Engländer ungerecht sei, wurde er gefragt. Nein. "So ist Fußball", sagte der Double-Gewinner von Bayer Leverkusen, "es geht nur darum, wer am Ende gewinnt."
Er verriet, dass er sich mit einem Muskelfaserriss durch das Spiel gekämpft habe: "Ich hatte das Gefühl, die Mannschaft braucht mich."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/07/06/3999138-81158468-2560-1440.jpg)
Schweiz-Pechvogel Akanji: "Habe mein ganzes Land enttäuscht"
Quelle: Perform
Shaqiri: "Wir können und nichts vorwerfen"
Die Schweiz hat bei dieser Europameisterschaft Ungarn beherrscht, sie brachte Deutschland an den Rand einer Niederlage, sie schickte im Achtelfinale überzeugend den Titelverteidiger Italien nach Hause.
"Wir haben ein sehr gutes Turnier gespielt, jeder einzelne", sagte Xherdan Shaqiri, der seinen Elfmeter verwandelt hatte: "Wir können uns nichts vorwerfen. Darauf können wir im nächsten Turnier aufbauen." Seine Mannschaft habe "viele Leute in der Schweiz glücklich gemacht".
Das wurde auch Trainer Murat Yakin zugeschrieben, dessen Vertrag ausläuft. Gespräche sollen nach der EM-Analyse beginnen. Die heimische Presse haderte trotzdem, schließlich war die "Nati" schon 2021 im Elfmeterschießen an Spanien gescheitert, ebenfalls im Viertelfinale.
"Das darf doch nicht wahr sein", schrieb die Zeitung Blick, die "NZZ" beklagte einen "schlechten Lohn für einen tapferen Auftritt".
Das könnte Dich auch interessieren: Nagelsmann lässt Deutschland träumen: Der große Gewinner der EM
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/07/07/3999169-81159088-2560-1440.jpg)
Koeman nach Kraftakt gelöst: "Wir mussten heute leiden"
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung