Lothar Matthäus kritisiert den DFB für Länderspielreise in die USA im Oktober: "So kommt keine Stimmung auf"

Lothar Matthäus hat Kritik an der weiteren EM-Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft geübt. "Ich verstehe die USA-Reise nicht - und zwar aus unterschiedlichsten Gründen", sagte der Rekordnationalspieler der "Bild" und fragte: "Was wollen wir denn in den USA zu diesem Zeitpunkt?" Die DFB-Auswahl fliegt nach den September-Länderspielen gegen Japan und Frankreich über den großen Teich.

Lothar Matthäus

Fotocredit: Getty Images

Dort trifft sie am 14. Oktober in Hartford auf die USA. Zudem ist ein weiteres Duell mit Mexiko geplant, das in Chicago stattfinden soll.
Matthäus hätte anders geplant. "Ich hätte versucht, vor der EM eine gute Atmosphäre in Deutschland zu schaffen. Daher wäre ich bei den Freundschaftsspielen in alle zehn EM-Stadien und hätte mich als DFB-Auswahl dort einmal gezeigt. So kann eine Stimmung aufkommen", sagte er.
Weil die US-Tour außerdem in der Phase der höchsten Belastung in den Klubs stattfindet, ergänzte er: "Mit Blick auf die Gesundheit der Spieler ist dieser Trip für mich ebenso fraglich." Sein Fazit: "Wir wollen bei den eigenen Fans präsent sein und fliegen in die USA: Ich weiß nicht, warum man so etwas ausmacht!"
DFB-Direktor Rudi Völler hält es dagegen für "wichtig, mit Blick auf die kommende Weltmeisterschaft auch vor Ort präsent zu sein, Gespräche zu führen und Kontakte zu knüpfen".
Zwar stehe die Heim-EM 2024 "im Mittelpunkt all unserer Planungen", dennoch gehöre es "zu einer professionellen Vorbereitung, frühzeitig auch das nachfolgende Turnier anzugehen, um auch dort optimale Bedingungen zu schaffen".
Das könnte Dich auch interessieren: Bayern-Talent Tel: Wann hebt Tuchel den Daumen?
(sid)
picture

Flick überzeugt: "Wir glauben an unseren Weg"

Quelle: Perform

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung