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Auf Emre Can kann Jürgen Klopp beim FC Liverpool aufbauen - auch wenn noch nicht alles rund läuft
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Publiziert 23/10/2015 um 10:36 GMT+2 Uhr
Großartige Stimmung, mittelgutes Resultat: Bei Jürgen Klopps Heimdebüt kam der FC Liverpool in der Europa League nicht über ein Remis gegen Rubin Kasan hinaus. Der Klopp-Stil schlägt sich - verständlicherweise - noch nicht durch, der Trainer erkannte jedoch Fortschritte. Bester Liverpool-Spieler war Emre Can, der nun im Mittelfeld eingesetzt wird und zur Symbolfigur der neuen Ära werden könnte.
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Vor dem Spiel, als die Mannschaften einliefen und der eigentliche Star des Abends an seinen Arbeitsplatz schritt, standen die Zuschauer auf und klatschten begeistert Beifall. "Ein ganz außergewöhnliches Erlebnis“ erkannte dieser Star, dem auf Plakaten als "Kaiser of the Kop" gehuldigt wurde. "We believe“ prangte von anderen Bannern, daneben das Konterfei von Jürgen Klopp.
Der Trainer des FC Liverpool sog das Flair seines Heimdebüts auf, es schmeichelte diesem Emotionsbolzen. Und doch wies er bei "Sport1“ auf einen markanten Unterschied hin:
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Sie blieb es, wenigstens abgeschwächt, nach Liverpools 1:1 (1:1) gegen Rubin Kasan, nachdem Emre Can (37. Minute) die Gäste-Führung durch Marko Devic (15.) egalisierte. Für die "Reds" das dritte Remis im dritten Europa-League-Auftritt.
"Nicht ganz so cool"
Die Stimmung war besser als das Ergebnis, das Klopp dementsprechend "nicht ganz so cool" fand, jedoch milde konstatierte: "Ich konnte den nächsten Schritt erkennen.“
Sein Team zeigte sich engagiert, lauf- und kampfstark, die charakteristischen Klopp-Elemente fehlten noch. Kasan stellte sich clever an, die Russen taten dem LFC nicht den Gefallen, den Raum für Gegenpressing zu öffnen - so wie es Tottenham in der Anfangsphase bei Klopps Premier-Legaue-Einstand (0:0) gemacht hatte.
"Es gibt keinen 'kloppschen Weg'. Es gibt den Weg dieser Mannschaft, und ich gucke, dass ich ihnen dabei helfen kann, ihr Potential abzurufen. Das ist schon alles“, relativierte der Coach bei "Sky“.
Can: Aufgerieben, mitgerissen, getroffen
In grauem Mantel beobachtete er, wie Liverpool trotz fast einstündiger Überzahl am Sieg-Unterfangen scheiterte. Klopps Landsmann Emre Can aber personifizierte die Überzeugung, dass es zukünftig etwas werden kann. Der 21-Jährige darf nun im zentralen Mittelfeld ran, auf seiner erklärten Lieblingsposition.
Can ist dadurch offensiver, näher am Tor und stärker im Fokus, er biss sich ins Spiel, rieb sich auf - und traf. "Jürgen Klopp ist ein Typ mit Siegermentalität“, betonte der Nationalspieler hinterher. Und:
Die nächste Chance bietet sich am Sonntag gegen den FC Southampton. Gleicher Ort, gleicher Enthusiasmus, gleiche Plakate.
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