BATE Borissow - 1. FC Köln: Der Horror für den FC geht weiter

Der 1. FC Köln hat auch sein drittes Spiel in der Europa League bei BATE Borissow mit 0:1 (0:0) verloren und damit kaum noch Hoffnung aufs Erreichen der K.o.-Runde. Aljaksej Ryas sorgte für den Siegtreffer der Hausherren (55.), die damit im vierten Heimspiel gegen deutsche Teams ungeschlagen blieben. Der FC hatte bereits beim FC Arsenal (1:3) und gegen Roter Stern Belgrad (0:1) verloren.

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So lief das Spiel:

Köln war von Beginn an die engagiertere Mannschaft, suchte immer wieder schnell den Weg nach vorne und beschäftigte den weißrussischen Gegner vor allem über die Flügel - allerdings nicht immer zwingend genug. Zwei harmlose Abschlüsse von Christian Clemens (14.) und Miloš Jojić (20.) waren die sehenswertesten Aktionen in der Anfangsphase.
Borissow hielt sich dagegen dezent zurück, überließ Köln das Spiel und lauerte auf Umschaltmomente, die die Mannschaft von Trainer Aleksandr Yermakovich zunächst aber kaum gefährlich ausspielte.
Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang erspielte sich Köln in der 32. Minute nach einer Flanke von Paweł Olkowski und Kopfball von Simon Zoller, den Borissow-Keeper Denis Scherbitski mit gutem Reflex abwehrte.
Eine Minute später landete ein Abschluss von Jojic noch im Außennetz. Köln dominierte, zeigte sich defensiv ordentlich und offensiv bemüht, große Torgefahr strahlte der Bundesligist jedoch zu selten aus.
Auch die zweite Halbzeit gehörte vom Spielverlauf sofort den Kölnern. Allerdings ergaben sich gute Chancen einzig aus Distanzschüssen, die zumeist zu zentral kamen und Scherbitski vor keine allzu großen Schwierigkeiten stellten.
Stattdessen fiel die Führung auf der Gegenseite (55.): Nach einer Flanke ins Zentrum konnten drei Kölner im Getümmel Mirko Ivanić nicht vom Ball trennen, der die Kugel weiter zu Aleksey Rios stocherte, der aus kurzer Distanz Timo Horn überwand.
Trainer Peter Stöger wechselte anschließend offensiver, seine Mannschaft zeigte Einsatz und Wille, kam aber kaum einmal mehr in gute Abschlusspositionen.
Zweimal gab es zudem Riesendusel: In der 74. Minute konnte Horn einen Flatterschuss von Stanislav Dragun aus 30 Metern nur nach vorne klären, wo kein Kölner, sondern Mikhail Gordeychuk am schnellsten reagierte – freistehend den Ball jedoch am Tor vorbeischob.
In der Nachspielzeit wurde Maksim Volodko über links frei vor Horn angespielt, verstolperte jedoch kläglich aus kurzer Distanz den Ball (90.+2). Dazwischen blieb Köln bemüht, stand am Ende jedoch einmal mehr als Verlierer da – trotz überwiegend ordentlicher Leistung.

Stimmen:

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Es ist keine Frage dass wir enttäuscht sind. Den Vorwurf, dass wir nicht gekämpft haben, verstehe ich nicht. Wir haben den ein oder anderen Fehler zu viel gemacht. Die Jungs haben es versucht. Wir waren aber nicht klar genug in unseren Aktionen nach vorne. Wir haben Phasen, in denen jeder etwas reparieren möchte. Da verliert man manchmal die Organisation."

Das fiel auf: Das Problem mit dem Toreschießen

Die Erkenntnis ist nicht neu: Ohne Anthony Modeste herrscht Flaute im Kölner-Sturm. Doch gegen Borissow kam diese Problematik einmal mehr deutlich zum Tragen. Jhon Cordoba (verletzt) und Claudio Pizzaro (nicht spielberechtigt in der Europa League) fehlten, so lief Yuya Osako formal in der Sturmspitze auf. Der Japaner überzeugte als wendiger und fleißiger Antreiber – kam über 90 Minuten allerdings nur zu einem Abschluss aus 35 Metern. Nach einer Stunde brachte Stöger Sehrou Guirassy im Sturm, doch auch der Franzose fand keine Anbindung ans Spiel. Allerdings brachten auch die Kollegen überwiegend nur Distanzschüsse zustande, die kaum Torgefahr entfachten. So fällt das Toreschießen schwer. Und das Gewinnen auch.

Der Tweet zum Spiel:

Ein Blick auf die Gemütslage der Kölner.

Die Statistik: 1500

Hohe Reisestrapazen ohne Ertrag. Für die Begegnung in Borissow mussten die Kölner 1500 Kilometer auf sich nehmen. Es war das erste Mal, dass Köln ein Pflichtspiel in Weißrussland bestritt. In guter Erinnerung wird es nicht bleiben.
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