Eintracht Frankfurt scheitert am FC Basel

Eintracht Frankfurt hat das Viertelfinale der Europa League und damit das Finalturnier in Deutschland verpasst. Nach dem 0:3 im Hinspiel verlor die Eintracht auch beim FC Basel mit 0:1 (0:0). Fabian Frei (88.) erzielte seinen fünften Treffer im laufenden Wettbewerb. Im Vorjahr hatte Frankfurt noch das Halbfinale erreicht und war dort im Elfmeterschießen am späteren Sieger FC Chelsea gescheitert.

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Fotocredit: Eurosport

So lief das Spiel:

Nach dem 0:3 aus dem Hinspiel beorderte Eintracht-Trainer Adi Hütter mit Bas Dost, André Silva und Daichi Kamada gleich drei reine Offensivspieler in die Anfangself und gab damit 147 Tage nach der klaren Hinspielpleite die Marschrichtung vor.
Jedoch war den Frankfurtern vor allem im ersten Durchgang die fünfwöchige Spielpause deutlich anzumerken. Immer wieder rannte sich die Eintracht im kompakten Baseler Abwehrverbund fest und kam aus dem Spiel selten in gute Abschlusspositionen.
Es dauerte bis zur 19. Minute, ehe Martin Hinteregger nach einem Kostic-Freistoß das erste Mal gefährlich zum Abschluss kam und einen Meter über den Kasten köpfte.
Basel verbarrikadierte sich keineswegs nur am eigenen Strafraum, sondern wusste immer wieder eigene Ballbesitzphasen einzustreuen. Nach 26 Minuten vereitelte Eintracht-Torwart Kevin Trapp mit einer starken Parade gegen Rechtsverteidiger Silvan Widmer das 0:1.
Aus dem Spiel ging bei ideenlosen Frankfurten weiter wenig, sodass ein Kopfball von Bas Dost nach einer Ecke die einzig nennenswerte Chance im ersten Durchgang blieb (45.).
Frankfurter stellte nach der Pause um und brachte Makoto Hasebe und Goncalo Paciência für Sebastian Rode und den blass gebliebenen André Silva. Nur kurz nach Wiederanpfiff hatten die Hessen zunächst Glück, dass die Mission Aufholjagd nicht schon früh gegessen war. Widmer scheiterte einmal mehr am starken Trapp (49.), nur eine Minute später fehlten Arthur Cabral nur Zentimeter zur Führung (50.).
Die Eintracht zeigte sich in dieser Phase spielerisch etwas verbessert und kam durch Paciência (52.), Danny Da Costa (54.) und Dominik Kohr nach schönem Solo (57.) zu einigen guten Abschlüssen.
Nach dieser Drangphase verloren die Frankfurter aber wieder den Faden und gewährten den Hausherren mehr Räume zum Kontern. Kostic rettete nach Stockers Abschluss für den geschlagenen Trapp vor der Linie (62.), wenig später bewahrte Frankfurts Schlussmann sein Team gegen Cömerts Abschluss vor dem Rückstand (75.).
Gegen Ende schwanden bei der Eintracht sowohl der Glaube ans Wunder als auch die Kräfte, um Selbiges noch zu vollbringen. Basel spielte die Partie entspannt runter und durfte kurz vor Schluss sogar noch den Siegtreffer bejubeln. Fabian Frei tänzelte sich mit etwas Glück durch Frankfurts Hintermannschaft, umkurvte Trapp und schob abgeklärt zum 1:0 ins leere Tor ein (88.).
Frankfurt verpasst somit das Finalturnier in Deutschland, Basel trifft im Viertelfinale auf Schachtjor Donetsk.

Die Stimmen zum Spiel:

Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): "Wir sind sehr mutig in die Aufgabe gegangen und wollten was reißen. Aber wir sind nicht heute, sondern im Hinspiel ausgeschieden."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Eintracht ohne Durchschlagskraft

Über weite Strecken des Spiels ließ die Eintracht ihre bekannte Wucht in der Offensive gänzlich vermissen. Weder Kostic noch Da Costa konnten über die Außen für Gefahr sorgen, weil Basel Frankfurts Spiel immer wieder geschickt ins Zentrum leitete und dort extrem kompakt agierte. Die Doppelspitze Silva/Dost hing durch das extrem zentrumslastige Spiel in der Luft und wurde kaum einmal mit brauchbaren Flanken gefüttert.

Die Statistik: 1

Alles in allem ein zu harmloser Auftritt der Eintracht: Von den insgesamt 19 Torschüssen ging nur ein einziger auf des Gegners Tor. Basel-Keeper Nikolic erlebte einen weitgehend ruhigen Abend.
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