So lief das Spiel:

Bayer Leverkusen ging hochmotiviert ins Duell gegen Inter Mailand und setzte auf ein offensives 4-2-3-1-System. Im Zentrum ersetzte Palacios den gelbgesperrten Charles Aránguiz, Sven Bender musste kurzfristig passen – er verletzte sich beim Aufwärmen – Jonathan Tah startete für ihn.

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Inter Mailand agierte aus einer kompakten Defensive heraus und setzte in der Offensive mit Lautaro Martínez und Romelu Lukaku auf Technik und Schnelligkeit gepaart mit Körperlichkeit. Gegen den Ball verteidigte Inter in einer Fünferkette.

Inter machte Bayer den Aufbau schwer, verlagerte die Pressingzone bis in die gegnerische Hälfte. Leverkusen hatte Probleme – auch mit der Inter-Doppelspitze. Immer wieder sorgten Martínez und vor allem Lukaku für viel Gefahr. Der Belgier war im direkten Zweikampf kaum zu stoppen.

In der 15. Minute gelang Inter der verdiente Führungstreffer. Ashley Young spielte den Ball in den Strafraum auf Lukaku, dessen Schuss aus sechs Metern geblockt wurde. Der Nachschuss gehörte Nicolò Barella, der den Ball aus 16 Metern ins linke Eck schoss. Es war der Beginn einer wilden ersten Halbzeit.

Die Italiener setzten Bayer weiter unter Druck und sorgten in der 21. Minute für das 2:0. Wieder bediente Young Lukaku im Strafraum, erneut war der Angreifer nicht zu stoppen. Im Fallen schoss er den Ball gegen Edmond Tapsoba und Lukáš Hrádecký aus sechs Metern über die Linie.

Leverkusen antwortete mit einem unüberlegten Offensivdrang und lief nur eine Minute nach dem Gegentreffer in einen Inter-Konter. Lukaku war auf und davon, ging allein auf Hrádecký zu und scheiterte im Strafraum am starken Bayer-Keeper. Eine wichtige Parade, die Bayer die Möglichkeit gab, zurück ins Spiel zu kommen.

In der 25. Minute gelang mit dem ersten guten Angriff der wichtige Anschlusstreffer. Lars Bender passte auf Kai Havertz, der sich an der Strafraumgrenze gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und den Doppelpass mit Kevin Volland suchte. Im Strafraum suchte er aus 14 Metern den Abschluss und verwandelte ins kurze Eck.

Wiederum eine Minute später entschied Schiedsrichter Carlos del Carro Grande auf Elfmeter für Inter Mailand. Er sah ein Handspiel im Strafraum von Daley Sinkgraven. Nach Hinweis des VAR, schaute sich der Referee die Szene nochmal an und nahm seine Entscheidung zurück.

In der Folge entwickelte sich eine kampfbetonte Partie auf hohem Niveau. Beide Mannschaften kamen zu guten Chancen – es war ein aufregender Showdown. Bayer intensivierte in der Schlussphase die Offensivbemühungen, Inter baute auf die kompakte Defensive. Doch letztlich reichte der Schlussspurt nicht aus, um den Ausgleich zu erzielen - Inter verteidigte das knappe 2:1 erfolgreich.

Die Stimmen:

Romelu Lukaku (Inter Mailand): "Leverkusen ist eine starke Mannschaft und wir wussten, dass es nicht einfach werden würde. Wir haben viele Chancen verpasst - es war ein ausgeglichenes Spiel, doch am Ende haben wir uns durchgesetzt."

Lukáš Hrádecký (Bayer 04 Leverkusen): "Wir konnten die Verteidigung nicht durchbrechen. Schade, dass es schon 0:2 stand. Wir haben alles versucht und das Glück war nicht auf unserer Seite - dass der Ball reingeht."

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir haben in der Anfangsphase einfach nicht gut gespielt. Vor allem nicht gegen den Ball. Wir wussten um die Wucht von Lukaku und wir haben alle gesehen, wie gefährlich er sein kann. Nach 20 Minuten kamen wir besser ins Spiel und in der zweiten Halbzeit war für uns dann mehr drin, obwohl wir zu wenig klare Torchancen herausgespielt haben."

Antonio Conte (Trainer Inter Mailand): "Wir haben das Weiterkommen verdient. Wir hätten sogar noch mehr Tore schießen müssen. Klar, am Ende mussten wir noch einmal zittern, aber es ist immer schwierig, ruhig zu bleiben, wenn man mit einem Tor vorne liegt und das Ergebnis nach Hause bringen muss. Meine Spieler haben eine hohe Bereitschaft gezeigt, vor allem ohne den Ball. Mit dem Ball haben wir sehr viele Chance herausgespielt."

Das fiel auf: Lukaku unstoppable

Lukaku ist eine echte Maschine – körperlich allen Gegenspielern überlegen, bekommen ihn die meisten Abwehrreihen nicht in den Griff. So auch Bayer 04 Leverkusen. Im direkten Duell gegen nur einen Gegenspieler setzte sich Lukaku zumeist durch – Bayer benötigte mindestens zwei Spieler, um den bulligen Stürmer vom Ball zu trennen.

So war der Belgier erste Anspielstation im Strafraum und machte das, wofür ihn Inter im vergangenen Sommer für rund 74 Millionen Euro verpflichtete: Tore schießen! Der 1,91 Meter große und 93 Kilogramm schwere Lukaku ist in dieser Spielzeit ohnehin Inters Lebensversicherung: In 49 Spielen erzielte der Stürmer stolze 31 Tore und legte fünf weitere Treffer vor.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 9

Bayer verzeichnete zwar insgesamt neun Torschüsse, schaffte es allerdings zu selten, sich in die Gefahrenzone zu spielen. Im Strafraum kam Leverkusen kaum zum Abschluss - zumeist waren es Versuche aus der Distanz.

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