Bailey führt Bayer Leverkusen zum Sieg bei Be'er Sheva

Bayer Leverkusen hat in der Europa League 4:2 (2:2) bei Hapoel Be'er Sheva gewonnen und damit einen wichtigen Schritt Richtung K.o.-Runde gemacht. Leon Bailey avancierte mit zwei Toren zum 1:0 und 3:2 (5./75.) zum Matchwinner. Hapoel drehte die Partie zwischenzeitlich durch Elton Acolatse (12./25.), ein Eigentor von Or Dadya (39.) brachte Bayer zurück ins Spiel. Florian Wirtz traf zum 4:2 (88.).

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Bayer-Trainer Peter Bosz rotierte mächtig nach dem Spiel in Freiburg (4:2). In der Abwehr gab es vier Wechsel: So mussten Lars und Sven Bender, Edmond Tapsoba und Daley Sinkgraven aus der Startelf weichen. Zudem erhielten Julian Baumgartlinger und Moussa Diaby eine Pause. Dafür kamen Tin Jedvaj, Jonathan Tah, Aleksandar Dragovic, Wendell, Kerem Demirbay und Exequiel Palacios in die Mannschaft.
Die neu formierte Werkself nahm von Beginn an das Heft des Handelns in die Hand und spielte sich mit schnellen Vertikalpässen immer wieder durch die Reihen der dicht gestaffelten Hausherren.
Bereits nach fünf Minuten war das Abwehrbollwerk von Beer Sheva geknackt, als Florian Wirtz mit einem feinen Heber Leon Bailey auf die Reise schickte. Der Jamaikaner gab Keeper Ohad Levita mit einem Beinschuss das Nachsehen.
Sicherheit gab der frühe Führungstreffer den Leverkusenern aber nicht wirklich, denn Beer Sheva schüttelte sich nach dem Schock kurz und wurde mit zunehmender Spieldauer gefährlicher. Ein Fehlpass im Mittelfeld von Wendell leitete den Ausgleich durch Elton Acolatse ein (11.), der kurze Zeit später eines der wohl schönsten Tore in dieser Europa-League-Saison erzielte: In Okocha-Manier ließ der Niederländer Dragovic, Tah und Lukasz Hradecky aussteigen und drehte damit die Partie fast im Alleingang (25.).
Auch danach blieben die Israelis stets gefährlich, die fehlende Abstimmung in der Bayer-Hintermannschaft machte sich immer wieder bemerkbar. Gegen Ende des ersten Durchgangs konnte Wendell einen Schuss von Acolatse gerade noch blocken (37.). Im Gegenzug kam Leverkusen durch ein Eigentor von Or Dadia zum schmeichelhaften Ausgleich (39.).
Nach Wiederanpfiff zeigte sich die Werkself engagierter, doch im Spiel nach vorne fehlte es an Schnelligkeit, Ideen und Präzision. Die Kommentare von Trainer Bosz wurden immer lauter und kritischer. Doch auch von Beer Sheva kam im zweiten Durchgang nicht viel, sodass die Partie in Richtung Endphase plätscherte. Mit zunehmender Spieldauer wurde Bayer stärker und zielstrebiger, doch Palacios (56.) und Bailey (60.) ließen große Kopfballchancen aus.
So brachte erneut ein Abwehrfehler der Gastgeber Bayer auf die Siegerstraße. Keeper Levita und Kapitän Miguel Vitor waren sich uneins, Bailey köpfte zum 3:2 ein (75.). Leverkusen ließ danach nichts mehr anbrennen gegen immer müder werdende Hausherren. Wirtz machte nach einer tollen Einzelaktion von Diaby den Deckel drauf (88.). Mit dem ersten Auswärtssieg in dieser Europa-League-Saison behauptete Leverkusen den Spitzenplatz in der Gruppe C.

Die Stimmen zum Spiel:

Jonathan Tah (Bayer Leverkusen): "Bis zum 1:1 haben wir es eigentlich gut gemacht, danach aber nicht mehr unser Spiel gespielt und Hapoel eingeladen. In der zweiten Halbzeit waren wir besser organisiert. Es war dann nur noch eine Frage der Zeit bis wir die Tore machen."
Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "In der ersten Halbzeit haben wir schlecht gespielt - wir konnten froh sein, dass es zur Pause nur 2:2 steht. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht: Wir haben besser rangeschoben, besser den Ball laufen gelassen und am Ende verdient gewonnen."

Der Tweet zum Spiel:

Nadiem Amiri, Wirtz, Diaby und Bailey gehörten zu den Aktivposten im Spiel der Leverkusener, die sich lange Zeit gegen Hapoel Beer Sheva schwer taten. Bailey erzielte einen Doppelpack, Wirtz war an zwei Treffern beteiligt, Amiri leitete das 2:2 mit seinem Eckstoß ein und Diaby brachte im zweiten Durchgang sehr viel Schwung in ein lahmes Bayer-Spiel.

Das fiel auf: Havertz fehlt an allen Ecken und Enden

Ohne den 100-Millionen-Mann gehen Bayer Leverkusen die Spielfreude und Ideen abhanden. Auf Trainer Peter Bosz, der dies bereits bemängelte, kommt noch viel Arbeit zu. Ansonsten betrieb die Ersatzabwehr um Nationalspieler Tah nicht wirklich Eigenwerbung. Die neu aufgestellte Viererkette hatte mit dem schnellen Umschaltspiel der Israelis massive Probleme. Wendell leitete das 1:1 mit einem Fehlpass ein, Dragovic und Tah ließen beim 1:2 von Acolatse düpieren.

Die Statistik: 4

Nach den vier Auswärtstoren in Freiburg gelangen der Werkself erneut vier Treffer, die allerdings die Mithilfe der Israelis benötigten. Bei Hapoel Beer Sheva ist aktuell sehr viel Sand im Getriebe. Der Verein wartet nun schon seit vier Pflichtspielen auf einen Dreier, in der Europa League gab es die zweite Niederlage in Folge. Einziger Lichtblick: Elton Acolatse. Der Niederländer schnürte einen Doppelpack, vor allem das zweite Tor wird wohl in jedem Jahresrückblick erscheinen. Mit nun vier Treffern in den ersten drei Spielen führt Acolatse die Torjägerliste gemeinsam mit vier weiteren Stürmern an.
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Quelle: Perform

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