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Europapokal-Debakel für den FC Barcelona perfekt: Robert Lewandowski und Co. scheitern gegen Manchester United
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Publiziert 23/02/2023 um 22:54 GMT+1 Uhr
Für den FC Barcelona ist die Europapokal-Saison beendet. Nach dem enttäuschenden Gruppenaus in der Champions League mussten die Katalanen bereits in der Zwischenrunde der Europa League die Segel streichen. Bei Manchester United setzte es am Abend ein 1:2 (1:0), vor einer Woche war Barça im Hinspiel vor heimischer Kulisse gegen die Red Devils nicht über ein 2:2 hinausgekommen.
Manchester United - FC Barcelona
Fotocredit: Getty Images
Mit jeweils vier Änderungen in der Startelf wollten Xavi und Erik ten Hag ihre Mannschaften ins Achtelfinale der Europa League führen. Auf Seiten von Manchester United mussten Diogo Dalot, Victor Lindelöf, Marcel Sabitzer und Alejandro Garnacho im Vergleich zur Anfangsformation gegen Leicester (3:0) für Aaron Wan-Bissaka, Raphael Varane, Casemiro sowie Jadon Sancho weichen.
Personell etwas eingeschränkter war jedoch Barcelonas Trainer. So stand neben den verletzen Pedri und Ousmane Dembélé auch der gelbgesperrte Gavi nicht zur Verfügung. Neben dem Mittelfeld-Juwel standen Eric García, Ferran Torres, Ansu Fati nicht in der Starfelf. Das Quartett, das beim 2:0-Sieg gegen Cádiz starten durfte, wurde von Ronald Araújo, Franck Kessié, Raphinha sowie Kapitän Sergio Busquets ersetzt.
Nach dem 2:2 im Hinspiel sollte sich alles im Old Trafford entscheiden und so traten die Teams auch auf. Ohne ein Abtasten ging es sofort unterhaltsam los, wobei die Red Devils deutlich mehr Gefahr ausstrahlten. So hätte Bruno Fernandes nach wenigen Minuten das 1:0 erzielen können, scheiterte aus wenigen Metern jedoch an Marc-André ter Stegen (3.).
Einzig in puncto Ballbesitz waren die Katalanen überlegen, durften sich aber über den einzigen Treffer des ersten Durchgangs freuen. Schiedsrichter Clément Turpin entschied nach einem leichten Kontakt zwischen Bruno Fernandes und Alejandro Balde auf Elfmeter für die Gäste. Robert Lewandowski übernahm die Verantwortung und verwandelte ins rechte obere Eck - David de Gea ahnte die richtige Seite, konnte den Einschlag aber nicht verhindern (18.).
Die Xavi-Auswahl legte im Laufe des Spiels zu, doch United blieb das bessere Team. Das hätte noch vor dem Halbzeitpfiff irrelevant werden - De Geas Fehlpass vor Sergi Robertos Füße blieb jedoch dank Lisandro Martínez ungestraft (45.). Es sollten vorerst nicht mehr viele Chancen für die Katalanen folgen, denn zur Pause stellte Erik ten Hag das System um und wechselte zudem Antony für den blassen Wout Weghorst ein (46.).
Beides erwies sich als Volltreffer. Barcelona war mit dem hohen Tempo auf den Flügeln sichtlich überfordert und so dauerte es nicht lange bis zum Ausgleich. Fernandes spielte die Kugel an der Strafraumgrenze entlang zu Fred, für den sich dort die Lücke öffnete und der Brasilianer aus knapp 15 Metern mit ein bisschen Glück unten ins rechte Eck traf (47.).
Bis auf einen Kopfballversuch von Jules Koundé (64.) wirbelten in erster Linie die Hausherren im Old Trafford. Nach zwei abgeblockten Schüssen von Garnacho und Fred landete die Kugel bei Joker Antony. Rechts im Strafraum zog der 22-Jährige ab und versenkte den Ball präzise mit der Innenseite ins lange untere Eck (73.).
Zwar hatte Robert Lewandowski in der Nachspielzeit auf dem Fuß, aber Raphaël Varane klärte kurz vor der Linie (90.+4). Insgesamt blieb es beim verdienten 2:1 für Manchester United, das folglich ins Achtelfinale einzog. Die Red Devils waren zielstrebiger und retteten die Führung mit Kampf und Erfahrung über die Zeit.
Die Stimmen:
Erik ten Hag (Trainer Manchester United): "Es war ein brillanter Sieg. Barcelona führt mit acht Punkten Vorsprung auf Real Madrid. Wir haben sie diese Woche spielen sehen. Es war eine großartige Leistung, ich bin sehr glücklich. Das wird eine echte Motivation für die Saison sein."
Fred (Manchester United): "In der ersten Halbzeit haben wir nicht unser Spiel gemacht. In der zweiten waren wir viel besser, wie haben sehr gut angefangen und schnell getroffen."
Der Tweet zum Spiel:
Dieser Tweet steht sinnbildlich für das Auftreten der Engländer. Casemiro selbst lieferte außerdem wieder eine starke Leistung ab.
Das fiel auf: Kessié sticht heraus
Der Neuzugang von AC Mailand ist noch keine Stammkraft beim FC Barcelona, zeigte aber besonders im ersten Durchgang, welche Qualitäten er zu bieten hat. Franck Kessié war ein Mittelfeld-Motor, zeigte viel Einsatz und war stets mitten im Geschehen. Darüber hinaus war der 26-Jährige auch in der Offensive bemüht und sorgte dafür, dass auf dem linken Flügel mit Balde und Roberto mehr los war. Zwar fehlte bei den Katalanen oft der richtige letzte Pass, aber davor war meist der 26-Jährige beteiligt. Wenig überraschend blieb der Mann aus der Elfenbeinküste bis zum Schlusspfiff auf dem Feld, während zum Beispiel ein glückloser Raphinha in der 75. Minute gehen musste.
Die Statistik: 18
Jede Serie muss irgendwann reißen. Diesmal hat es den FC Barcelona getroffen. Nach 18 Partien ohne Niederlage gab es bei Manchester United die erste Pflichtspielpleite seit Oktober 2022. Dafür bleiben die Red Devils mit dem neunten ungeschlagenen Spiel auf Kurs.
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Quelle: Perform
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