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Bayer 04 Leverkusen verliert Finale gegen Atalanta Bergamo und muss Triple-Träume abschreiben: "So ist Fußball"
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Update 23/05/2024 um 00:52 GMT+2 Uhr
Finale verloren, Rekordserie gerissen: Bayer 04 Leverkusen hat im Europa-League-Finale gegen Atalanta Bergamo eine herbe Niederlage eingesteckt und muss seine Träume vom ersten Triple der Vereinsgeschichte begraben. Die Werkself kassierte bei der unerwarteten 0:3-Pleite gegen die Italiener erstmals in der laufenden Saison drei Gegentore und kassierte die erste Niederlage seit 51 Pflichtspielen.
Alonso verteidigt Taktik: "Wollen nicht unseren Stil wechseln"
Quelle: Perform
Eigentlich waren sich alle so sicher: Weder Fans noch Beobachter hatten vor dem Finale der Europa League in Dublin ernsthaft an eine Niederlage von Bayer 04 Leverkusen geglaubt.
Der erste Titel im Europacup seit dem Triumph im UEFA Pokal 1988 war zum Greifen nah - schließlich hatte der deutsche Meister in der laufenden Saison noch kein einziges Pflichtspiel verloren. Doch Atalanta Bergamo und ganz besonders Flügelflitzer Ademola Lookman hatten andere Pläne.
Der Ex-Leipziger erzielte beim 3:0-Sieg der "Göttin" alle drei Tore und wurde so zum Totengräber für die Triple-Träume der Werkself, die bereits am Samstag im Endspiel des DFB-Pokals auf den 1. FC Kaiserslautern trifft und dort immerhin das Double fix machen kann.
Nach der Pleite in Dublin zeigten sich Spieler und Verantwortliche des Bundesligisten selbstkritisch. Trainer Xabi Alonso brachte die Partie auf den Punkt: "Heute war es kein gutes Spiel von uns."
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"Müssen ehrlich mit uns sein": Andrich selbstkritisch nach Pleite
Quelle: Perform
Rolfes: Atalanta hat uns "den Schneid abgekauft"
Geschäftsführer Simon Rolfes monierte: "Sie (Atalanta Bergamo, Anm. d. Red.) haben uns in vielen Bereichen den Schneid abgekauft."
Dennoch wollten die Akteure sich nicht zu sehr auf das Negative konzentrieren. Kapitän Jonathan Tah stellte fest: "Wir dürfen uns trotz dieses Spiels nicht zu viel kaputt reden lassen. Es tut extrem weh und wir sind alle enttäuscht. Aber so ist der Fußball, daraus müssen wir lernen."
Der frühere Vereinsboss und heutige Sportdirektor beim DFB, Rudi Völler, lobte sogar die Haltung der Leverkusener im Augenblick der Niederlage: "Simon Rolfes, Xabi Alonso und Fernando Carro haben in toller Zusammenarbeit ein Team geformt, das perfekt zusammenspielt. Ein Team, dass das Verlieren fast verlernt hat und in der Niederlage dennoch ein guter Verlierer war."
Die Stimmen zum Europa-League-Finale zwischen Bayer 04 Leverkusen und Atalanta Bergamo.
Xabi Alonso (Bayer Leverkusen) bei "RTL": "Heute war nicht unser Tag, das müssen wir akzeptieren. Wir müssen Atalanta gratulieren, sie haben verdient gewonnen. Wir konnten nicht unser Spiel machen, sie waren in allem besser. Die Intensität von Atalanta ist immer hoch, wir hatten Probleme in Eins-gegen-Eins-Situationen. Heute war es kein gutes Spiel von uns."
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Xabi Alonso zeigte sich als guter Verlierer
Fotocredit: Getty Images
Simon Rolfes (Bayer 04 Leverkusen) bei "RTL": "Natürlich sind wir enttäuscht, aber Glückwunsch an Bergamo. Sie haben uns in vielen Bereichen den Schneid abgekauft. Wir haben es leider heute nicht hinbekommen, aber so ist der Sport. Lookman hat ein super Spiel, super Tore gemacht. Es ist enttäuschend und tut auch weh, aber man muss anerkennen, dass der Gegner heute besser war. Heute denken wir weniger an Berlin, aber ab morgen gehen die Blicke nach vorne. Die Mannschaft hat eine hervorragende Saison gespielt, und das werden wir auch in Berlin zeigen."
Fernando Carro (Bayer 04 Leverkusen) bei "RTL": "Man muss schon sagen, dass Atalanta verdient gewonnen hat, sie waren einfach besser. Wir haben es halt irgendwie heute nicht geschafft und wenn man klar verliert, muss man das akzeptieren als Sportler. Ich habe immer daran geglaubt, dass wir auch beim 0:2 ein Tor schießen, dass es wieder spannend werden kann. Und dann haben wir leider das 0:3 bekommen und dann war es natürlich schwierig. Am wichtigsten ist es, dass wir den Schalter umlegen und ab morgen auf Berlin gucken."
Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen) bei "RTL": "Trotzdem muss es weitergehen, wir haben noch ein sehr wichtiges Spiel vor uns. Auch wenn es wehtut, den Schmerz müssen wir, glaube ich, zulassen. Sie haben es absolut verdient heute zu gewinnen. Wir haben nicht in unser Spiel reingefunden, sie waren besser in den Zweikämpfen drin und haben uns keine Räume gelassen. Wir dürfen uns trotz dieses Spiels nicht zu viel kaputt reden lassen. Es tut extrem weh und wir sind alle enttäuscht. Aber so ist der Fußball, daraus müssen wir lernen."
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Jonathan Tah musste sich immer wieder des aggressiven Gegenpressings von Atalanta erwehren
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Granit Xhaka (Bayer 04 Leverkusen) bei "RTL": "Die Serie war uns von Anfang an egal. Es geht um das Spiel. So ist Fußball. Dass wir es im Finale nicht hinkriegen, müssen wir akzeptieren. Wir haben am Samstag ein weiteres Finale. Es ist bitter, aber es geht weiter."
Robert Andrich (Bayer 04 Leverkusen) bei "RTL": "Es ist extrem bitter und wir haben uns auf jeden Fall mehr vorgestellt. Aber wir müssen ehrlich zu uns sein, heute war es verdient. Von daher müssen wir erhobenen Hauptes rausgehen und Atalanta gratulieren, weil sie es heute auf jeden Fall mehr verdient haben als wir. Sie haben über den ganzen Platz eins gegen eins gespielt, haben die entscheidenden Duelle gewonnen. Ich denke, wir haben immer wieder Phasen gehabt, wo wir besser im Spiel drin waren, aber so richtige Torchancen sind nicht dabei rausgekommen. Von daher, wenn du drei Tore bekommst und keines schießt, dann verlierst du verdient."
Ademola Lookman (Atalanta Bergamo): "Das ist eine der besten Nächte meines Lebens. Es war eine unglaubliche Leistung der Mannschaft. Wir haben es geschafft - fantastisch. Ich bin einfach nur glücklich, dass wir gewonnen haben. Wir haben heute Abend Geschichte geschrieben."
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Ademola Lookman wurde im Finale mit drei Toren zum entscheidenden Mann
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Bernd Neuendorf (DFB-Präsident): "Es ist sehr schade und äußerst bedauerlich, dass die außergewöhnliche Serie von Bayer Leverkusen ausgerechnet im Finale der Europa League in Dublin gerissen ist. Leverkusen und Trainer Xabi Alonso können dennoch stolz sein auch auf eine großartige internationale Saison. Sie haben den deutschen Fußball überragend präsentiert und ganz Europa mit offensivem, leidenschaftlichem und hochklassigem Fußball begeistert. Bayer Leverkusen hat bereits Geschichte geschrieben. Und am Samstag hat Bayer noch die Chance auf einen weiteren Titel, in Berlin kann die Mannschaft um unsere EM-Fahrer Robert Andrich, Jonathan Tah und Florian Wirtz den DFB-Pokal und damit das Double gewinnen."
Rudi Völler (DFB-Sportdirektor): "Dieses Ergebnis ändert nichts daran, dass Bayer Leverkusen eine große Geschichte geschrieben und Deutschland und Europa beeindruckt hat. Spieler, Trainer und Mannschaft haben Fußball-Deutschland stolz gemacht, mit begeisterndem Fußball, bescheidenem Auftreten und einem besonderen Spirit hat Bayer unglaublich viele Sympathien und Fans gewonnen. Simon Rolfes, Xabi Alonso und Fernando Carro haben in toller Zusammenarbeit ein Team geformt, das perfekt zusammenspielt. Ein Team, dass das Verlieren fast verlernt hat und in der Niederlage dennoch ein guter Verlierer war."
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(mit SID)
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Hradecky nach Final-Pleite enttäuscht: "Ein bitteres Gefühl"
Quelle: Perform
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