Europa League: SC Freiburg will isn Endspiel von Istanbul - Breisgauer müssen Rückstand gegen Sporting Braga umbiegen

Der SC Freiburg will Historisches schaffen und erstmals in ein europäisches Finale einziehen. Die Breisgauer müssen dafür eine 1:2-Hypothek aus dem Hinspiel wettmachen. Ein großer Faktor dafür könnten die Fans im heimischen Europa-Park-Stadion werden. Aber auch sonst strotzen Maximilian Eggestein und Co. nur vor Tatendrang und Selbstbewusstsein, um das Endspiel in Istanbul zu erreichen.

Igor Matanovic und der SC Freiburg haben gegen Braga ein klares Ziel vor Augen

Fotocredit: Getty Images

Alles reinhauen, Rückstand drehen - und weiter Geschichte schreiben: Der SC Freiburg will seine wundersame Reise durch Europa fortsetzen und das Ticket für den Sehnsuchtsort Istanbul buchen.
"Für den ganzen Verein ist es ein historisches Spiel, wir haben eine Riesenchance", sagte Mittelfeldmotor Maximilian Eggestein vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Europa League gegen Sporting Braga. Trotz der Hypothek der 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel ist das Selbstvertrauen enorm. "Wir glauben daran, dass wir es schaffen", sagte Eggestein.
Es wäre die Fortsetzung eines historischen Laufs. Das Finale am 20. Mai am Bosporus wäre die Krönung einer Saison voller Höhen, welche die Mannschaft von Erfolgstrainer Julian Schuster sich wohl nicht einmal selbst zugetraut hätte. Doch der Hunger ist damit noch nicht gestillt. "Wir fiebern dem Spiel entgegen. Wir werden dafür sorgen, dass die Jungs bereit sind", versicherte Schuster.
Die Herangehensweise wolle er trotz Rückstands nicht ändern: "Unsere generelle Ausrichtung ist immer, das Spiel für uns zu entscheiden. Deswegen gibt es da keine Veränderung."

Petersen sieht wichtigen Vorteil

Die ganze Stadt steht vor dem Heimspiel am Donnerstag (21:00 Uhr im Liveticker) hinter dem SC, Zuspruch gab es auch von einer Vereinsikone.
"Sie sind in dieser Saison sehr stabil und hungrig. Vor allem zu Hause können sie noch einmal deutlich mehr Wucht entwickeln. Das ist ein echter Vorteil", sagte Nils Petersen, der jüngst als Freiburger Rekordtorschütze von Vincenzo Grifo abgelöst worden war, bei "Web.de News".
Doch der langjährige Stürmer der Breisgauer mahnte auch. Obwohl das Ergebnis aus dem Hinspiel "noch okay" sei, um es umzudrehen: "Die Art und Weise tat weh. Wenn man so spät verliert, nimmt man viel Frust mit nach Hause."

Schuster fordert Support und Geduld der Fans ein

Der sonst glänzende Torwart Noah Atubolu hatte in der Nachspielzeit einen Ball vor die Füße von Bragas Mario Dorgeles abprallen lassen, der das Spiel und das Momentum auf die portugiesische Seite lenkte.
Für Eggestein war es daher "leider nicht das Hinspiel-Ergebnis, das wir uns gewünscht haben. Das wollen wir jetzt drehen." Sein Trainer setzt dabei auf den Heimvorteil.
"Wir wissen, welche Wucht in unserem Stadion entstehen kann. Die Fans werden mit Sicherheit die zwölfte Frau und der zwölfte Mann sein, die wir benötigen werden. Das wird ein Faktor sein", sagte Schuster. Er forderte dennoch "Disziplin und Geduld" von Fans und Mannschaft.
Mit diesem Rezept soll das Ticket nach Istanbul gebucht werden, dort würde ein englisches Team warten. Nottingham Forest und Aston Villa (Hinspiel: 0:1) ermitteln den anderen Finalteilnehmer. Laut Petersen wäre dann "einiges drin" für seinen Ex-Klub: "In einem Spiel sowieso immer."
(SID)
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Quelle: SID


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