Ohne Cristiano Ronaldo und Zinédine Zidane: Real Madrid startet in eine neue Ära

Neue Zeitrechnung bei Real Madrid: Ohne Cristiano Ronaldo und Zinédine Zidane starten die "Königlichen" in die Saison. Der neue Trainer Julen Lopetegui ist im europäischen Supercup am Mittwoch gegen den Stadtrivalen Atlético Madrid gleich gefordert. Um Vize-Weltmeister Luka Modric muss der neue Trainer auch bangen, der beste Spieler der WM will Real angeblich für Inter Mailand verlassen.

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Julen Lopetegui gibt sich erst gar keinen Träumereien hin. Er nimmt den Druck an, erhöht ihn sogar noch einmal. "Wir haben die Verpflichtung, alles zu gewinnen", sagte der neue Trainer von Real Madrid. Die Mensch gewordene Tormaschine Cristiano Ronaldo ist zwar Geschichte, die Ziele bei den Königlichen sind aber geblieben. Titel. Titel. Titel.

Große Erwartungen an Julen Lopetegui

Und als Nachfolger von Zinedine Zidane soll Lopetegui dafür sorgen, dass Real auch ohne Ronaldo mindestens so erfolgreich ist wie mit ihm. Lopetegui sagte vor dem europäischen Supercup gegen den Stadtrivalen Atletico Madrid in Tallinn:
Es ist Reals erstes Pflichtspiel ohne den Weltfußballer, den es zu Juventus Turin gezogen hat. Und die Zeiten eines Alleinunterhalters sind unter Lopetegui damit auch vorbei: "Wir werden den Teamgedanken stärken."
Die Verantwortlichen sind mit dem Verlust des teuren Superstars bisher erstaunlich gelassen umgegangen. Allerdings wurde ja auch noch keine Partien ausgetragen, in denen der Portugiese hätte vermisst werden können. Toni Kroos ließ allerdings schon durchblicken, dass ein Ronaldo nicht ohne Weiteres zu ersetzen ist.

Toni Kroos sieht große Herausvorderung

"50 Tore pro Saison sind nicht einfach zu übertragen. Cristiano war in den vergangenen Jahren ein wichtiger Baustein in unserem Team und mitentscheidend für unsere Erfolge", sagte der Ex-Weltmeister dem kicker. Dennoch ist Kroos "von unserer Mannschaft absolut überzeugt. Wir werden auch dieses Jahr wieder schwer zu schlagen sein."
Robert Lewandowski, Eden Hazard, Neymar oder Jungstar Kylian Mbappe - viele prominente Namen wurden als Ronaldo-Nachfolger in Madrid gehandelt. Gekommen ist aber niemand. Real agiert ohnehin bisher überraschend zögerlich auf dem Transfermarkt. Dies könnte sich bis Ende August aber noch ändern. Lopetegui sagte über den Kader:
Der 51-Jährige wünscht sich angeblich noch drei Neue: Für Abwehr, Mittelfeld und Angriff. Unter anderem soll für den Sturm Mauro Icardi von Inter Mailand im Gespräch sein. Prominentester Neuzugang bisher ist Torwart Thibaut Courtois, der Belgier kam vom FC Chelsea zurück nach Madrid. Und trifft in Tallinn nun auf seinen Ex-Klub Atletico.

Gareth Bale mit Schlüsselrolle nach Ronaldo-Abgang

Ohne Ronaldo sieht die Sportzeitung Marca nun den "Moment" von Gareth Bale im Angriff gekommen. Seit fünf Jahren stand der Waliser im Schatten von "CR7", nun baut Lopetegui um ihn offenbar die Offensive auf. "Gareth ist engagiert und hat Lust, eine großartige Saison zu spielen. Er trainiert sehr gut - so muss es weitergehen", sagte Lopetegui. Die Verantwortung aber soll aufgeteilt werden, neben Bale und Karim Benzema bekam zuletzt Marco Asensio das Vertrauen in der offensiven Dreierreihe. Und der Supercup soll der Beginn einer neuen Ära werden.
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