Drei Dinge die auffielen: FC Bayern gewinnt Telekom Cup gegen RB Leipzig - neue Hoffnungsträger, neue Sorgen

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Der FC Bayern München hat mit dem 3:1 gegen RB Leipzig die erste Austragung des Telekom Cup in der Allianz Arena gewonnen. Die beiden Neuzugänge Nathaniel Brown und Ismael Saibari bewiesen bei ihrem Heimdebüt ihr Potenzial. Jamal Musiala sorgte erst für Begeisterung, dann für einen Schreck. Und RB Leipzig scheint sich unter dem neuen Trainer Martín Demichelis neu zu erfinden.

Jamal Musiala musste beim Test gegen RB Leipzig ausgewechselt werden

Fotocredit: Getty Images

In der Allianz-Arena ging Bayern durch Luis Díaz (13.) mit 1:0 in Führung. Brajan Gruda (52.) sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich, ehe der deutsche Rekordmeister durch die Treffer von Brown (57.) und Musiala (81.) das Spiel für sich entschied.
"Wir haben das Spiel heute verdient gewonnen und uns gut präsentiert", lobte Manuel Neuer nach der Partie bei "Magenta TV".
Verletzungssorgen überschatteten allerdings die Freude. Konrad Laimer stieß bereits in der 6. Minute mit Gegenspieler David Raum zusammen und wurde gestützt vom Feld gebracht. Später mussten auch noch Minjae Kim und Musiala nach Behandlungen aus dem Spiel genommen werden.
Insbesondere Musiala sorgte für einen Schreckmoment in der Arena, da er ohne Gegnereinwirkung - möglicherweise aufgrund der Hitze - umkippte.
Drei Dinge, die beim Telekom Cup zwischen Bayern und Leipzig auffielen:

1. Neuzugänge Brown und Saibari sind in München angekommen

Rund 100 Millionen Euro zahlte der FC Bayern in der Sommerpause, um Nathaniel Brown und Ismael Saibari zu verpflichten. Bei ihrem Heimspiel-Debüt war erkennbar, dass beide das Potenzial als neue Hoffnungsträger haben.
Ausgerechnet in einer Phase, als Leipzig das Spiel dominierte, sorgte Brown für den erneuten Führungstreffer zum 2:1. Der Linksverteidiger suchte den Weg in die Tiefe und wurde von Aleksandar Pavlović mit einem exakten Zuspiel in den Lauf bedient. Im Stil eines Stürmers nutzte der 23-Jährige die Gelegenheit.
Während Brown in der Startelf stand, kam Saibari in der 68. Minute ins Spiel. Der Marokkaner brauchte nicht viel Zeit, um mit seinen technischen Finessen für Aufsehen zu sorgen. Besonders stark war die Vorarbeit zum 3:1: Er setzte sich auf engem Raum gegen zwei Gegenspieler durch, ehe er den Ball für Musiala vorlegte.
Pavlović lobte die beiden Neuzugänge: "Das sind beides super Fußballer und super Menschen. Beide haben gezeigt, was sie draufhaben. Nene mit dem Tor, Ismael mit der Vorlage. Es macht Spaß, mit ihnen zu spielen."

2. Demichelis erfindet RB Leipzig neu

Demichelis fühlte sich an der alten Wirkungsstätte offenbar wohl. Vor Spielbeginn schnackte er mit FCB-Trainer Vincent Kompany (ehemaliger Mitspieler von Manchester City), später gab er einigen Bayern-Fans sogar Autogramme. Der frühere Defensivspieler spielte von 2003 bis 2010 für den deutschen Rekordmeister, später war er Jugendtrainer und Trainer der 2. Mannschaft.
Die Spielphilosophie des FC Bayern trägt er in sich. Der Argentinier stellte bereits in der Saisonvorbereitung klar, nicht nur auf das RB-typische Pressing und Umschaltspiel zu setzen. Wie Demichelis es bei Bayern gelernt hat, fordert er auch Ballbesitzphasen. Mehr noch: Seine Mannschaft soll es genießen, den Gegner müde zu spielen.
Auch wenn dies gegen eine Weltklasse-Mannschaft wie Bayern schwer umsetzbar ist, war die Spielidee von Demichelis erkennbar. Immer wieder hatte RB dominante Spielphasen. Chancen kamen unter anderem durch Flanken und einem schnellen Passspiel zustande. Besonders stark: Johan Bakayoko kam in der Halbzeit in die Partie und hatte in den ersten sechs Minuten gleich drei (!) Top-Chancen, einmal scheiterte er am Pfosten, zweimal an Neuer.
Der Ausgleich zum 1:1 durch Brajan Gruda infolge einer Flanke war überfällig. Wichtig: Das typische hohe Pressing wurde nicht aufgegeben. Sie spielen einfach variabler. Speziell zu Beginn der 2. Halbzeit stellte Leipzig den FC Bayern mit dem hohen Anlaufen vor Probleme.
Demichelis war trotz der Niederlage positiv gestimmt: ”Ich bin sehr zufrieden, weil wir auch gute Phasen hatten. Viele von unseren Prinzipien waren zu sehen. Wir wollen Tore schießen, wir wollen nach vorne spielen und gleichzeitig von hinten heraus sauber sein.”

3. Jamal Musiala macht Sorgen und Hoffnung

Musiala hat bei den Fans des FC Bayern einen besonderen Stellenwert. Es gab bereits ersten Jubel, als er sich in der 1. Halbzeit warmmachte. Die Allianz Arena explodierte regelrecht vor Freude, als er später das 3:1 erzielte. Nachdem er den Ball von Saibari zugesteckt bekam, schloss er aus rund 16 Metern direkt ab und traf ins Netz.
Doch die Freude währte nicht lange. Keine fünf Minuten später lag der Offensivspieler plötzlich auf dem Boden. Der Schock wurde noch größer, als Sanitäter mit Trage auf den Platz liefen. Sorgen vor einem erneuten Rückschlag des verletzungsgeplagten Musiala waren spürbar. Vincent Kompany war sichtlich besorgt.
Immerhin: Musiala konnte alleine vom Platz gehen. Kurz nach dem Spiel gaben mehrere Medien übereinstimmend leichte Entwarnung. Aufgrund der Hitze habe der 23-Jährige einen Schwächeanfall erlitten.
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Kompany über Boey: "Wir suchen nach einer Lösung"

Quelle: Perform


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