DFB-Teamcheck: Kimmich, Hummels, Boateng - welche Defensivspieler fahren zur WM 2018 in Russland?

Der Kampf um die WM-Kaderplätze für Russland 2018 geht in die finale Runde. Besonders für die Problemposition Außenverteidiger sucht Bundestrainer Joachim Löw nach Alternativen. Erstmals beorderte er Marcel Halstenberg ins DFB-Team, Mats Hummels, Jérôme Boateng und Joshua Kimmich sind gesetzt. Welcher Verteidiger darf noch auf ein WM-Ticket hoffen? Eurosport.de macht den Defensivcheck.

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Während Joshua Kimmich rechts außen zuletzt überragend spielte, wird die linke Verteidiger-Position im DFB-Team nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Jonas Hector zum großen Fragezeichen.
Kölns Jonas Hector zog sich im September einen Syndesmoseriss zu und fällt für unbestimmte Zeit aus. Davon könnte vor allem Marvin Plattenhardt von Hertha BSC profitieren, den Bundestrainer Joachim Löw wieder für die kommenden Testspiele gegen England (10. November) und Frankreich (14. November) nominierte.

Halstenberg erstmals im DFB-Aufgebot

"Platte", wie der gebürtige Schwabe genannt wird, debütierte im Juni 2017 gegen Dänemark. Er bestritt bisher vier Spiele für die Nationalmannschaft. "Marvin Plattenhardt hat eine Alternative geschaffen", sagte Löw nach der souveränen Leistung des 25-Jährigen im Confed-Cup-Finale.
Erstmals steht nun auch Marcel Halstenberg im Kader. "Marcel hat in seinem Verein konstant gute Leistungen gebracht und bei seinen Auftritten in der Champions League unter Beweis gestellt, dass er auf internationalem Niveau mithalten kann", sagte Löw.
Der RB-Leipzig-Profi kann Plattenhardt die Linksverteidiger-Rolle noch streitig machen, denn internationale Erfahrung ist dem DFB-Coach wichtig:
Kimmich, der von Löw jüngst als eines der "allergrößten Talente" bezeichnet wurde, ist für die WM 2018 ein Fixstarter. Aber was, wenn der Bayern-Star ausfällt?

Kein adäquater Kimmich-Ersatz

Sollte sich Kimmich verletzten, könnte etwa Antonio Rüdiger nach außen rücken. Sonst sind da nur junge, unerfahrene Spieler wie Benjamin Henrichs oder möglicherweise auch Lukas Klostermann, die Löw unter Umständen zur WM mitnehmen könnte.
Besser bestückt ist die Innenverteidigung: Jérôme Boateng, der nach langer Verletzungspause wieder zurückkehrte, wird genauso sicher in Russland dabei sein wie sein Bayern-Kollege Mats Hummels. Die beiden Weltmeister sind ein eingespieltes Team, reich an Erfahrung, sicher im Spielaufbau und kopfballstark.
Fraglich ist, ob Arsenals Shkodran Mustafi in der DFB-Abwehr steht. Dieser zog sich im WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan (5:1) eine Oberschenkelverletzung zu und wird wahrscheinlich längere Zeit pausieren müssen.
Aus diesem Grund ist Chelseas Rüdiger im Aufgebot so gut wie gesetzt. Auch Niklas Süle vom FC Bayern und Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach haben gute Chancen auf ein WM-Ticket.
Interessant auch, dass sich in der Abwehrreihe des DFB-Teams die wenigsten Legionäre befinden: Lediglich Rüdiger, Mustafi und Benedikt Höwedes (Juventus) sind im Ausland tätig.
Der Eurosport-Check: Die Defensive der Nationalmannschaft ist nach Verletzungen von Hector, Mustafi und Henrichs eine der größten Baustellen. Mit Hummels, Boateng, Rüdiger und Kimmich darf man sicher für den WM-Kader rechnen. Plattenhardt, Ginter und Süle können sich in den Tests gegen England und Frankreich beweisen. Die Entscheidung, wen Löw als Alternative für die Außenposten nominiert, scheint eine schwierige zu werden...
WM-Chance Boateng: 100 ProzentWM-Chance Hummels: 100 ProzentWM-Chance Kimmich: 100 ProzentWM-Chance Rüdiger: 80 ProzentWM-Chance Süle: 80 ProzentWM-Chance Plattenhardt: 60 ProzentWM-Chance Ginter: 60 ProzentWM-Chance Höwedes: 60 ProzentWM-Chance Henrichs: 30 ProzentWM-Chance Halstenberg: 20 Prozent
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