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Emre Can lehnte Einladung von Recep Tayyip Erdoğan ab
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Publiziert 15/05/2018 um 13:38 GMT+2 Uhr
Mesut Özil und Ilkay Gündoğan haben sich am Sonntag mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan bei dessen dreitätigen Besuch in London getroffen und ihm Trikots ihrer Vereine FC Arsenal beziehungsweise Manchester City überreicht. Für diese Aktion wurden sie im Anschluss scharf kirtisiert. Ihr Teamkollege Emre Can entschied sich gegen die Einladung des türkischen Präsidenten.
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Auf Gündoğans Trikot mit der Nummer acht stand: "Mit großem Respekt für meinen Präsidenten." Für diese Aktion wurden die beiden deutschen Nationalspieler scharf kritisiert.
Durch die Bilder, die sich in den sozialen Medien sofort verbreiteten, hätten die beiden Fußballprofis Wahlkampf für den umstrittenen Präsidenten gemacht, so der Tenor. Erdoğan schränkt in der Türkei unter anderem die Meinungsfreiheit ein und lässt Journalisten verhaften.
Can lehnte Einladung von Erdoğan ab
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Dass es auch anders geht, bewies Emre Can. Can ist ebenfalls deutscher Nationalspieler mit türkischen Wurzeln und spielt auch in der Premier League beim FC Liverpool. Er besuchte aber die Veranstaltung in London nicht.
Nach Informationen der "Welt" hatte der 24-Jährige auch eine Einladung erhalten, entschied sich aber dafür, sie nicht wahrzunehmen.
Grindel plädiert für fairen Umgang
Gündoğan versuchte derweil das umstrittene Treffen zu erklären und schrieb in einer Erklärung: "Sollten wir uns gegenüber dem Präsidenten des Heimatlandes unserer Familien unhöflich verhalten? Bei aller berechtigten Kritik haben wir uns aus Respekt vor dem Amt des Präsidenten und unseren türkischen Wurzeln - auch als deutsche Staatsbürger - für die Geste der Höflichkeit entschieden."
DFB-Präsident Reinhard Grindel rief nach zunächst deutlicher Kritik an Özil und Ilkay Gündoğan für die Zukunft zu einem fairen Umgang mit den beiden Nationalspielern auf. Die Mittelfeldstars hatten am Sonntag in London den umstrittenen türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan getroffen.
"Menschen können Fehler machen. Wir müssen das Maß wahren", sagte Grindel am Dienstag im Dortmunder Fußball-Museum und ergänzte, viele Kritiker hätten über das Ziel hinausgeschossen.
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