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Alexandra Popp rechnet nicht mit Equal Pay - DFB-Kapitänin übt Kritik an möglichem Sponsoring durch Saudi-Arabien
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Publiziert 15/02/2023 um 15:22 GMT+1 Uhr
Alexandra Popp strebt als Kapitänin des Fußball-Nationalteams in den Verhandlungen um WM-Prämien nicht nach den viel höheren Summen der männlichen Kollegen. "Wir reden hier nicht von Equal Pay, da sind wir jetzt erst mal noch echt weit von entfernt. Von daher wird das mit Sicherheit auch kein Thema sein", sagte die 31-Jährige am Mittwoch zum Start des Trainingslagers in Marbella.
Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg
Fotocredit: Getty Images
Konkrete Zahlen zur Zielsetzung wollte Popp nicht nennen, sie sei aber "guter Dinge, dass wir da in offene Verhandlungen gehen, um das Bestmögliche rauszuholen für beide Parteien", versicherte die 124-malige Nationalspielerin, die mit dem DFB-Team nach Platz zwei bei der EM im Vorjahr bei der diesjährigen WM in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August) den Titel ins Visier nimmt.
Die Turnierprämien im vergangenen Jahr lagen extrem weit auseinander: Für den WM-Titel in Katar hätten Manuel Neuer und Co. je 400.000 Euro vom DFB erhalten, für einen EM-Triumph der Frauen 2022 in England hätte der Verband 60.000 Euro pro Spielerin ausbezahlt.
Bis Sonntag trainieren die Vize-Europameisterinnen in Andalusien, am Dienstag (18:15 Uhr) steht das erste Länderspiel gegen Schweden in Duisburg an.
Es gehe nun darum, an "kleinen Stellschrauben zu arbeiten, noch besser zu werden, damit wir für die WM hervorragend vorbereitet sind, um im Optimalfall den Titel zu gewinnen".
Popp übt Kritik an möglichem Saudi-Arabien-Sponsoring
Einem möglichen Sponsoring der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen durch Saudi-Arabien steht Popp kritisch gegenüber.
"Es ist kein optimaler Sponsor für eine Frauen-Weltmeisterschaft und für das, was wir Frauen auch so stehen", betonte die Kapitänin des Nationalteams während einer Medienrunde am Mittwoch zum Start des Trainingslagers in Marbella.
Anfang Februar hatten Medienberichte entsprechende Pläne des Weltverbandes FIFA mit dem Touristboard "Visit Saudi" für die Endrunde in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August) öffentlich gemacht. Eine offizielle Bestätigung einer solchen Partnerschaft steht bislang aus.
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Popp spricht sich gegen ein Saudi-Sponsoring aus
Fotocredit: SID
Die Co-WM-Gastgeber hatten sich dennoch "geschockt und enttäuscht" gezeigt, über derlei Planungen "nicht informiert worden zu sein". Wegen stark eingeschränkter Frauenrechte steht der Golfstaat international am Pranger, auch Amnesty International warnte bereits vor "Sportswashing".
Popp zeigte sich nun gespannt, "was da am Ende rauskommt. Mehr als unseren Senf dazugeben, dass wir es nicht gerade gutheißen, können wir leider nicht - was uns aber nicht davon abhalten wird, den Fokus auf den Fußball zu setzen".
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(SID)
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