Bayern-Spielerin Lena Oberdorf berichtet von Spannern und KI-Videos: "KI ist schlimm und sieht sehr echt aus"

Lena Oberdorf hat eine harte Zeit hinter sich. Kurz vor den Olympischen Spielen riss sich die Nationalspielerin das Kreuzband, bei ihrem neuen Verein Bayern München beschäftigt sich die Mittelfeldspielerin bisher ausschließlich mit dem Comeback. In ihrem Podcast "Popcorn und Panenka" hat die 23-Jährige nun aber über ein gänzlich anderes Problem gesprochen - es geht um Spanner und KI-Videos.

Lena Oberdorf hat von Erfahrungen mit Spannern und KI-Videos erzählt.

Fotocredit: Getty Images

Das Podcast-Gespräch zwischen Oberdorf und Moderatorin Rena Schwabl begann harmlos, nahm dann aber relativ schnell Fahrt auf.
"Warum bleibt man im Frauenfußball nicht so lange liegen wie im Männerfußball?", fragte Schwabl die Profi-Fußballerin vom FC Bayern München. Oberdorf hatte eine überraschende Antwort parat.
"Weil dann ganz viele Leute ranzoomen, wenn man liegt", sagte die 23-Jährige und schob direkt ein Beispiel hinterher: "Ich hatte mal ein Video, da saß in Wolfsburg ein Typ auf der Tribüne, der mit seinem Handy rangezoomt hat, als sich die Girls gedehnt haben."
Das Wissen darüber, dass diese Videos gemacht werden, hat Oberdorf durchaus auch auf dem Platz im Kopf. "Ich denke mir manchmal, wenn ich auf dem Boden liege: Das ist eine unvorteilhafte Position", sagte die 51-fache Nationalspielerin, gab für diese spezifische Aussage aber kurz darauf Entwarnung: "Nein, ich erzähle nur Müll. Wir liegen nicht so viel auf dem Boden, weil wir weiterspielen wollen."

KI-Videos überschreiten Grenzen

Trotzdem haben ihre Aussagen einen ernsten Kern, denn ähnliche Fälle seien bei ihr in der Vergangenheit "ein Thema geworden".
"Wenn ich nach dem Spiel auf Tiktok gehe, dann sehe ich hundert Edits. Wenn ich mein Shirt hoch mache, um mir Schweiß abzuwischen, entstehen daraus fünf Edits mit sexy Musik unterlegt. Da denke ich mir: 'Puh, weiß ich nicht'", berichtete Oberdorf.
Noch extremer wird es laut der Nationalspielerin, wenn künstliche Intelligenz (KI) im Spiel ist. So sei in der Vergangenheit ein Video aufgetaucht, in dem sie ihre ehemalige Mitspielerin Jule Brand küsst.
Ich hatte ein KI-Video auf meiner Seite, in dem ich Jule küsse. In fiktiven Stories wird man zum Objekt. Da ziehe ich Jule zurück und mache mit ihr rum", erzählte Oberdorf.
Wie unangenehm der 23-Jährigen diese Auswüchse tatsächlich sind, machte sie zum Abschluss mit einem deutlichen Appell klar: "Es reicht! KI ist schlimm und sieht sehr echt aus. Bitte hört damit auf."
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Quelle: Perform


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