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EM-Finale - Pressestimmen zum England-Sieg über Deutschland: "Sogar mit VAR werden wir betrogen"
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Publiziert 31/07/2022 um 22:58 GMT+2 Uhr
Erstmals seit 1966 gewinnt eine englische Fußballmannschaft ein großes Turnier. Die Medien auf der Insel überschlugen sich nach dem 2:1 der Lionesses über Deutschland vor Jubelarien für die entscheidende Torschützin Chloe Kelly, während die hiesige Presse teilweise mit einem verwehrten Handelfmeter hadert - und gar einen Betrug wittert. Die internationalen Pressestimmen zum EM-Finale.
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Quelle: Perform
Die deutsche Nationalmannschaft musste im EM-Finale gegen Gastgeber England im Wembley-Stadion eine bittere Niederlage hinnehmen. Nach der Verlängerung hieß es aus Sicht des DFB-Teams 1:2, das Ende des Traums vom Titel.
Mit dem Triumph über die Rekord-Europameisterinnen beendeten die Engländerinnen eine insgesamt 56 Jahre andauernde Durststrecke.
Erstmals seit 1966, als die Three Lions ebenfalls in Wembley gegen Deutschland Weltmeister wurden, gewann eine Nationalmannschaft von der Insel ein großes Turnier.
Im Anschluss überschlug sich die englische Presse vor Lobeshymnen, in Deutschland haderte einzelne Medien hingegen mit einem verwehrten Handelfmeter - die "Bild-Zeitung" witterte sogar einen Betrug - und zog Parallelen zum legendären Wembley-Tor von Geoff Hurst.
Die internationalen Pressestimmen:
Bild-Zeitung: "Wieder Wembley! Klarer Handelfmeter verweigert! Wir weinen mit Euch! Sogar mit VAR werden wir betrogen. Deutschland weint mit unseren Fußball-Frauen – und ärgert sich über den neuen Wembley-Betrug!"
Kicker: "Schock in der Verlängerung: DFB-Frauen verlieren ohne Popp EM-Finale gegen England – Der ganz große Wurf blieb den DFB-Frauen verwehrt. Ohne die verletzte Kapitänin Alexandra Popp verloren sie das EM-Finale in der Verlängerung mit 1:2. Für die Lionesses ist es der erste EM-Titel."
Spiegel: "England feiert historischen Sieg in Wembley – In einem langen EM-Finale hat die DFB-Elf mit 1:2 das Nachsehen: Die Engländerinnen erkämpfen sich vor heimischer Kulisse den Sieg in der Verlängerung. Den entscheidenden Treffer erzielt Chloe Kelly."
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Quelle: Perform
Süddeutsche: "Schock in der 110. Minute - Im tosenden Wembley-Stadion muss die deutsche Auswahl den kurzfristigen Ausfall von Kapitänin Popp verkraften und unterliegt England in der Verlängerung. Das Finale ist geprägt von Zweikämpfen - und mindestens einer strittigen Elfmeterszene."
Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Nach dem Drama fließen die Tränen - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen verliert das EM-Finale in London gegen England auf dramatische Weise in der Verlängerung. Das Team überzeugt – aber Kapitänin Alexandra Popp fehlt."
Spox: "'Tut gerade einfach schweineweh': England ringt Deutschland im EM-Finale nieder - Ohne ihre Anführerin Alexandra Popp haben die DFB-Frauen den ersehnten neunten EM-Titel nach einem Kampf auf Biegen und Brechen knapp verpasst. Der Rekordeuropameister verlor das Finale von Wembley 1:2 (1:1, 0:0) nach Verlängerung gegen Gastgeber England und kassierte damit seine erste EURO-Endspielniederlage."
ENGLAND
The Sun: "It's come home! Super-Jocker Kelly trifft entscheidend in der Verlängerung, Lionesses bringen den Fußball mit einem 2:1 gegen Deutschland nach Hause. Es war das schäbigste aller Siegestore, aber das interessiert niemanden. Die eingewechselte Chloe Kelly erzielte in der 110. Minute der Verlängerung den entscheidenden Treffer für Englands Löwinnen, die damit Geschichte schrieben und im ausverkauften Wembley-Stadion ihre erste Europameisterschaft der Frauen gewannen."
Mirror: "It's home! England schlägt Deutschland 2:1 und beendet 56 Jahre Schmerz. Ella Toones fulminanter Führungstreffer für die Löwinnen in der zweiten Halbzeit wurde von Lina Magull ausgeglichen, bevor Chloe Kelly den Siegtreffer in Wembley erzielte."
The Independent: "History! Lionesses werden Europameisterinnen, nachdem England Deutschland in einer dramatischen Verlängerung 2:1 bezwang"
The Express: "Wembley dreht frei: Lionesses gewinnen EM-Finale 2:1 gegen Deutschland: Die Löwinnen haben es geschafft, was für ein Moment für uns alle. Unser Land war in der Flaute; die Pandemie hat uns niedergeschlagen; wir haben eine anhaltende Lebenshaltungskostenkrise. Aber gestern lieferte die englische Frauenfußball-Mannschaft die perfekte Stärkung. (...) Die Löwinnen haben im Wembley-Stadion die Geschichte des englischen Fußballs neu geschrieben. All die Jahre des Schmerzes sind vorbei. Der Fußball ist endlich nach Hause gekommen. Und wer weiß, vielleicht inspiriert der Triumph der Löwinnen sogar die englische Mannschaft von Southgate bei der Weltmeisterschaft in Katar im November."
The Guardian: "England krönt sich zum Champion, nachdem Kelly Deutschland in der Verlängerung versank. Als Englands Männer das letzte Mal einen großen Pokal gewannen, die WM 1966, war es Frauen untersagt, in irgendeiner Form wettbewerbsmäßigen Fußball zu spielen. Jetzt, gegen denselben Gegner im selben Stadion, ist der englische Fußball – der gesamte, nicht nur die Hälfte - auf die oberste Stufe des Podiums aufgestiegen."
The Times: "Sie bringen es nach Hause. England schreibt Geschichte: Lionesses schlagen Deutschland – und gewinnen die EM."
Daily Mail: "Es war kein Traum... Wir haben Deutschland in einem Finale geschlagen. Für die Nation, die das Spiel erfunden hat, ist das Endspiel der Frauen-EM der größte sportliche Triumph im Leben der meisten, die das Glück hatten, dabei zu sein. Das war wirklich inspirierend – und zwar für alle Altersgruppen und beide Geschlechter. Die Löwinnen haben die Titanen des Frauenfußballs besiegt."
Daily Star: "Es ist alles vorbei ...WOW! Und begeisterte Fans im ganzen Land versenkten 10 Millionen Pints, als sie auf den Triumph anstießen – was der Wirtschaft innerhalb von nur 24 Stunden einen dringend benötigten 40-Millionen-Pfund-Schub verlieh."
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Party-Alarm auf PK: England feiert "Football's coming home!"
Quelle: Perform
ÖSTERREICH
Kronen Zeitung: "Europameister! England feiert heißes Sommermärchen: Englands Frauen-Fußball-Nationalteam hat die titellose Zeit am Sonntag endlich beendet. Die Gastgeberinnen behielten im Finale im Londoner Wembley Stadium gegen Rekordchampion Deutschland knapp mit 2:1 nach Verlängerung die Oberhand und krönten sich damit zum ersten Mal zum Europameister."
Der Standard: "England nach Sieg gegen Deutschland erstmals Europameister - Das Sommermärchen ist perfekt: 2:1-Erfolg der Lionesses vor finaler Rekordkulisse im Wembley. Nach Toren von Toone bzw. Magull gelang der Engländerin Kelly in der Verlängerung der entscheidende Treffer."
Kleine Zeitung: "England jubelt nach Sieg gegen Deutschland über den ersten Titel seit 1966. Die Frauen-EM 2022 wird als Rekordturnier in die Geschichte eingehen. England holte sich den Titel im eigenen Land dank eines 2:1-Finalsieges über Deutschland."
SCHWEIZ
Blick: "Deutsche wittern nach Final-Niederlage Betrug – Engländerinnen holen ersten EM-Titel"
Neue Zürcher Zeitung: "Den Engländerinnen gelingt, was dem Männerteam in zehn Anläufen verwehrt geblieben ist – sie werden Europameisterinnen"
SPANIEN
AS: "England hat eine neue Königin. Chloe Kelly entscheidet das beste Frauen EM-Finale aller Zeiten. Die Frauenfußball-Party hatte das glücklichere Ende für den Gastgeber. Wenn Deutschland gewonnen hätte, hätte sich auch keiner beschweren können."
Marca: "England startet mit Stil - Kellys Tor in der Verlängerung bescherte England die erste Europameisterschaft gegen eine deutsche Mannschaft, die alle acht bisherigen Endspiele gewonnen hatte. Es war ihre Europameisterschaft und sie durften nicht versagen. England wollte ein Debüt feiern, und das taten sie mit Bravour. In einem ausverkauften Wembley-Stadion und gegen eine deutsche Mannschaft, die noch nie erlebt hatte, wie es ist, ein Finale zu verlieren. Deutschland war in der Verlängerung die bessere Mannschaft, das Tor von Kelly war ein Schlag auf Deutschlands Genick."
Mundo Deportivo: "England schlägt Deutschland in der Verlängerung – und krönt sich zum Europameister. England gewann die erste Frauen-Europameisterschaft seiner Geschichte, indem es den achtmaligen Europameister Deutschland besiegte, das bisher im Finale ungeschlagen war."
Sport: "Schon wieder Wembley. Schon wieder eine Verlängerung. Die Tränen waren allerdings in diesem Fall süß. England holt zum ersten Mal den EM-Titel in einem Spiel, bei dem es hin-und herging. Es stimmt, jetzt ja, der Fußball 'it's coming home'".
FRANKREICH
L'Equipe: "Die erste Krönung für England. Wie die Männer 1966 haben die Frauen auf den Heimvorteil gewartet, um in einem ausverkauften Wembley-Stadion ihre erste große Trophäe zu gewinnen. Die Spielerinnen von Sarina Wiegmann haben die Verlängerung abgewartet, um sich aus der deutschen Falle zu befreien."
Ouest France: "Und am Ende gewinnen die Engländerinnen! Nach einem taktisch geführten Finale haben die Engländerinnen ihre erste Trophäe im Fußball gewonnen. Und das war der Höhepunkt in einem spektakulären Wettbewerb, der in den letzten Jahren seine Fortschritte bewiesen hat."
Le Parisien: "Die Engländerinnen schreiben Geschichte und kehren nach 56 Jahren des Herumstocherns ins internationale Rampenlicht zurück. Im Tempel von Wembley haben die Löwinnen ihre Chance gegen die deutschen Nimmersatten genutzt. Die Spielerinnen von Sarina Wiegman haben das Dach Europas erklommen, und das durchaus zu Recht."
Le Monde: "Am Ende haben die Löwinnen das ausgeglichene Spiel für sich entschieden. Im Vergleich zum Wembley-Tor von Geoff Hurst 1966 gab es allerdings am Treffer von Chloe Kelly nichts zu deuteln. Alexandra Popp hat den Deutschen sehr gefehlt, Lea Schüller konnte sie nie ersetzen."
Le Figaro: "Nach einem körperbetonten Endspiel haben die Engländerinnen ihren ersten internationalen Titel gewonnen. Der Verlust von Alexandra Popp kurz vor dem Anpfiff war sehr hart zu verdauen, was die zögerliche Anfangsphase des achtmaligen Europameisters vielleicht erklären kann."
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Huth enttäuscht: "Haben uns leider nicht belohnt"
Quelle: Perform
Le Courrier de l'Ouest: "Das Endspiel hat alle Versprechen gehalten. Rhythmus, Engagement, Spannung, harte Zweikämpfe. Nach 56 Jahren wurde ein englischer Traum zur Wirklichkeit. Und 87.192 Zuschauer bei einem EM-Finale bedeuten einen Rekord für diesen Wettbewerb - Frauen und Männer gemischt. Dieses Finale hat alle Erwartungen erfüllt, auch wenn die Tornetze erst nach der Halbzeit wackelten."
ITALIEN
Gazzetta dello Sport: "Königinnen Europas: Englands Frauen schreiben Geschichte. Der zweite Platz Deutschlands, das zu Beginn des Turniers nicht als Favorit galt, ist ein Platz von Gewicht, weil er einer sehr jungen Mannschaft zu verdanken ist, die bereits bei der WM im kommenden Jahr siegen könnte. Die Engländerinnen haben die einzige defensive Lücke Deutschlands in der ganzen EM für ihren Sieg ausgenutzt."
Corriere dello Sport: "Tore und Show: Europa verneigt sich vor Kelly. Das Rennen der Löwin begeistert England. Die Engländerinnen und die Deutschen kümmern sich um nichts, sie denken nur daran, Fußball zu spielen und ihr Match begeistert die fast 90.000 Zuschauer. Wunderbares Fest in Trafalgar Square, während Deutschland für einen nicht gewährten Elfmeter protestiert."
Tuttosport: "Wembleys Löwinnen bescheren England die Krone, die sie bei der Männer-EM im vergangenen Jahr verfehlt hatten. Deutschland leidet sehr in der ersten Halbzeit. Die Trainerin korrigiert die Formation und in der zweiten Halbzeit ist Deutschland wirklich gefährlich."
Corriere della Sera: "Ein Jahr nach dem Sieg Italiens gegen England, rücken die englischen Löwinnen um Chloe Kelly zu den neuen Königinnen Europas auf. England-Deutschland ist auch im Frauenfußball ein Klassiker, der sich zu Beginn der Verlängerung entscheidet. Bis dahin herrscht große Ausgewogenheit zwischen den beiden Teams, doch England glänzt mit einer Reihe von Spielerinnen, die den Weg zu Tor finden und aus England die stärkste Mannschaft Europas machen."
La Repubblica: "Löwinnen auf dem Thron: Sie bescheren England, das sich nach Erfolgen sehnt, eine Trophäe, auf die das Land seit 56 Jahren gewartet hatte. England siegt mit Fußball, Liebe und Fantasie, alles was echter Sport bedeutet."
NIEDERLANDE
NRC: "Die Fußball-EM war schön, aber es gibt noch einen langen Weg zurückzulegen. Das ändert nichts daran, dass das Turnier auf englischem Boden in sportlicher, kommerzieller und werbewirksamer Hinsicht ein Erfolg war. Diese Sportart wird sich in Europa in einem hohen Tempo weiterentwickeln, vielen geht es noch nicht schnell genug."
Trouw: "Mit dem Sieg im EM-Finale macht sich Sarina Wiegman in England unsterblich."
De Volkskrant: "Sarina Wiegman macht es: Auch mit England wird sie Europameisterin. Für nichts Geringeres wurde sie angestellt. Ihr Transfer von den Niederlanden nach England spiegelt die veränderten Machtverhältnisse im Frauenfußball wider."
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(mit SID)
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Mit Bad im Brunnen: England Fans feiern EM-Titel ausgelassen
Quelle: Perform
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