Die englischen Fußballerinnen haben sich ihren großen Traum von Wembley an einem perfekten Abend erfüllt. Die Lionesses gewannen ihr Halbfinale bei der Heim-EM gegen Schweden glanzvoll mit 4:0 (1:0) und stehen am Sonntag im Londoner Stadiontempel vor fast 90.000 Fans im Endspiel. Die Euphorie ist riesig. Der Finalgegner wird am Mittwoch im Duell zwischen Deutschland und Frankreich ermittelt.
Beth Mead brachte das Team von Trainerin Sarina Wiegmann, das erhebliche Anlaufprobleme hatte, in der 34. Minute vor 28.624 Zuschauern in Sheffield in Führung. Für Mead war es das sechste Turniertor. Lucy Bronze gelang das 2:0 (48.), ehe Alessia Russo (68.) das legendäre Stadion Bramall Lane mit einem sensationellen Hackentor endgültig in eine Partyzone verwandelte. "Football is coming home", sangen die Fans, Fran Kirby (76.) legte sogar noch nach.
England, das zuletzt dreimal in Folge bei großen Turnieren in der Vorschlussrunde ausgeschieden war, steht zum dritten Mal nach 1984 und 2009 im EM-Finale. Am Sonntag wollen die "Löwinnen" die seit dem WM-Triumph der Männer 1966 titellose Zeit für das Mutterland des Fußballs beenden.
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Die Engländerinnen, nun seit 19 Spielen ungeschlagen, starteten mit derselben Aufstellung wie im Viertelfinale gegen Spanien. Bei den Schwedinnen gab es zwei Veränderungen im Vergleich zum Niederlande-Spiel. Eine Neue hätte nach 22 Sekunden fast für die Führung gesorgt, doch Sofia Jakobsson scheiterte an der stark reagierenden Mary Earps. Auch in der Folge blieb Schweden mutig und hatte durch Stina Blackstenius und Fridolina Rolfö sehr gute Chancen.
Den Lionesses war dagegen der große Druck anzumerken, sie agierten zunächst nervös und leisteten sich gegen früh attackierende Schwedinnen viele Fehler. Umso überraschender fiel das 1:0, bei dem Mead die erste Konfusion in Schwedens Abwehr eiskalt ausnutzte. Der Treffer hatte befreiende Wirkung.
England bestimmte nun das Geschehen und erwies sich bei einem Kopfball von Bronze erneut als äußerst effizient. Lauren Hemp vergab vor dem leeren Tor die Entscheidung, diese holte die eingewechselte Russo nach. Schweden hatte nichts mehr entgegenzusetzen.

Die Stimmen zum Spiel

Sarina Wiegmann (Trainerin, England): Meine Spielerinnen haben Hartnäckigkeit und Durchsetzungsvermögen bewiesen. Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet, aber wir haben uns stetig verbessert und einen Weg gefunden, den Druck abzuschütteln. Ich bin sehr stolz auf das Team.
Beth Mead (England): Die Stimmung nach dem Abpfiff war einfach großartig und wir freuen uns unbeschreiblich, im Finale zu stehen! Mein Tor kam genau zur richtigen Zeit, der Druck auf uns war vor und zu Beginn des Spiels enorm hoch.

Der Tweet zum Spiel:

Die "Löwinnen" bejubeln den Einzug ins EM Finale.

Das fiel auf: Beth Mead

Die Engländerin sorgte mit ihrem Führungstor für den entscheidenden Wendepunkt im Spiel der Löwinnen und schraubte ihr Trefferkonto bei dieser EM auf sechs Tore.

Die Statistik: 29,4

Mit 29,4 Jahren im Durchschnitt stellte Schweden die erfahrenste Mannschaft des Turniers – England ließ die Schwedinnen in diesem Halbfinale jedoch sprichwörtlich alt aussehen und siegte mit 4:0.
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