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Frauen-WM 2023: Neuseeland gelingt Sensation zum Auftakt - Gastgeberinnen schlagen Norwegen
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Publiziert 20/07/2023 um 11:06 GMT+2 Uhr
Neuseeland hat seine Heim-WM mit einem historischen Erfolg begonnen. Die Außenseiterinnen bezwangen Ex-Weltmeister Norwegen am Donnerstag im Eröffnungsspiel überraschend 1:0 (0:0) und feierten ihren erlösenden ersten Sieg bei der sechsten WM-Teilnahme. Im nicht ganz ausverkauften Eden Park von Auckland erzielte Hannah Wilkinson (48.) das einzige Tor des Spiels.
Hannah Wilkinson
Fotocredit: Getty Images
Rund 60 Prozent ihrer Zweikämpfe gewannen die Gastgeberinnen, Norwegen hatte es trotz seiner ehemaligen Weltfußballerin Ada Hegerberg als Fixpunkt schwer. Torchancen besonders Norwegens waren vor der Pause selten.
In der zweiten Halbzeit war es dann Hannah Wilkinson (48.) von Melbourne City, die die zuletzt noch steigerungsfähige WM-Begeisterung im Lande anfachte. Die Torschützin hat einst für den MSV Duisburg gespielt.
Norwegen bemühte sich danach intensiv um den Ausgleich, Tuva Hansen von Bayern München (81.) traf nur die Querlatte. Später bekam die Abwehrspielerin von Bayern München im Strafraum den Ball an den Arm, Ria Percival (90.) schoss den Elfmeter ebenfalls an die Latte. Die Zuschauerkulisse bedeutete geschlechterunabhängig einen neuseeländischen Fußball-Rekord.
Um 12:00 Uhr MESZ steigt auch Mitausrichter Australien ins Turnier ein. Im Gegensatz zu Neuseeland gelten die Australierinnen mit ihrer Weltklassespielerin Sam Kerr (FC Chelsea) als Titelanwärter, im Stadion von Sydney werden gegen Irland 80.000 Fans erwartet. Deutschland hat sein erstes Spiel erst am Montag gegen Marokko.
Lautsprecher-Erklärung feiert Premiere
Die Lautsprecher-Erklärung einer Videobeweis-Entscheidung hat beim WM-Auftakt darüber hinaus eine erfolgreiche Premiere gefeiert.
Die japanische Schiedsrichterin Yoshimi Yamashita erläuterte im Eden Park von Auckland und den TV-Zuschauern, warum es in der 90. Minute einen Handelfmeter für den Co-Gastgeber gab. Die Erklärung der Schiedsrichterin über die Stadionlautsprecher dauerte nur wenige Sekunden.
Schon vor der Endrunde in Australien und Neuseeland war die Schiedsrichterspitze des Weltverbands FIFA vom Nutzen der Lautsprecher-Erklärung überzeugt. "Wir wollen mehr Transparenz und mehr Verständnis für die Entscheidung der Unparteiischen schaffen", sagte Referee-Boss Pierluigi Collina.
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Yoshimi Yamashita
Fotocredit: Getty Images
Bei der Endrunde werden Entscheidungen nach Videobeweis von den jeweiligen Schiedsrichterinnen über die Stadionmikrofone in Englisch erklärt - ähnlich wie in der Football-Profiliga NFL. Die FIFA hatte das Verfahren bereits bei der Klub-WM und der U20-WM der Männer ausprobiert. Konkret werden die Entscheidung, der Grund dafür, die beteiligten Spielerinnen und eine kurze Beschreibung des Vorfalls durchgesagt.
Es wird erwartet, dass die Lautsprecher-Erklärung mittelfristig auch in den nationalen Ligen wie der Bundesliga zum Einsatz kommen wird.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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