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Freddy Rincón: Kolumbiens Ex-Fußballstar erliegt schweren Verletzungen nach Verkehrsunfall
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Publiziert 14/04/2022 um 09:15 GMT+2 Uhr
Freddy Rincón ist tot. Der Ex-Kapitän der kolumbianischen Nationalmannschaft und einstige Spieler von Real Madrid und dem SSC Neapel erlag am Mittwoch in Cali im Südwesten Kolumbiens seinen schweren Kopfverletzungen infolge eines Verkehrsunfalls. "Trotz aller Bemühungen unseres Ärzte- und Pflegeteams ist der Patient Freddy Eusebio Rincón Valencia heute gestorben", teilte die Clinica Imbanaco mit.
Freddy Rincon - Kolumbien
Fotocredit: Getty Images
Es war dieser eine Moment, der Freddy Rincón in seiner kolumbianischen Heimat unsterblich machte. Dieser eine Torschuss durch die Beine des deutschen Nationaltorhüters Bodo Illgner, der sein Land ins Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 katapultierte. 1:1-Ausgleich in der Nachspielzeit, gegen den späteren Weltmeister, das DFB-Starensemble um Legenden wie Lothar Matthäus, Rudi Völler und Teamchef Franz Beckenbauer.
Nun ist der "Koloss von Buenaventura", wie Rincón wegen seiner Körperstatur und seines Geburtsorts genannt wurde, im Alter von 55 Jahren verstorben. Der einstige Spieler von Real Madrid und der SSC Neapel ist seinen schweren Kopfverletzungen erlegen, die er am Montag bei einem Verkehrsunfall in Cali, einer Stadt im Südwesten Kolumbiens, erlitten hatte
Und mit dem "Colossus" geht eine der schillerndsten Ikonen der kolumbianischen Fußball-Geschichte. Zusammen mit schrägen Vögeln wie Torhüter Rene Higuita, Mittelfeldspieler Carlos Valderrama und Stürmer Faustino Asprilla bildete der Offensivspieler in den Goldenen 1990ern das Gerüst des Nationalteams, das nach 28 Jahren Abstinenz bei der WM in Italien auf die große Fußballbühne zurückkehrte.
Schräg war auch die Karriere, die der frühere Kapitän der kolumbianischen Nationalelf nach seiner Zeit als Fußballer einschlug. So gründete er die vor allem in Brasilien bekannte Kaffeehauskette "Cafe Rincón" und strebte mit 46 Jahren ein Comeback beim kolumbianischen Traditionsklub America de Cali an.
Doch jagte auch die internationale Polizei-Organisation Interpol nach ihm wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation. Schon im Jahr 2013 war Rincón in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt, bei dem er sich mehrere Brüche und eine Kopfverletzung zugezogen hatte.
Damals überlebte das Fußball-Idol, den tragischen Unfall am Montag aber nicht. Für die Fans der Cafeteros - wie das Nationalteam in Kolumbien liebevoll genannt wird - ist Freddy Rincón aber längst unsterblich.
(SID)
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