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Gianluca Gaudino über St. Gallen, den FC Bayern München und Pep Guardiola
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Publiziert 02/03/2016 um 16:51 GMT+1 Uhr
Er war noch nicht einmal volljährig und spielte schon Bundesliga für den FC Bayern. Dann kam der Knick in der Entwicklungskurve, die Gründe kennt Gianluca Gaudino bis heute nicht. In jedem Fall schien sich der Mittelfeldspieler in eine Sackgasse manövriert zu haben, Anfang 2016 wechselte er daher zum FC St. Gallen. Auf Leihbasis. Rückkehr also möglich. Gaudino weiß, was er verbessern muss.
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St. Gallen hat rund 75.000 Einwohner, und wenn man so will, könnte die Stadt geschlossen eine Völkerwanderung in die Allianz Arena unternehmen. Einen Platz fände wohl jeder. Das sind die zwei Welten des Gianluca Gaudino.
Bis zum Winter verdingte sich der 19-Jährige beim FC Bayern, dann ließ er sich trotz Profivertrags in die Schweiz ausleihen - also dorthin, wo alles drei Nummern kleiner ist als beim global operierenden Rekordmeister aus München. Kulturschock?
"Nein, war es nicht", sagt Gaudino zu "spox.com". Er "genieße die Rahmenbedingungen, bisher kann ich nur Positives berichten". Das Motiv seines Abschiedes, der zumindest temporär ist, liest sich simpel:
"Ich bin Guardiola unendlich dankbar"
Ja, im Sommer, wenn Pep Guardiola aufhört und Carlo Ancelotti übernimmt. Alles hypothetisch. Fakt ist, dass der Mittelfeldmann keine Chance mehr hatte, nach vielversprechendem Beginn in der Saison 2014/15 rutschte er die interne Fahnenstange hinab. Warum bloß?
"Das muss man den Trainer fragen, ich weiß es nicht", gesteht Gaudino, "irgendwann wurde es einfach schwierig, als die vielen Verletzten alle fit wurden". Dennoch sei er Guardiola "unendlich dankbar, er hat mir die Chance gegeben, in Bayerns erster Mannschaft zu spielen".
Gaudino ist noch immer ein Teenager, und doch bewerten sie ihn beim FC St. Gallen nicht als Nachwuchstalent. Das gefällt ihm: "Es war wichtig, dass ich anders gesehen werde. Ich wollte einen gewissen Druck haben, Leistung bringen zu müssen. Ob ich letztlich wirklich gestandener Leistungsträger werde, liegt an mir."
Und falls sich Bayern wieder meldet?
Körperlich müsse er sich steigern, betont der schmalbrüstige Youngster, er müsse lernen, "wie ich eine Mannschaft führen kann. Auch verbal. Ich muss Dominanz zeigen." Um sich indirekt im Gespräch zu halten. Die Gefahr, aus den Augen und damit aus dem Sinn zu geraten, erkennt Gaudino "überhaupt nicht".
Bis 2017 läuft sein Leihvertrag, Bayern könnte und dürfte sich durchaus wieder melden.
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