DFB-Einzelkritik: Marc-André ter Stegen patzt, das Mittelfeld passt

Deutschland müht sich zu einem 2:1-Testspielsieg gegen Peru. Debütant und Siegtorschütze Nico Schulz zeigt Licht und Schatten, Julian Brandt trifft mit der Nummer zehn auf dem Rücken. Marco Reus bleibt als Mittelstürmer nur eine Notlösung. Dem Mittelfeld mit Joshua Kimmich, Toni Kroos und Ilkay Gündogan könnte hingegen die Zukunft gehören. Die Einzelkritik vom SID.

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Marc-Andre ter Stegen: Durfte Kapitän Manuel Neuer vertreten. Dass er "absolutes Weltklasse-Niveau" hat, wie Joachim Löw sagte, war beim 0:1 nicht zu erkennen. Auch bei einem Kopfball (54.) unsicher.Note: 4
Matthias Ginter: Durfte erneut rechts hinten ran, spielte erneut solide. Dennoch: Dass dies nicht die Wunschposition des Gladbachers ist, wurde abermals deutlich. Scheiterte per Kopf (13.). Note: 3,5
Niklas Süle: Vertrat den angeschlagenen Mats Hummels (Achillessehne). Neben Boateng ordentliche Abwehrarbeit, nach der Pause mit Rüdiger wackliger. Im Spielaufbau unauffällig. Note: 4
Jérôme Boateng: In Hummels' Abwesenheit letzter verbliebener Rio-Finalheld in der Abwehr und damit deren unumstrittener Chef. Schaffte es nicht, dem Defensivverbund dauerhaft Sicherheit zu verleihen.Note: 3,5
Nico Schulz: Der Hoffenheimer durfte in seinem "Wohnzimmer" debütieren. Fehler vor dem 0:1, als er den Ball nicht klären wollte. Hat seine Stärken im Vorwärtsgang, sagte Löw. Stimmt, er erzielte das 2:1 - wenn auch mit Glück. Zeigte immer wieder seine Schnelligkeit.Note: 3,5
Joshua Kimmich: Löws neuer "Sechser" und dort laut Bundestrainer "für die nahe Zukunft" gesetzt. Dass das eine gute Idee ist, deutete Kimmich diesmal nur an. Defensiv nicht so stabil wie gegen Frankreich.Note: 3,5
Julian Brandt: Wenig gelungene Aktionen, bis er plötzlich eiskalt ausglich. Sein zweites Länderspieltor, ein Heber, war sehenswert. Immer wieder gute Ansätze, aber einige Male zu zögerlich.Note: 3
Ilkay Gündogan: Trug die starke deutsche Anfangsphase. Zeigte mit vertikalen Bällen in die Spitze seine technische Klasse. Verpasste das mögliche 2:1 (38.). In Halbzeit zwei nicht mehr so präsent.Note: 2,5
Toni Kroos: Bildete mit Kimmich und Gündogan ein Dreieck, das die Fans sicher gerne häufiger sehen würden. Mehr Akzente nach vorne als noch gegen Les Bleus, gewohnt ball- und passsicher. Tolle Diagonalpässe.Note: 2
Timo Werner: Hat sich auf der linken Offensivseite festgespielt. Stieß diesmal wie von Löw gefordert häufiger in die Spitze vor, wo er nach Draxlers Einwechslung (46.) wieder die "Neun" gab. Vergab in der 55. Minute kläglich. Note: 3,5
Marco Reus: Als Mittelstürmer eine Notlösung, obwohl der Dortmunder in Sinsheim mehr Abschlüsse hatte. Dabei aber mehrmals unglücklich. Zur Pause raus.Note: 4
Julian Draxler (ab 46.): Kam direkt nach der Pause für Reus. Auf der linken Seite gute Läufe in die Spitze, aber ohne große Wirkung. Note: 4
Antonio Rüdiger (ab 46.): Löste mit dem Seitenwechsel Boateng ab. Wieder ein fahriger Auftritt, mehrere Pass- und Stockfehler. Note: 4
Nils Petersen (ab 71.): Kam für Brandt zu seinem zweiten Länderspiel. Hatte gleich die Chance zum 2:1 (73.). Deutete sein Jokerpotenzial an. keine Note
Thilo Kehrer (ab 72.): Im Sommer für 37 Millionen Euro von Schalke nach Paris, nun das Länderspieldebüt, als er für Ginter kam. Hat einen Lauf. Gute Ansätze nach vorne.keine Note
Thomas Müller (ab 84.): Kam für Gündogan, ohne nennenswerte Szene.keine Note
Kai Havertz (ab 88.): Kam für Werner und ebenfalls zu seinem Debüt im A-Team - als 99. Neuling der Ära Löw.keine Note
zusammengestellt vom SID
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