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Deutschland - Peru | Nico Schulz schießt Deutschland zum Sieg über Peru
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Publiziert 09/09/2018 um 22:38 GMT+2 Uhr
Die deutsche Nationalmannschaft hat den Test gegen Peru gewonnen. Beim 2:1 (1:1) in Sinsheim glich Julian Brandt (25.) die Gästeführung von Luis Advíncula aus (22.), der Fehler von Nico Schulz und Marc-André ter Stegen genutzt hatte. Debütant Schulz war kurz vor Schluss der Siegtreffer vergönnt (84.) - er profitierte seinerseits von einem Torwartfehler Pedro Galleses.
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Bundestrainer Joachim Löw ermöglichte dem Hoffenheimer Nico Schulz in seinem Wohnzimmer den ersten Länderspieleinsatz. Der Linksverteidiger sah beim 0:1 durch Luis Advíncula allerdings gleich doppelt schlecht aus.
Zunächst klärte Schulz bei einem peruanischen Konter unzureichend und kam dann auch noch einen Schritt zu spät gegen den Torschützen, der Neuer-Vertreter Marc-André ter Stegen mit einem haltbaren Schuss in die kurze Ecke überwand (22.).
Doch die Antwort des DFB-Teams ließ nicht lange auf sich warten. Toni Kroos setzte sich an der Strafraumgrenze etwa glücklich durch und bediente anschließend geistesgegenwärtig Julian Brandt rechts im Strafraum.
Der Leverkusener lupfte das Leder sehenswert aus spitzem Winkel über Torwart Pedro Gallese hinweg zum Ausgleich in Netz (25.).
Der peruanische Schlussmann war gleichzeitig Garant dafür, dass die Peruaner mit dem 1:1 in die Halbzeit gingen. Mit starken Paraden gegen Timo Werner (35.) und dem gut aufgelegten Ilkay Gündogan (38.) bewahrte Gallese sein Team vor dem Rückstand.
Kurz nach dem Seitenwechsel hatte die DFB-Elf Glück, dass Stürmer Raúl Ruidíaz nach Flanke von Miguel Trauco den Ball aus sechs Metern nicht Richtung deutscher Kasten brachte (49.).
Auf der Gegenseite verpasste es Timo Werner nach tollem Zuspiel von Julian Brandt einen Konter erfolgreich zu Ende zu bringen und lupfte mit dem rechten Außenrist weit drüber (55.). An die gute erste Hälfte konnte Deutschland in den zweiten 45 Minuten über weite Strecken nicht anknüpfen und offenbarte zahlreiche Schwächen im Spielaufbau sowie in der Abstimmung.
Jefferson Farfán vergab nach einem peruanischen Konter in ähnlicher Manier wie zuvor Werner auf der anderen Seite die Führung für die Südamerikaner (58.).
Danach verflachte das Spiel zunehmend und nahm am Ende doch noch den glücklichen Ausgang für die DFB-Elf. Debütant Schulz kam in Folge einer unzureichend geklärten Flanke am Strafraum zum Abschluss und traf aus 15 Metern unter gütiger Mithilfe von Torwart Gallese zum glücklichen Sieg (84.).
Die Stimmen zum Spiel:
Joachim Löw (Trainer Deutschland): "Ich bin erstmal froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Man hat aber gespürt, dass die Mannschaft den Sieg unbedingt wollte. In der zweiten Hälfte hat bei uns die Raumaufteilung nicht mehr gestimmt, zudem hatten wir ein paar Ballverluste. Die Balance stimmte bei uns noch nicht."
Nico Schulz (Deutschland): "Es ist toll, für die Nationalmannschaft zu spielen. Am wichtigsten ist aber, dass wir das Spiel gewonnen haben."
Julian Brandt (Deutschland): "Man hat bei uns schon noch eine gewisse Unsicherheit gemerkt, haben aber grundsätzlich ein ganz gutes Spiel gemacht. Jeder Sieg, den wir uns erarbeiten, tut uns momentan gut."
Marco Reus (Deutschland): "Es war wichtig, geduldig zu sein und den Ball gut laufen zu lassen. Die Chancen im ersten Durchgang muss man dann natürlich auch machen. Natürlich ist die Neun nicht meine Lieblingsposition, aber ich versuche immer das Beste daraus zu machen."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Das Kimmich-Dilemma
Joachim Löw sieht Joshua Kimmich als Sechser der Zukunft und wird den Bayern-Profi in Zukunft nur noch im defensiven Mittelfeld aufstellen. Mit der Versetzung von Kimmich macht sich Löw gleich die nächste Baustelle namens Rechtsverteidiger auf. Matthias Ginter erledigte seine Aufgabe defensiv zwar solide, die Offensive wird jedoch nie sein natürlicher Lebensraum werden. Da Löw von seinen Außenverteidigern aber auch im neuen System Drang nach vorne einfordert, bleibt abzuwarten wie der Bundestrainer das Dilemma in Zukunft lösen wird.
Die Statistik: 167
Im Spiel gegen Peru stand Joachim Löw zum 167. Mal als Bundestrainer an der Seitenlinie und zog mit DFB-Rekordtrainer Sepp Herberger gleich. In dieser Zeit setzte er mit Schulz sowie den am Sonntag eingewechselten Thilo Kehrer und Kai Havertz insgesamt 99. Debütanten ein.
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