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Otto Rehhagels Erbe: Griechenland-Retter Michael Skibbe träumt vom WM-Coup
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Publiziert 08/11/2017 um 11:55 GMT+1 Uhr
Die entscheidenden Tipps für die Rettung des griechischen Fußballs holte sich Michael Skibbe bei keinem Geringeren als "König Otto" persönlich. "Am Rande eines Spiels in Leverkusen sagte mir Otto Rehhagel, wie er den Verband damals vorgefunden, welche Dinge er umgestellt hat. Das habe ich in meine Überlegungen einfließen lassen", sagte Skibbe der "Berliner Morgenpost".
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Als Nationaltrainer in Griechenland trat der 52-Jährige vor rund zwei Jahren in die mächtigen Fußstapfen Rehhagels, doch zu groß waren sie nicht. Aus der einstigen Trümmer-Truppe formte er innerhalb kurzer Zeit einen ernsthaften WM-Kandidaten.
Der gebürtige Gelsenkirchener spricht vor dem Hinspiel der WM-Play-offs am Donnerstag (20.45 Uhr/im Live-Ticker auf Eurosport.de) in Kroatien von einem dunklen Kapitel in der Geschichte des Europameisters von 2004.
Über die Ausgangslage zu seinem Amtsantritt sagt Skibbe:
Als Tabellenletzter waren sie in der Qualifikation zur EM 2016 kläglich gescheitert, zweimal versagten die Griechen gegen die Hobby-Fußballer von den Färöer-Inseln (0:1, 1:2).
Im Oktober 2015 kam Skibbe und setzte zur Generalüberholung an, verjüngte die Mannschaft stark. Und es lohnte sich.
Der Geist von Rehhagel spielt wieder mit
Als Zweiter seiner Quali-Gruppe erstritt sich Griechenland das Recht, gegen die Kroaten um das Ticket zur WM-Endrunde in Russland zu ringen. Um das zu schaffen, gilt die Marschroute, mit der Rehhagel die Mannschaft 2004 zum EM-Wunder geführt hatte: Erstmal hinten dichtmachen.
"Meine Spieler mit extrem hohem internationalen Niveau spielen nun einmal vor allem in der Defensive. Da wäre es ja dumm, wenn ich das nicht nutzen würde", sagte Skibbe der "Sport Bild". Sinn ergibt es schon. Das offensivstarke Kroatien mit Powerfußball überraschen zu wollen, kann nicht der Plan sein.
Das weiß auch der Trainer:
Gegen die kroatischen Spitzenkicker fehlt Skibbe am Donnerstag sein bester Verteidiger. Konstantinos Manolas vom AS Rom hatte sich beim 2:1-Sieg auf Zypern am vorletzten Spieltag der WM-Qualifikation mittels Zeitspiels eine Gelbsperre für das abschließende 4:0 gegen Gibraltar eingehandelt. Die FIFA sah in Manolas' Handeln Vorsatz und sperrte ihn für eine weitere Partie. Skibbe regte sich über die vermeintliche Willkür des Weltverbandes auf.
Skibbe bringt Playoff-Erfahrung mit
Erfahrung in den Playoffs hat Skibbe bereits. Wenn auch unter anderen Vorzeichen. An der Seite des damaligen Teamchefs Rudi Völler betreute er die deutsche Mannschaft in den K.O.-Spielen zur WM 2002 in Südkorea und Japan. "Mit den Play-offs 2002 von Deutschland gegen die Ukraine ist das nicht zu vergleichen. Da hatten Teamchef Rudi Völler und ich als Trainer richtig Druck", sagte Skibbe. Am Ende fuhr Deutschland zur WM und wurde Vize-Weltmeister.
Ein gutes Omen?
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