So lief das Spiel:

Im International Champions Cup in Singapur traf Thomas Tuchel mit Paris Saint-Germain auf den Europa-League-Sieger Atlético Madrid.
Trotz Vorbereitung stand der deutsche Coach gegen die Spanier bereits besonders im Fokus: Zwar fehlten Paris etliche WM-Fahrer, zwei Niederlagen in der Vorbereitung gegen den FC Bayern München und FC Arsenal passten dennoch nicht in die hohe Erwartungshaltung des französischen Meisters. Auf der Gegenseite konnte Atlético das erste Spiel dieser Vorbereitungsreihe im Elfmeterschießen gegen FC Arsenal gewinnen.
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Auch gegen Paris gingen die Spanier von Beginn an auf Sieg. In einer offenen Partie mit vielen Chancen auf beiden Seiten gehörten die größten Hochkaräter zunächst Atlético. In der 8. Minute bediente Kevin Gameiro Thomas Partey im Strafraum - aus kurzer Distanz scheiterte der Angreifer an Kevin Trapp. Kurz darauf hatte Gameiro selbst die große Chance zur Führung auf dem Fuß. Nach einem Steilpass ging der Offensivmann allein auf Trapp zu, schoss den Ball aus 15 Metern aber überhastet drüber.
Mit zunehmender Spieldauer wachte die Tuchel-Elf auf, übernahm die Spielinitiative und drängte Atlético tief in die eigene Hälfte. Während Paris dabei das Kombinationsspiel im engen Feld forcierte, setzten die Spanier gewohnt auf schnelles Umschaltspiel - zur neuen Spielzeit scheint Diego Simeone demnach seinem alten Spielstil treu zu bleiben.
In der 32. Minute brach Paris das spanische Abwehrbollwerk, ging durch Christopher Nkunku in Führung. Nach einem Schussversuch aus der linken Strafraumhälfte fälschte Antonio Moya den Ball in die Mitte ab, aus kurzer Distanz schoss Nkunku die Kugel in die Maschen. Paris blieb in der Folge der dominante Part des Spiels, Atlético kam dennoch zu mehreren Konterchancen - traf jedoch im ersten Durchgang nicht.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde gewohnt viel gewechselt. Atlético formierte sich deutlich offensiver, kam prompt zu guten Chancen, verpasste es aber, den Ausgleich zu erzielen. Auch Paris wusste offensiv durchaus zu überzeugen, doch auch beiden Franzosen wollte der Ball zunächst nicht im Tor landen.
Erst in der 71. Minute folgte der zweite Streich von Paris Saint-Germain. Nachdem er zuvor zweimal knapp scheiterte, markierte Moussa Diaby das 2:0. Nach einem Flachschuss aus 16 Metern halblinker Position landete der Ball im rechten Eck.
Fünf Minuten später antwortete Atlético mit dem Anschlusstreffer. Nach einer Ecke von der linken Seite kam Víctor Mollejo gleich zweimal zum Abschluss - zunächst hielt Trapp, danach zappelte der Ball aus kurzer Distanz im Netz. In der Schlussphase setzte Atlético alles auf den Ausgleich und kam in der 86. Minute zum umjubelten Treffer. Nach einer Hereingabe von Borja Garcés von der linken Seite fälschte Antoine Bernede den Ball am ersten Pfosten ins eigene Gehäuse ab - Trapp war machtlos.
So schien die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen zu müssen, doch in der letzten Minute der Nachspielzeit packte Virgiliu Postolachi den Sahnefuß aus und zirkelte den Ball aus 18 Metern zentraler Position in den linken Torwinkel - der Siegtreffer.

Das fiel auf: Top-Talent Christopher Nkunku on fire

In der vergangenen Spielzeit schliffen die Pariser ihren Rohdiamanten bereits ein wenig zurecht - in 27 Spielen kam der 20-Jährige bei den Profis zum Einsatz, erzielte dabei fünf Treffer. In dieser Saison hat Nkunku das Zeug dazu, eine deutlich größere Rolle beim französischen Meister einzunehmen. Beim 1:5 gegen Arsenal erzielte der Offensivmann das einzige Tor für Paris, gegen Atlético gehörte er zu den besten Akteuren in seinem Team.
Stößt die namenhafte Konkurrenz aus dem Urlaub zur Mannschaft, wird es für Nkunku natürlich nicht einfach, seine Position in der ersten Elf zu verteidigen - insgesamt bringt er aber genug Potential mit, um sich letztlich doch durchzusetzen. Talentförderer Tuchel könnte dabei eine besondere Rolle im Entwicklungsprozess des Talents einnehmen.
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