So lief das Spiel:

Manchester City dominierte die Anfangsphase. Zwei Minuten, nachdem Lukas Nmecha den Pfosten traf, erzielten die Münchner, von denen bis dato offensiv noch nichts Nennenswertes zu sehen war, den Führungstreffer. Rafinha hatte auf dem rechten Flügel viel Raum und flankte ins Strafraumzentrum, wo Meritan Shabani zum 1:0 einnickte (15.).
Anschließend kamen sie besser zurecht und erspielten sich gute Chancen. Die "Citizens" schienen den überraschenden Rückstand erst einmal verarbeiten zu müssen. Sie schafften es nicht mehr, im vorderen Drittel durchzubrechen.
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Lewandowski vergibt Mega-Chance zum alleinigen Rekord - Bayern nur remis
VOR EINER STUNDE
Der FC Bayern überzeugte mit gnadenloser Effizienz - so auch in der 24. Minute, als er auf 2:0 erhöhte: Franck Ribéry, der überraschend als Zehner agierte, spielte wunderbar in den Rücken der Abwehr, wo Arjen Robben aufgrund eines tollen Laufweges an den Ball kam und ihn aus der linken Strafraumhälfte an Claudio Bravo vorbei ins lange Eck chippte.
Eine Einzelaktion sorgte kurz vor der Pause für den Anschlusstreffer. Bernardo Silva wurde im rechten Halbfeld nicht von Paul Will gestört und drang nach innen, wo der sich in einer Rückwärtsbewegung befindende David Alaba ebenfalls nicht eingriff. Der Portugiese zog aus 16 Metern flach ab und schoss links unten zum 1:2 ein (45.+1).
Auch nach der Pause erspielte sich der FCB gute Möglichkeiten, agierte in der Gefahrenzone aber oft zu unpräzise. In der Defensive ging er in einigen Situationen nicht zwingend genug in die Zweikämpfe, sodass die "Skyblues" gefährlich zum Abschluss kamen und die Partie drehten.
Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel rappelte es erstmals im zweiten Abschnitt: Sven Ulreich ließ den Ball nach einem flachen Distanzschuss von Phil Foden nach vorne abprallen. Nmecha lauerte und schob mühelos zum 2:2 ein.
In der 70. Minute bediente Adriàn Bernabé Bernardo Silva, dem von Jonathan Meier und Alaba rechts im Sechzehner viel Raum gelassen wurde, so dass dieser aus elf Metern frei zum Abschluss kam. Der Portugiese schoss flach aufs kurze Eck, wo Ulreich den Einschlag zum 2:3-Endstand nicht verhindern konnte.

Die Stimmen:

Pep Guardiola (Teammanager Manchester City): "Man kann sich nicht vorstellen, wie sehr ich diese zwei Wochen mit den Jungs genossen habe. Die Jungs haben Begierden. Sie öffnen ihre Augen und hören zu, weil sie noch ihre ganze Karriere vor sich haben. Ich möchte mich bei ihnen bedanken."
Niko Kovac (Trainer Bayern München): "Wir sind im Soll, was die Physis angeht. Die Jungs stehen im Saft, und wir haben jetzt noch zwei Wochen, um die Defensive aufzupolieren. Wir haben die Tage hier sehr gut genutzt, uns körperlich auf ein hohes Niveau gebracht und uns fußballerisch verbessert. Wir haben viele Sachen aus dem Training im Spiel gesehen, zumindest nach vorne. Nach hinten gefällt mir das nicht so."

Das fiel auf: Sandro Wagner erneut blass

Sturmspitze Wagner konnte in Abwesenheit von Robert Lewandowski keine Eigenwerbung betreiben und nicht positiv auf sich aufmerksam machen - ebenso wie in den beiden vorherigen ICC-Spielen.
Mit Ribéry, Robben, Kingsley Coman und Serge Gnabry standen zeitweise vier Spieler, die normalerweise auf dem Flügel beheimatet sind, gleichzeitig auf dem Platz. Allerdings agierten nur zwei von ihnen auf ihren angestammten Positionen (Robben rechts, Coman links). Ribéry überzeugte als hängende Spitze hinter Wagner. Er bewahrte stets die Übersicht und spielte einige Zuckerpässe auf Robben, der ebenfalls eine gute Partie machte. Gnabry ersetzte Rafinha im zweiten Durchgang als Rechtsverteidiger und wurde defensiv nur selten gefordert.
Will sah zwar beim Gegentreffer zum 1:2 nicht gut aus, überzeugte ansonsten aber mit guter Ballbeherrschung. Der etatmäßige Linksverteidiger Alaba spielte als halblinker Innenverteidiger und zögerte in entscheidenden Situationen zu lange. Ulreich patzte - wie bereits gegen Juventus - erneut. Renato Sanches, der in den vergangenen Wochen regelrecht aufblühte, fiel kurz vor Anpfiff aus und wurde durch Shabani ersetzt.
Bei Manchester City stach Bernardo Silva, der in der 28. Minute für den angeschlagenen Riyad Mahrez in die Partie kam, mit gelungenen Einzelaktionen inklusive präzisen Abschlüssen heraus.
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