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João Félix sticht Ronaldo aus: Atlético schlägt Juventus

João Félix sticht Ronaldo aus: Atlético schlägt Juventus

10/08/2019 um 20:41Aktualisiert 11/08/2019 um 11:58

Juventus Turin hat trotz eines Treffers von Sami Khedira das letzte Spiel im International Champions Cup gegen den spanischen Vize-Meister Atlético Madrid verloren. Die Mannschaft um Cristiano Ronaldo unterlag in der Friends Arena in Stockholm mit 1:2 (1:2). Das portugiesische Top-Talent João Félix (24./33.) erzielte zwei Tore für Atlético, Khedira gelang der zwischenzeitlich Ausgleich (29.).

So lief das Spiel:

Die ersten zwanzig Minuten gehören hier nur Juventus Turin. Mit viel Ballbesitz und vielen Standardsituationen kommt die Elf von Maurizio Sarri gut in die Partie. Einzig das Kreieren von wirklich gefährlichen Torchancen bleibt der Alten Dame noch vorenthalten.

    Nach 20 Minuten beginnt plötzlich auch Atlético mit offensivem Fußball und kommt nur kurz nach dem ersten Torschuss überhaupt durch den Rekord-Neuzugang João Félix, der eine Flanke von Kieran Trippier verwertet, zum 1:0 (24. Minute).

    Nur fünf Minuten später schnappt sich Sami Khedira den Abpraller nach einem Schuss von Adrien Rabiot. Von der Strafraumkante zieht Khedira direkt ab und der Ball rauscht in die linke untere Ecke (29.).

    Doch Atlético hat eine Antwort parat und João Félix schnürt den Doppelpack. Thomas Lemar spielt aus dem Mittelfeld einen traumhaften Ball hinter die Abwehrkette, João Félix läuft ein und nimmt den Ball auf Höhe des Elfmeterpunkts als Dropkick und netzt ein (33.).

    Juventus kam gut aus der Pause und kam über Douglas Costa zur Chance auf den Ausgleich. Sein Schuss wurde von Gimenez abgefälscht und klatschte an den Außenpfosten (47.). Nach gut einer Stunde hatte dann Rabiot die besten Chancen auf den Ausgleich, doch sein Schuss aus dem Rückraum sprang vom Pfosten wieder ins Feld (59.)

    Danach stand das Spiel für beide Trainer mehr und mehr unter dem Motto eines Tests, als sowohl Simeone als auch Sarri eine Vielzahl von Wechseln vollzogen. Der Rhythmus des Spiels war für einige Minuten deutlich unterbrochen, jedoch zeigte sich Juventus ab der 75. Minute deutlich gewillter den Ausgleich zu erzielen. Durch den eingewechselten Paulo Dybala kam die Alte Dame mehrere Mal gefährlich zum Abschluss, doch konnte keinen Profit in Form von Toren daraus schlagen (76., 78. und 86.).

    Das fiel auf: Sami Khedira

    Der laut Medienberichten durch das Überangebot im zentralen Mittelfeld auf dem Abstellgleis stehende Sami Khedira stand heute im letzten Test der Vorbereitung in der Startelf und wusste durchaus zu überzeugen. Seine Kontrahenten Emre Can und Blaise Matuidi saßen nur auf der Bank, Aaron Ramsey fehlte gänzlich im Aufgebot. Der mutige Abschluss von Khedira wurde dann auch belohnt und er rundete seine engagierte Leistung ab.

    Der Tweet zum Spiel:

    Die Statistik: Ecken

    Juventus Turin hatte vor allem in den ersten zwanzig Minuten ein deutliches Übergewicht an Ecke, konnte jedoch keine davon wirklich gefährlich vor das gegnerische Tor bringen. Pjanic von links und Douglas Costa von rechts brachten den Ball jeweils stets zu kurz oder zu lang in den Strafraum. Hier hätte die Alte Dame deutlich ihre Überlegenheit ausspielen können.