Kohler exklusiv: Das spricht für Matthäus und Rangnick als Löw-Nachfolger

Die Diskussion um die Nachfolge von Joachim Löw ist bereits entbrannt. Jürgen Kohler, Weltmeister von 1990, nennt im exklusiven Interview mit Eurosport.de zwei Favoriten für den Posten. Nach der Absage von "Topkandidat" Jürgen Klopp seien "Lothar Matthäus und Ralf Rangnick erste Wahl", so Kohler. "Lothar hat eine unglaubliche Erfahrung und auch als Trainer Erfolg gehabt", begründet der 55-Jährige.

Lothar Matthäus (l.) und Jürgen Kohler

Fotocredit: Getty Images

"Ich denke daran, wie er 2004 mit Ungarn die deutsche Mannschaft in Kaiserslautern 2:0 geschlagen hat - oder wie er mit Partizan Belgrad 2003 souverän serbischer Meister wurde. Lothar ist außerdem einer, der aneckt, was wichtig ist", erklärte Kohler.
Denn: Beim DFB müssten "mal wieder die Fenster weit geöffnet werden, um durchzulüften", befindet der Ex-Nationalspieler, der 1990 zusammen mit Matthäus Weltmeister wurde.
Auch Jürgen Klinsmann habe dies in seiner Zeit als Bundestrainer von 2004 bis 2006 getan. "Das war richtig und wichtig", unterstreicht Kohler, der Matthäus ebenfalls zutraut, seine Vorstellungen konsequent umzusetzen. Darüber hinaus spreche noch etwas ganz anderes für den 150-maligen Rekordnationalspieler. "Ich habe noch nie gehört, dass ein Spieler ein schlechtes Wort über den Trainer Matthäus verloren hätte."
Für Rangnick wiederum spreche, "dass er die Fähigkeit hat, ein System aufzubauen, die Mannschaft zu formen. Bei Matthäus oder Rangnick als neuer Bundestrainer hätte ich ein sehr gutes Gefühl", sagt Kohler.

Kohler: Löw-Entscheidung war richtig

Die Entscheidung von Löw rund drei Monate vor Beginn der Europameisterschaft empfindet der ehemalige Verteidiger als richtig. "Er hat Größe und Stärke gezeigt und für klare Verhältnisse gesorgt. Der Bundestrainer kann sich jetzt zu 100 Prozent auf sein letztes großes Turnier konzentrieren", betont Kohler, der zwischen 1986 und 1998 insgesamt 105 Mal für die Nationalelf auflief.
Löw hatte völlig überraschend am Dienstag angekündigt, nach der Europameisterschaft in diesem Sommer nach 17 Jahren sein Amt als Bundestrainer niederzulegen. Sein Vertrag wäre eigentlich noch bis nach der WM 2022 in Katar gelaufen.
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Quelle: SID

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