457 Wörter beinhaltet die DFB-Mitteilung zum Rücktritt von Joachim Löw nach der Europameisterschaft im Sommer – keines davon beschäftigt sich mit der Zukunft über die EM hinaus.
Dabei ist diese Zukunft doch so wichtig für den mitgliederstärksten nationalen Sportverband der Welt, dessen Image in den letzten Jahren so gelitten hat.
Joachim Löw hat also die Entscheidung getroffen, als Bundestrainer aufzuhören. Diese Entscheidung verdient Respekt. Chapeau, Jogi.
Fußball
Löw-Nachfolge: Matthäus hat einen klaren Favoriten
09/03/2021 AM 13:14
Sie kommt nur leider drei Jahre zu spät. Das Kapitel Löw hätte nach der blamablen WM 2018 enden müssen. So hat man drei Jahre verschenkt.
WER SOLLTE NACH DER EM NEUER BUNDESTRAINER WERDEN?
Für Löws Demission, ob nun wirklich selbst beschlossen oder dazu gedrängt, mussten erst das schlechteste WM-Abschneiden seit 1938, der unrühmliche Abschied von Mesut Özil, eine lauwarme WM-Analyse, ein (sportlicher) Abstieg aus der Nations League, eine Führungskrise im DFB, schrillende Alarmsignale aus dem DFB-Nachwuchsbereich und die höchste Länderspielniederlage seit 1931 zusammenkommen.
Das und ein fehlgeschlagener personeller Umbruch, veranschaulicht durch die 180-Grad-Kehre des Bundestrainers in Sachen Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels, verdeutlichen, dass die Nationalmannschaft in dieser Zeit komplett auf der Stelle trat.
Dass sich Löw solange am Sockel seines eigenen Denkmals festhielt, ist sogar irgendwie nachvollziehbar. Zu lange hieß es beim DFB in Sachen Nationalmannschaft: löwt schon irgendwie. Jetzt löwt es nicht mehr.
Bleibt zu hoffen, dass man an der Otto-Fleck-Schneise nun wirklich auch mal an die Zukunft denkt.
Das könnte Dich auch interessieren: Reaktionen zur Löw-Entscheidung: "Verdient viel Respekt"

"Nicht meine größte Sorge": Klopp-Krise mit Liverpool hält an

Fußball
"Löws überraschende Wende": Die Pressestimmen zum Löw-Rücktritt
09/03/2021 AM 12:09
Fußball
Ex-DFB-Präsident Niersbach adelt Löw: "Jogi hat eine Ära geprägt"
09/03/2021 AM 11:05