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Antoine Griezmann von Atlético Madrid zum FC Barcelona: Posse geht weiter
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Publiziert 14/07/2019 um 11:14 GMT+2 Uhr
120 oder doch 200 Millionen Euro? Atlético Madrid will den Wechsel von Antoine Griezmann zum FC Barcelona nicht hinnehmen - zumindest nicht zu den bisherigen Konditionen. Die "Rojiblancos" fordern von Barcelona einen Nachschlag der Ablöse in Höhe von 80 Millionen Euro und beklagen eine "illegale Kontaktaufnahme" seitens Barça. So zieht sich der Griezmann-Transfer weiter wie ein Kaugummi.
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Dem Aufschrei von Atlético Madrid stellte der FC Barcelona eine durchgetaktete Agenda entgegen. Weltmeister Antoine Griezmann kam am Samstag beim spanischen Meister an, für Punkt 21:00 Uhr war sein erster Fototermin im Fanshop des Camp Nou angesetzt. Es folgte ein Interview auf Barca.tv.
"Es bereitet mir eine unglaubliche Freude, zusammen mit Lionel Messi zu spielen", betonte Griezmann, "ich bin sehr glücklich, ich möchte so schnell wie möglich mit der Mannschaft arbeiten und meine neuen Mannschaftskollegen kennenlernen."
Am Sonntagabend sollte der Star-Angreifer seinen Fünfjahresvertrag unterzeichnen, nach einem weiteren Fotoshooting war die offizielle Vorstellung geplant. Für ein Nachverhandeln der Ablöse mit Atlético bleibt da aus Barça-Sicht natürlich keine Zeit. Die Katalanen gehen zur Normalität über.
Atlético fordert Nachschlag bei Griezmann-Ablöse
Eine Normalität, die von Griezmanns bisherigem Klub aus der spanischen Hauptstadt in keinster Weise akzeptiert wird.
Die "Rojiblancos" nämlich fordern von Barcelona einen Nachschlag der Ablöse in Höhe von 80 Millionen Euro, da es "offensichtlich" sei, "dass die Vereinbarung zwischen dem Spieler und dem FC Barcelona geschlossen wurde, bevor die Ausstiegsklausel von 200 Millionen Euro auf 120 Millionen Euro gesenkt wurde". Der Transfer zieht sich weiter wie Kaugummi.
Immerhin haben die Madrilenen laut "Marca" die Fühler nach dem bisherigen Bayern-München-Star James ausgestreckt. Für den Kolumbianer soll Real Madrid 42 Millionen Euro Ablöse fordern.
Atlético-Präsident Enrique Cerezo erläuterte derweil beim katalanischen Radiosender "RAC1" nochmals den Fall Griezmann aus seiner Sicht:
Atlético stützt sich bei seiner Argumentation nicht zuletzt darauf, dass der 28-jährige Griezmann bereits am 14. Mai angekündigt hatte, den Verein nach fünf Jahren verlassen zu wollen
Atlético beklagt "illegale Kontaktaufnahme"
Bis zum 30. Juni lag seine Ausstiegsklausel noch bei 200 Millionen Euro - eine Summe, die Griezmann zum zweitteuersten Spieler der Fußballgeschichte nach dem Brasilianer Neymar gemacht hätte, der 2017 für 222 Millionen Euro von Barcelona zu Paris Saint-Germain gewechselt war.
Erst seit knapp zwei Wochen ist "Grizou" für 120 Millionen zu haben, was ihn immerhin noch zum sechstteuersten Kicker macht. Diese Summe hinterlegte Griezmanns Anwalt am Freitagmittag beim spanischen Ligaverband LFP, kurz darauf machte Barca den Wechsel offiziell. Atlético nicht, stattdessen veröffentlichte der Klub seinen offenen Beschwerdebrief.
Madrid hat nach eigenen Angaben "bereits die Verfahren eingeleitet, die der Verein zum Schutz seiner Rechte und berechtigten Interessen für angemessen erachtet". Der Weltverband FIFA, der sich auf Nachfrage zunächst nicht zu dem Thema äußerte, wurde von den Madrilenen Ende 2017 schon einmal eingeschaltet. Damals beklagte Atlético eine "illegale Kontaktaufnahme" des FC Barcelona zu Griezmann.
Barça inszeniert den Griezmann-Transfer
Die Angelegenheit versandete, Barça buhlte ungehemmt weiter um den EM-Torschützenkönig von 2016 - bis dieser kurz vor der WM 2018 in einer hochgradig bedeutungsschwangeren TV-Dokumentation ("La Decision") sein Herz für Atlético sprechen ließ und beim damaligen Europa-League-Gewinner einen neuen Fünfjahresvertrag unterzeichnete.
Nach nur einer Saison nun der Sinneswandel, den Griezmann in einem nicht minder überzeichneten Videoclip am Freitag auf Barcelonas Social-Media-Kanälen erläuterte. In der 52-sekündigen Sequenz läuft er bei Dämmerung auf einer einsamen Straße, immer wieder innehaltend und sinnierend sagt er Sätze wie: "Mein Vater hat mich als Kind gelehrt, dass Züge nicht nur einmal vorüberfahren. Jetzt ist es an der Zeit, eine neue Herausforderung anzunehmen."
Und weiter:
Der Poker um Griezmann wird weitergehen, das scheint sicher.
(SID)
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