Es geht um 420 Millionen Euro, zwei Superstars und die Zukunft des FC Barcelona. Neymar und Antoine Griezmann sind derzeit die heißesten Kandidaten auf dem Transfermarkt - und sollen beide bei Barça unterschreiben.

Der Wechsel von Griezmann zu den Katalanen gilt seit Wochen als abgemacht. Atlético-Präsident Miguel Ángel Gil Marín machte mit seiner Aussage am 12. Juni, man wisse im Verein "seit März, dass Griezmann zu Barça wechseln wird", den Deckel drauf. Eigentlich. Denn vollzogen ist der 120-Millionen-Euro-Deal bis jetzt nicht.

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300 Millionen Euro für Neymar?

Stattdessen mehren sich die Anzeichen, dass Neymar inzwischen zum Wunschspieler Nummer eins in Barcelona avanciert ist. Der Brasilianer trug bereits von 2013 bis 2017 das Trikot der "Blaugrana" und ist allem Anschein nach bestrebt, in diesem Sommer von Paris Saint-Germain an die alte Wirkungsstätte zurückzukehren. 300 Millionen Euro Ablöse stehen laut der französischen Zeitung "Le Parisien" im Raum für den 27-Jährigen, der bei seinem Wechsel nach Paris vor zwei Jahren mit 222 Millionen Euro einen Transfer-Rekord aufstellte.

Barcelona müsste also 420 Millionen Euro aufbringen, um sowohl Griezmann als auch Neymar zu bekommen. Addiert man die 87 Millionen hinzu, die bereits in die Neuzugänge Frenkie de Jong von Ajax Amsterdam und Emerson vom Clube Atlético Mineiro investiert wurden, würde auf den spanischen Meister ein Investitionspaket von mehr als einer halben Milliarde Euro zukommen.

Harmonieren Messi, Neymar und Griezmann?

Ob die drei Ausnahmekicker Lionel Messi, Neymar und Griezmann bei Barcelona harmonieren würden, steht auf einem ganz anderen Blatt. Allein die Personalie Griezmann für sich genommen hätte beachtliche Verschiebungen im Kader zur Folge.

"Griezmann hat bei Atlético dieselbe Rolle gespielt wie Messi in Barcelona - und das ist ein großes Problem", urteilt etwa Fußball-Experte Jorge Ordas von Eurosport Spanien. Die Lösung? "Er könnte auf links ausweichen, so wie es vor Jahren Neymar beim FC Barcelona getan hat, als er mit Messi zusammenspielte." Kommt Neymar zurück, ist die Variante hinfällig.

Lionel Messi und Neymar

Fotocredit: Getty Images

Der spanische Radiosender "Cadena Cope" will passend dazu erfahren haben, dass Griezmann im Falle eines Neymar-Wechsels nach Barcelona dessen Nachfolge bei Paris Saint-Germain übernimmt. Sportlich gesehen würde das für Barça Sinn ergeben, hat man doch auf der linken Außenbahn mit Philippe Coutinho und Ousmane Dembélé zwei weitere Hochkaräter im Kader.

Gerüchte um spektakuläres Tauschgeschäft

Letzterer könnte überdies Teil eines spektakulären Geschäfts werden: Spanische Medien berichten, dass der ehemalige Dortmunder zusammen mit den Teamkollegen Ivan Rakitic und Samuel Umtiti im Tausch für Neymar nach Paris transferiert werden soll - plus einer Ablöse von 100 Millionen Euro. Für den Brasilianer ginge damit wohl ein Traum in Erfüllung. Er wolle nicht mehr für PSG spielen und nach Hause zurückkehren, habe Neymar PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi mitgeteilt, wie das spanische Blatt "Mundo Deportivo" verlauten lässt.

Damit ist das Sommer-Theater um die beiden Hauptdarsteller Neymar und Griezmann aber noch nicht komplett ausgeleuchtet. Denn: Plötzlich soll auch Real Madrid mitmischen. Und die "Königlichen" liebäugeln laut "Mundo Deportivo" ebenfalls mit einem Tauschhandel.

Neben einer Ablöse von 130 Millionen Euro sollen entweder Gareth Bale oder James Rodríguez zum Tuchel-Klub wechseln. Darüber hinaus sei man in Madrid bereit, Neymar ein Jahresgehalt von 30 Millionen Euro zu bezahlen.

PSG kämpft um Neymar

Derweil betonen die Verantwortlichen bei Paris Saint-Germain, Neymar nicht ziehen lassen zu wollen. "Es gibt Verträge, die selbstverständlich respektiert werden müssen", so al-Khelaifi gegenüber "France Football". Niemand habe Neymar gezwungen, in Paris zu unterschreiben. "Er ist wissentlich hierhergekommen, um sich diesem Projekt anzuschließen."

Neymars Vertrag in Paris läuft noch bis 30. Juni 2022, der von Griezmann in Madrid sogar noch ein Jahr länger - aber was heißt das schon, wenn es um 420 Millionen Euro geht...

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