Lionel Messi sagt Ja zu Inter Miami, aber möglicherweise Nein zur WM 2026 - das Genie und die letzte große Frage

Lionel Messi mag auf Vereinsebene nicht mehr die ganz große Bühne bespielen, für Staunen und Sprachlosigkeit sorgt er aber auch mit 38 Jahren. Gerade erst bekam Messi den Goldenen Schuh für den besten Torjäger der MLS überreicht, die Ehrung zum MVP dürfte folgen. Am Donnerstag verlängert er bis 2028. Das Fußball-Genie ist noch immer Kapitän des argentinischen Nationalteams - auch bei der WM 2026?

So verkündet Messi seine Vertragsverlängerung in Miami

Quelle: SNTV

"Was kann ich noch über Leo sagen?" Javier Mascherano suchte nach dem letzten Spieltag der Regular Season in der Major League Soccer mal wieder nach Worten, um das Phänomen Lionel Messi zu beschreiben. Dabei ist kaum jemand in der Vergangenheit so nah dran gewesen am Superstar wie der Trainer des Inter Miami CF.
Mascherano spielte einst mit Messi beim FC Barcelona zusammen, wo die beiden Argentinier zweimal die Champions League gewannen. In der Albiceleste wurde der aktuelle Miami-Coach von seinem heutigen Schützling Messi als Rekordnationalspieler abgelöst.
Der ist inzwischen 38 Jahre alt und verzaubert nicht nur seinen Trainer. 29 Treffer und 19 Assists sammelte Messi in 28 Ligaspielen, beides Bestwerte in dieser Saison.
Er gab die meisten Schüsse (157), er brachte die zweitmeisten aufs Gehäuse (73) - einzig Thomas Müller von den Vancouver Whitecaps hat einen höheren Torschnitt pro Partie (1,16 zu 1,08) als der Weltmeister von 2022. Allerdings kam der einstige Bayern-Torjäger bislang erst auf sieben Einsätze.
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Vertrag fix! Messi verlängert bei Inter Miami

Quelle: Perform

Messi: "jetzt Werden sehen, ob wir ein Team sind"

"Leo ist außergewöhnlich, wie er es so oft ist", befand Mascherano nach dem 5:2-Erfolg gegen den Nashville SC. Messi hatte dazu drei Tore und eine Vorlage beigesteuert, Miami beendete die reguläre Saison damit auf Platz drei der Eastern Conference und erreichte souverän die Playoffs.
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Lionel Messi: Weltmeister und zweimal Copa-Sieger mit Argentinien

Fotocredit: Getty Images

Ein Selbstläufer waren die vergangenen Monate nicht, Kapitän Messi musste sein Team durch turbulente Phasen navigieren. "Jetzt werden wir wirklich sehen, ob wir ein Team sind. Es sind schwierige Zeiten", rüttelte der Routinier seine Kollegen nach der 0:3-Heimpleite am 14. Spieltag gegen Orlando City wach, als Inter auf Rang sechs abgerutscht war und die K.o.-Phase in Gefahr geriet.
Miami hat das Ruder herumgerissen, ab dem 25. Oktober geht es in der ersten Playoff-Runde im Best-of-Three-Format gegen Nashville. Messi und Kollegen sind gleichermaßen gewarnt wie ambitioniert.

Inter Miami: Es geht nur um den Titel

Vor einem Jahr schloss Inter die Regular Season als beste Mannschaft ab, scheiterte aber direkt in der ersten Runde an Atlanta United - ein herber Rückschlag für den erst 2018 gegründeten Club Internacional de Fútbol Miami um Miteigentümer David Beckham.
Nun soll alles anders werden. Es wäre zweifellos ein Misserfolg, wenn man am Ende ohne den Titel dastünde, stellte Abwehrspieler Noah Allen klar: "Wir setzen uns selbst die höchsten Maßstäbe, wollen jeden möglichen Pokal gewinnen." Damit dürfte der 21-Jährige auf einer Linie mit Messi liegen, dem der MLS Cup in der Trophäensammlung bislang fehlt.

Inter Miami verlängert mit Messi

Zwei Tage vor Beginn der Playoffs wartete Inter Miami zudem mit einer spektakulären Meldung auf. Man habe den Ende des Jahres auslaufenden Vertrag mit Messi bis Ende 2028 verlängert, verkündete der Klub stolz.
Inter verfolgt damit eine klare Strategie, nicht nur sportliche. Denn: Der neue eine Milliarde US-Dollar teure Miami Freedom Park soll 2026 eröffnen.
Das reine Fußball-Stadion wird 25.000 Zuschauern Platz bieten - und mit Messi weiterhin die Heimstätte eines Weltstars sein. Mit dem Titel "He's home" setzte Inter das Projekt mit einem Video in den sozialen Netzwerken gleich bildgewaltig in Szene.
Der Traum von Klub und Superstar: Der erste Titel für Miami soll realisiert werden, spätestens mit dem Neubau des Stadions.

Messi holt drei Trophäen in vier Jahren mit Argentinien

Im Hinblick auf die Nationalelf hat Messi seine Trophäen-Sammlung dagegen im fortgeschrittenen Profi-Alter vervollständigt. 2021 gewann Messi mit 34 Jahren erstmals die Copa América, das südamerikanische Pendant zur Europameisterschaft. Es war - abgesehen vom Olympiasieg 2008 - sein erster großer Erfolg mit Argentinien. Im Jahr darauf folgte bei der WM in Katar die Krönung.
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Lionel Messi wird Weltmeister 2022 mit Argentinien

Fotocredit: Getty Images

2024 gelang Messis Argentiniern quasi als Zugabe noch die Titelverteidigung bei der Copa, seitdem steht die Frage im Raum: War es sein letztes Turnier, das finale furioso? Die Antwort darauf kennt vielleicht noch nicht einmal Messi selbst.
"Ich habe noch keine Entscheidung bezüglich der Weltmeisterschaft getroffen. Ich werde die Saison zu Ende spielen, dann geht es wieder in die Vorbereitung der nächsten Spielzeit und mir bleiben noch sechs Monate", ließ der 195-malige Nationalspieler im September nach dem 3:0 in der WM-Qualifikation gegen Venezuela wissen.
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Beckham zur Messi-Verlängerung: "Zeigt, dass er den Verein liebt"

Quelle: Perform

Messi zur WM 2026? "Lieber nicht dabei, wenn ..."

Die Partie im Estadio Monumental in Buenos Aires, das steht fest, war das letzte Pflicht-Heimspiel im Nationaltrikot für den Volkshelden aus Rosario. "Heute ging es hier das letzte Mal für mich um Punkte", sagte Doppel-Torschütze Messi an einem emotionalen Abend, der ihn zu Tränen rührte.
Er sei zwar "motiviert", bei der WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA zu spielen, aber "ich bin lieber nicht dabei, wenn ich mich nicht gut fühle".
Nationaltrainer Lionel Scaloni versicherte, dass der Ausnahmespieler sich "in Ruhe" Gedanken machen könne. "Wie auch immer er sich entscheidet, es ist in Ordnung", unterstrich der 47-Jährige, der bei der WM 2006 noch mit Messi zusammenspielte.
Was möglicherweise eine Rolle spielt in den Überlegungen: Mit der WM-Krone und dem Copa-Coup hätte Messi den perfekten Abschied bei den beiden großen Turnieren hingelegt - besser kann eine Weltkarriere nicht enden.
Will der achtmalige Weltfußballer diesen letzten Eindruck wirklich aufs Spiel setzen?
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Messis Ballon d'Or 2023 in Zahlen: Das brachte ihm den 8. Titel

Quelle: Perform


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