Donnergrollen von Lionel Messi beim FC Barcelona: Jetzt droht der große Knall

Während beim Erzrivalen Real Madrid eitel Sonnenschein herrscht, hängen über dem FC Barcelona dunkle Wolken. Nach der verpassten Meisterschaft in Spanien schickte Superstar Lionel Messi ein heftiges Donnerwetter Richtung Quique Setién. Dessen Trainerstuhl wackelt vor dem Final-Turnier in der Champions League nun gehörig. Aber in der Ferne leuchtet ein Funken Hoffnung.

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Statt eine weitere Meisterschaft zu feiern wie Real Madrid hat der FC Barcelona an diesem Wochenende nur eines. Etwas, das für jeden Verein unangenehm und nervenaufreibend ist: Eine Trainerdiskussion. Quique Setién steht im Kreuzfeuer der Kritik nach dem verpassten Titel in "La Liga" und vor dem Finalturnier in der Champions League.
Das peinliche 1:2 gegen Osasuna hatte für Superstar Lionel Messi das Fass zum Überlaufen gebracht. Aus ihm brach der ganze Frust heraus. Man sei die ganze Saison über "ein unbeständiges, schwaches Team" gewesen, das von zu vielen Gegnern "durch Intensität, durch Willen" besiegt worden sei. Messi bittere Bilanz: "Seit Januar lief alles schlecht." Im Januar war Trainer Ernesto Valverde durch Setién abgelöst worden.
Messi lässt für gewöhnlich Leistung beziehungsweise Tore sprechen. Wenn er solche Worte verliert, herrscht Alarmstufe Rot. Die spanischen Radiosender kannten kein anderes Thema, die Schlagzeilen und Spekulationen um einen sofortigen Rauswurf des Trainers überschlugen sich. Messis Donnergrollen wurde selbstverständlich auch in der Chefetage registriert, woraufhin Barca-Präsident Josep Maria Bartomeu den Trainer umgehend zum Rapport bestellte.

Keine Hinweise auf sofortige Entlassung von Setién

Nach dem Treffen am Freitagabend gab es indes keine Hinweise darauf, dass Setién sofort entlassen werde. Setién fühle sich durchaus in der Lage, das Ruder wieder herumzureißen. Im letzten Saisonspiel bei Deportivo Alavés soll er definitiv noch auf der Bank sitzen, danach bekommt die Mannschaft fünf Tage frei, ehe die Vorbereitung auf die "Königsklasse" beginnt.
Dort gilt es dann, ein 1:1 gegen den SSC Neapel auszubauen. "Wenn wir nicht reagieren, werden wir gegen Neapel verlieren", glaubt Messi. Die Hoffnung, dass sich die Wogen nach ein paar Tagen Urlaub glätten und sich Coach und Team zusammenraufen, scheint nach solchen Sätzen des mächtigsten Spielers doch eher vage.
Besser gemacht hat Setíen die Mannschaft in seiner Amtszeit bislang wahrlich nicht. Barcelona, einst berühmt-berüchtigt für konstante Leistungen auf Spitzenniveau, ist in dieser Saison äußerst nachlässig. Der Gegner bekommt ungewöhnlich viele Torchancen, vorne bleiben die Möglichkeiten zunehmend aus. Von Teamspirit keine Spur.
"Es besteht die reale Gefahr, dass Barcelona gegen Neapel ausscheidet", warnt Ex-Barca-Akteur und heutiger Fan der Blaugrana, Rivaldo. "Ich mache mir Sorgen und ich denke, dass die meisten Katalanen dieses Gefühl mit mir teilen", fügte der Brasilianer an. Auch er reiht sich in die Riege der zahlreichen Setién-Kritiker und macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl.

Zeit scheint reif für Xavi

Rivaldo ist es auch, der ausspricht, was viele in Barcelona denken: Die Zeit ist reif für die Rückkehr eines verlorenen Sohnes: Xavi Hernández. Die Ikone.
Der 40-Jährige, aktuell Trainer bei Katar-Klub Al Sadd Sports Club, hatte zuletzt in der katalanischen Zeitung "Sport" die Bereitschaft dazu signalisiert. "Die größte Hoffnung, die ich jetzt habe, ist es, Barça zu trainieren und ihnen zurück auf den Erfolgsweg zu verhelfen."
Xavi hat mit Barcelona viermal die Champions League gewonnen, acht Meistertitel und drei Pokalsiege gefeiert. Er weiß: "Ich bin ein Teil dieses Klubs. Ich würde gern zum richtigen Zeitpunkt zurückkehren, um ein Projekt bei null zu starten." Und weiter: "Ich habe es bereits oft gesagt, ich möchte bei Barcelona fußballerische Entscheidungen treffen."
Bereits im Winter hatte es Kontakt zwischen der Barça-Führung und Xavi gegeben. Damals lehnte Xavi noch ab. Dass er jetzt kurzfristig übernimmt, scheint schwer vorstellbar. Doch zur neuen Saison wäre er sicher eine Option.
Diese Aussicht würde auch Messis Gemüt wieder aufhellen.
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