FC Barcelona | Darum wird Antoine Griezmann durchstarten

Mit vielen Vorschusslorbeeren kam Antoine Griezmann im Sommer von Atlético Madrid zum FC Barcelona. Nach der Hälfte der Saison ist klar: angekommen ist der französische Weltmeister bei den Katalanen noch nicht. Die Statistiken sprechen zwar für den 28-Jährigen, seine Leistungen bei Barça sind aber durchwachsen. Griezmann sucht noch nach seiner Rolle, die er 2020 dringend finden muss.

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Es war das beherrschende Thema im Fußball-Sommer 2019: Der Wechsel von Antoine Griezmann zum FC Barcelona.
Der Franzose hatte noch ein gutes Jahr zuvor, kurz nach dem WM-Erfolg mit Frankreich, seinem Verein Atlético Madrid die Treue geschworen. In einer eigenen Fernseh-Sondersendung gestand er den "Rojiblancos" seine Liebe und entschied sich für einen Verbleib.
Im Mai 2019 dann der Sinneswandel. Griezmann verbreitete auf "Twitter" ein Video, in dem er sich bei den Atlético-Fans bedankte und verkündete:
Nach einer Schlammschlacht zwischen Atlético, Griezmann und dem FC Barcelona bekam der 28-Jährige schließlich seinen Willen: Er unterschrieb einen Fünfjahresvertrag bei den Katalanen, die 120 Millionen Euro Ablösesumme nach Madrid überwiesen.

Griezmann mit durchwachsenen Leistungen

Lionel Messi, Luis Suárez und Antoine Griezmann - auf dem Papier hat Barça seitdem das beste Sturm-Trio der Welt. In der Praxis aber zeigte gerade Griezmann nur mittelmäßige Leistungen.
Dabei sprechen die Statistiken eigentlich für den Angreifer: In 18 Liga-Spielen brachte Griezmann es auf sieben Tore und vier Torvorlagen. Trotzdem lief der Superstar bei den Katalanen oft seiner Form hinterher. Für Fußball-Experte Samuel Garcia von Eurosport Spanien keine Überraschung:
Neuzugang Griezmann musste sich hinten anstellen in Barcelona, fühlte sich auf dem linken Flügel aber nicht wohl. Dafür arbeitete er emsig nach hinten mit, was bei Messi oder Suárez selten der Fall ist.

"Griezmann hat es sich nicht leicht gemacht"

Offensiv hingegen kam der Neuzugang mit dem Barça-System bislang nicht zurecht. Während Atlético auf blitzschnelle Konter setzte und Griezmann dabei Zielspieler war, ist in Barcelona ein langsames, auf Ballbesitz basiertes Aufbauspiel angesagt - und dabei ist Griezmann nur eine von mehreren Anspielstationen.
"Es ist nie einfach, den Verein zu wechseln, auch nicht für Antoine Griezmann. Atlético Madrid wurde um ihn herum aufgebaut. Er hat es sich nicht leicht gemacht, aber das brauchte er wohl", sagte Griezmanns Nationaltrainer Didier Deschamps.
Griezmann wirkte oft wie ein Fremdkörper im Spiel der Katalanen. Es haperte an der Abstimmung mit den Teamkollegen, an den Laufwegen und am Timing. Barcelona-Coach Ernesto Valverde erklärte dazu:
Griezmann zeigte sich einsichtig, weiß um seine Schwächen auf dem Feld: "Ich versuche alles so schnell zu lernen und umzusetzen - leicht ist das aber nicht. Noch habe ich nicht das nötige Selbstvertrauen, um den Risikopass zu spielen oder auf den Torabschluss zu gehen." Gerade zu Beginn der Hinrunde war das sehr auffällig.

Aufwärtstrend bei Griezmann

Doch schon in den vergangenen Partien war ein deutlicher Aufwärtstrend sichtbar. Griezmann zeigte, warum Barcelona für ihn eine dreistellige Ablöse überwiesen hat. Er war besser im Offensivspiel mit eingebunden und harmonierte mit Messi und Suárez.
Klar ist aber auch: 2020 muss mehr kommen vom Weltmeister. Und die Zeichen stehen gut, denn der technisch beschlagene Torjäger passt fußballerisch im Prinzip deutlich besser zum FC Barcelona als zu Atlético Madrid. Wenn die Laufwege und das blinde Verständnis mit den Mitspielern erst einmal funktionieren, wird auch Griezmann seine Freude am Barça-System haben.
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