FC Barcelona: Darum halten Lionel Messi und Co. Real Madrid auf Distanz

Nach rund dreimonatiger Coronapause meldet sich die spanische La Liga zurück und mit ihr der spannende Zweikampf an der Spitze zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid. Während Barça im Titelkampf auf einen prominenten Rückkehrer baut, sehen sich die Königlichen mit bisher unbekannten Problemen konfrontiert. Eurosport.de verrät, warum Lionel Messi und Co. im Meisterrennen die Nase vorn haben.

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Die Freude war den Barça-Stars in der Ciutat Esportiva Joan Gamper, dem Trainingsgelände im Schatten des Camp Nou, deutlich anzusehen.
Schließlich musste der FC Barcelona fünf lange Monate auf Torjäger Luis Suárez verzichten. Pünktlich zum Neustart von La Liga meldete sich der 33-Jährige nach seiner überstandenen Knie-Operation zurück und machte den Fans damit allen Grund zur Hoffnung auf eine erfolgreiche Titelverteidigung.

Suárez: Barças X-Faktor im Titelrennen

"Endlich. Nach so viel Arbeit, Einsatz und Opfern bin ich wieder gesund", freute sich Suárez über seine Rückkehr, die ohne die rund dreimonatige Coronapause in der laufenden Spielzeit wohl nicht mehr zustande gekommen wäre. Auch Sturmpartner Antoine Griezmann unterstrich den Stellenwert seines Mannschaftskollegen, der im Meisterrennen mit Real Madrid zum entscheidenden Faktor werden könnte.
"Luis [Suárez; Anm. d. Red.] ist unsere Nummer neun, ein Torjäger, der zusammen mit Leo [Lionel; Anm. d. Red.] Messi in großen Spielen den Unterschied ausmacht. Wir haben ihn in den letzten Spielen vermisst. Wir sind wirklich froh, einen Spieler wie ihn wieder zu haben, und er wird uns von Anfang an helfen", konstatierte der Franzose, der Anfang der laufenden Saison von Atlético Madrid nach Barcelona gewechselt war.
Suárez erzielte vor seiner schweren Verletzung in 17 Ligaspielen elf Treffer und bereitete weitere sieben Tore vor.
Ob er jedoch zum Auftakt am Samstag bei RCD Mallorca (22:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) bereits wieder in der Startformation des Tabellenführers stehen wird, ist noch offen. Zumal drei Tage später bereits der nächste Härtetest im heimischen Camp Nou gegen CD Leganés ansteht.
Der Uruguayer ist jedoch nicht der Einzige, dessen Einsatz unmittelbar vor dem Neustart noch auf der Kippe steht. Auch Superstar Messi musste aufgrund einer kleineren Muskelverletzung zuletzt ein paar Tage pausieren. Seit Anfang der Woche befindet sich der Barça-Kapitän aber wieder im Mannschaftstraining und sprüht förmlich vor Spielfreude. "Ich habe richtig Lust, wieder Fußball zu spielen", sagte er.

Coronapause ein Vorteil für Barcelona

Ein Selbstläufer wird die Auftaktpartie beim Aufsteiger trotz der prominenten Rückkehrer jedoch keineswegs. Immerhin mussten sich Real beim Gastspiel auf Mallorca überraschend mit 0:1 geschlagen geben. Dabei sind die Königlichen im Kampf um die spanische Meisterschaft, der unweigerlich auf einen Zweikampf der beiden Schwergewichte hinausläuft, auf jeden Zähler angewiesen.
Derzeit liegt Real mit einem Rückstand von zwei Zählern auf Platz zwei in der Tabelle und kann sich nach wie vor berechtigte Hoffnungen auf den ersten Titel seit der Spielzeit 2016/17 machen. Zumal die Blancos personell nach der Rückkehr von Eden Hazard und Marco Asensio nahezu aus dem Vollen schöpfen können.
Fußball-Experte Adrian Garciavon Eurosport in Madrid ist trotz allem davon überzeugt, dass Barcelona am Ende der Saison erneut den Titel in die Luft strecken werden.
"Ohne die Coronakrise hätte ich Real gesagt, aber in dieser neuen Situation ist Barça mit einem motivierten Messi der Top-Anwärter auf den Titel. Die Spielpause war eine Art Segen für Barça", erklärte Garcia.

Real Madrid: Mythos des Estadio Bernabéu verschwindet

Der Mannschaft von Quique Setién kommt darüber hinaus zu Gute, dass der Heimvorteil der vermeintlich kleineren Teams aufgrund der Geisterspiele fast gänzlich wegfällt, was für die in dieser Saison notorisch auswärtsschwachen Katalanen (Platz fünf in der Auswärtstabelle) zweifelsohne ein Vorteil ist.
Selbstverständlich geht es auch der Mannschaft von Zinédine Zidane nicht anders, die am kommenden Sonntag zum Auftakt SD Eibar (19:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) empfängt. Allerdings müssen die Königlichen aufgrund von Umbauarbeiten im Estadio Bernabéu ihre restlichen Heimspiele im kleinen Trainingsstadion Alfredo di Stefano austragen, während die Gegner des FC Barcelona nach wie vor in das durchaus furchteinflößende Camp Nou reisen müssen.
"Ohne Fans ist es natürlich eine komplett andere Situation, speziell für die Gästeteams. Ein großes Stadion wie das Santiago Bernabéu oder das Camp Nou macht den Gegnern Angst. Auf einem kleinen Platz zu spielen, ist wie ein Training für Real und natürlich auch für den Gegner", betonte Garcia.
Nicht umsonst blieb die Blaugrana in ihren 13 Heimauftritten unbesiegt, lediglich Real konnte bislang einen Punkt aus der katalonischen Hauptstadt entführen (0:0).
Im Ligaendspurt baut Barça nicht zuletzt auch auf die Torjägerqualitäten von Suárez. Schließlich verlor der amtierende Meister in dieser Saison noch keine Partie, wenn der Angreifer traf.
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