FC Barcelona: Antoine Griezmann bleibt weiter ein Rätsel
Antoine Griezmann erwischte beim 1:0-Arbeitssieg des FC Barcelona gegen Real Valladolid einen gebrauchten Abend. Konstant gute Leistungen wollen sich beim 120 Millionen Euro teuren Star-Einkauf auch nach einem Jahr bei den Katalanen einfach nicht einstellen. Barça stärkt dem Franzosen zwar konsequent den Rücken, doch dessen Rolle bleibt ein Rätsel.
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Diese Szene wird Antoine Griezmann sicherlich noch den kompletten Samstagabend verfolgt haben.
Rechtsverteidiger Nélson Semedo hatte sich in der 19. Minute energisch auf dem rechten Flügel durchgesetzt und den Franzosen punktgenau am Fünfmeterraum bedient.
Doch anstatt zum 2:0 einzuschieben, verfehlte Griezmann den Ball ungelenk mit dem rechten Fuß und ließ Gegner Real Valladolid überraschend am Leben.
Bereits fünf Minuten zuvor hatte er den Zorn Lionel Messis auf sich gezogen, nachdem er einen gefährlichen Angriff mit einem Rückpass an den Rand des Strafraums abgeschlossen hatte, statt den einschussbereiten Argentinier im Sechzehner zu bedienen.
Griezmann enttäuscht gegen Valladolid
Zwar kostete Griezmanns Fehlschuss Barça im Titelrennen mit Real Madrid keine wichtigen Punkte; Arturo Vidals Treffer aus der 15. Minute reichte zu einem glanzlosen 1:0-Arbeitssieg; der schwache Auftritt des 29-Jährigen dürfte bei den Fans der Katalanen aber einmal mehr für Kopfschütteln gesorgt haben.
Nach 45 Minuten hatte auch Coach Quique Setién genug gesehen und schickte Griezmann noch in der Halbzeitpause zum Duschen. Zwar klärte der Trainer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel auf, dass Griezmann aufgrund von Schmerzen im Quadrizeps um den Wechsel gebeten habe, doch auch rein sportlich wäre die Entscheidung absolut nachvollziehbar gewesen.
Ein durch und durch gebrauchter Abend für den Stürmer, dessen Dienste sich Barcelona im vergangenen Sommer 120 Millionen Euro hatte Kosten lassen.
Barça und Griezmann: Eine unglückliche Ehe
Das Wort, das die Ehe zwischen Griezmann und Barça seither wohl am besten beschreibt, ist: unglücklich.
Weder Setién noch Vorgänger Ernesto Valverde schafften es, den hochbegabten Franzosen erfolgreich ins System der Blaugrana zu integrieren.
Die Ewartungen, die so eine hohe Ablöse zwangsweise mit sich bringen, konnte Griezmann bislang nicht erfüllen. 15 Tore und vier Vorlagen in 46 Pflichtspielen sind allenfalls in Ordnung, mehr aber auch nicht. Wer sich erhofft hatte, Griezmann könnte gemeinsam mit Messi und Luis Suárez ein ähnlich treffsicheres Trio bilden, wie die beiden es vorher mit Neymar getan hatten, wurde bitter enttäuscht.
"Das Ziel ist es, die bestmögliche Formel für uns drei zu finden, aber wir lernen uns noch kennen. Da es Antoines erstes Jahr hier ist, ist es nicht so einfach, die Automatismen zu finden“, nahm Suárez seinen Nebenmann jüngst in Schutz: "Griezmann wird immer unsere Unterstützung haben."
Erklärungen, die man aus Barcelona mittlerweile zur Genüge kennt. Die Frage ist nur: Wie lange wird es dauern, besagte Formel zu finden? Oder passt Griezmann als Spielertyp einfach nicht zu Messi und Suárez? Auch hinter Setién als geeignetem Problemlöser für Barças wohl größtes Rätsel steht ein großes Fragezeichen.
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Barça will weiter an Griezmann festhalten
Nachdem der umstrittene Coach den Franzosen gegen dessen Ex-Verein Atlético Madrid (2:2) erst in der 89. Minute eingewechselt und damit für Zündstoff gesorgt hatte, zeigte Griezmann beim darauffolgenden 4:1 gegen FC Villarreal seine vielleicht beste Leistung im Trikot der Blaugrana und traf per traumhaftem Heber.
Aussichtslos ist die Lage des Weltmeisters von 2018 in Barcelona also keineswegs. Auch die Klub-Verantwortlichen glauben weiter an Griezmann. Ein frühzeitiger Abgang, über den in den spanischen Medien in den vergangenen Wochen bereits fleißig spekuliert wurde, ist laut Informationen der "L’Equipe" vom Tisch.
Jetzt liegt es am Stürmer, das Vertrauen endlich mit konstant guten Leistungen und Toren zurückzuzahlen. Auftritte wie in Valladolid sollte Griezmann dabei in Zukunft tunlichst vermeiden.
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