Wegen Lionel Messi: Barcelona-Fans protestieren vor Camp Nou

Die Bestätigung dass Lionel Messi den FC Barcelona verlassen möchte, schlug bei den Barça-Fans ein wie eine Bombe. Etwa 100 Anhänger versammelten sich am Dienstagabend vor dem Stadion Camp Nou. Mit Messi-Trikots skandierten sie "Messi, bleib" und zeigten mit Gesten deutlich, was sie von der Führung des Klubs halten, die ihrer Meinung nach der Auslöser für den Wechselwunsch des Argentiniers sind.

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Zu den Protesten am Camp Nou rückte dann auch die Polizei an und beendete die Ansammlung wegen der aktuell geltenden Hygienebestimmungen durch das Coronavirus, auch wenn die meisten Fans Masken trugen. Auf einigen Plakaten der Anhänger wurde zudem der Rücktritt von Präsident Josep Bartomeu gefordert.
Denn schon seit Monaten soll Messi mit der Klubführung - allen voran Bartomeu - im Streit liegen. Auch die titellose Saison sowie die generell schlechte Stimmung im Verein kreiden viele Barça-Fans den Klubbossen an. Nun also möchte auch noch der Superstar des FC Barcelona den Verein nach über 20 Jahren verlassen.
Mehrere spanische Medien hatten vor der Bestätigung von Klubseite bereits über Messis Wechselwunsch berichtet. Am Abend bestätigte schließlich eine Quelle des 26-maligen spanisches Meisters der Nachrichtenagentur "AFP", dass der Argentinier den Verein tatsächlich verlassen möchte.

Ex-Präsident macht Fans Hoffnung

Spätestens die 2:8-Pleite im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Bayern hat womöglich beim Argentinier die Entscheidung reifen lassen, einen neuen Verein zu suchen. Einen Neuaufbau der Mannschaft im Alter von 33 Jahren möchte Messi wohl nicht mehr mitgestalten.
Ex-Präsident Joan Laporta, der den Klub von 2003 bis 2010 geleitet hatte, machte den Fans bei Twitter aber zumindest noch etwas Hoffnung. "Wenn sie (die Klubbosse um Bartomeu, Anm. d. Red.) sofort zurücktreten, gäbe es noch Hoffnung, dass Messi bei Barça bleibt", glaubt Laporta.
Interessenten für Messi soll es jedoch schon mehrere geben. Manchester City, das angeblich schon die Finanzen prüft, sowie Inter Mailand und Paris Saint-Germain sind dabei offenbar an vorderster Front.
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