Stars auf der Bank: Mit Müller, Götze, Özil, Umtiti, Pulisic, Mandzukic, Rakitic und Keita

Der Oktober ist fast vorbei, Europas große Fußballligen in vollem Gange. Bei den Topklubs haben sich die Stammformationen herauskristallisiert, zum Leidwesen einiger Topstars, die auf der Bank versauern. Wie geht es weiter mit Thomas Müller, Ivan Rakitic oder Mario Mandzukic. Und was planen die einstigen deutschen Nationalspieler Mario Götze und Mesut Özil? Eurosport.de klärt auf.

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Thomas Müller:

Hat unter Niko Kovac einen schweren Stand. Ist der große Verlierer der Verpflichtung von Philippe Coutinho, wurde vom Dauerspieler zum Edeljoker herabgesetzt. Zuletzt wurde bereits über einen Abgang im Winter spekuliert. Müller selbst sagt:
Durfte zuletzt in der Champions League gegen Olympiakos Piräus von Beginn an ran und überzeugte.

Naby Keita:

Zu den uneingeschränkten Stammspielern zählte Keita in der vergangenen Saison beim FC Liverpool nicht. Immer wieder fand er sich ohne Einsatzzeiten auf der Bank wieder. Stand jetzt, setzt sich dieser Trend fort. Ein Muskelbündelriss stoppte den ehemaligen Leipziger zu Saisonbeginn. Aktuell kämpft er sich langsam zurück. Das Problem: In Mittelfeld der Reds überzeugen Georginio Wijnaldum, Fabinho und Jordan Henderson komplett. Keita muss sich hintenanstellen.

Ivan Rakitic:

In der vergangenen Spielzeit noch das Herzstück des Barça-Mittelfelds, schaffte Rakitic es zuletzt fünf Mal in Folge nicht in die Startelf - einmal gar nicht erst in den Kader. Der Kroate ist der große Verlierer des Transfers von Frenkie de Jong, der ihn als Regisseur aktuell überholt hat. Mit 31 Jahren scheint die große Zeit des Vize-Weltmeisters vorüber. In den spanischen Medien wird der Umgang mit dem verdienten Profi bereits heftig kritisiert. "Cadena SER" schreibt:
Die Zeichen stehen eindeutig auf Trennung.

Mario Götze:

Schon in der vergangenen Spielzeit hatte Götze unter Lucien Favre einen schweren Stand, gehörte zum Ende der Saison aber zum Stammpersonal. In der aktuellen Spielzeit scheint sich seine Situation sogar noch schwieriger zu gestalten. In nur zwei von zwölf Pflichtspielen schaffte er es in die Startelf. Häufig bekommt er nicht mal die Chance von der Bank. Der BVB würde den auslaufenden Vertrag mit dem Eigengewächs gerne verlängern, allerdings zu geringeren Bezügen. Der 27-Jährige zögert verständlicherweise. Es riecht nach Trennung.

Mesut Özil:

Özil hat beim FC Arsenal unter Unai Emery keine Zukunft mehr. Das machen nicht nur seine Einsatzzeiten deutlich, sondern auch die Aussagen des Spaniers:
Erst in einem Premier-League-Spiel schaffte es der ehemalige Nationalspieler überhaupt auf den Rasen. Zuletzt saß er drei Mal in der Liga und ein Mal in der Europa League gar auf der Tribüne. Bleibt die Frage, wo Özil mit seinen horrenden Gehaltsvorstellungen (aktuell rund 300.000€ pro Woche) unterkommen könnte. Gerüchte besagen, dass sich Istanbuler Klubs um den Deutsch-Türken bemühen.

Christian Pulisic:

Schlappe 60 Millionen Euro ließ sich der FC Chelsea den Youngster vom BVB zu im vergangenen Winter kosten. Der Start des US-Amerikaners an der Stamford Bridge verläuft allerdings holprig. Nur 36 Minuten in den vergangenen fünf Ligaspielen. Sein Trainer Frank Lampard erklärte jüngst:
Zuletzt wurde berichtet, dass Pulisic nicht wohl fühle und mit einer Flucht im Winter kokettiere. Lampard dazu:
Geduld ist also weiterhin angesagt beim Flügelstürmer. Immerhin: Im Champions-League-Duell mit Ajax Amsterdam bereitete er nach Einwechslung den Siegtreffer durch Michy Batshuayi vor.

Mario Mandzukic:

Der Kroate steckt in der Zwickmühle. Nachdem ein Vereinswechsel im Sommer nicht klappte, machte der Stürmer in dieser Saison noch kein Spiel für Juventus Turin – und das wird wohl auch so bleiben. Für die Champions League ist Mandzukic nicht gemeldet, in der Liga stand er zuletzt nicht mal mehr im Kader. Nun trafen Verein und Spieler sogar eine Vereinbarung, nach der Mandzukic ab sofort nicht mehr mit der Mannschaft trainiert. Der Spieler soll so mehr Zeit dafür haben, sich um einen neuen Verein im Winter zu kümmern. Im Gespräch ist weiterhin Manchester United. Mandzukic selber wäre wohl bereit, in Sachen Gehalt große Abstriche zu machen.

Samuel Umtiti:

Samuel Umtiti erlebt wahrlich keine schöne Zeit beim FC Barcelona. Bereits seit Anfang der vergangenen Saison fällt der französische Weltmeister von 2018 immer wieder mit Knie- und Fußproblemen aus, kommt nur noch sporadisch zum Einsatz. Nicht nur seinen Stammplatz hat der 25-Jährige verloren, mittlerweile soll die Klubführung laut Informationen der "AS" sogar darüber nachdenken, Umtiti abzugeben, der eigentlich langfristig als Nachfolger von Gerard Piqué eingeplant war. Nach seinem ersten Saison-Einsatz am Wochenende bei SD Eibar keimte Hoffnung auf, am Dienstag verletzte sich der Franzose jedoch erneut am Knie. Bitter für Barça, bitter für Umtiti.
Bleibt der Franzose nicht über einen längeren Zeitraum gesund, wird es mit dem Stammplatz und der erfolgreichen Zukunft in Barcelona schwierig.
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