Der Tabellenzehnte aus Vigo versteckte sich beim Tabellenführer und heimstärksten Team der Liga keineswegs und übernahm von Beginn an die Kontrolle über das Spielgeschehen. Nicht nur das, die Himmelblauen belohnten sich bereits früh für die intensiven Offensivbemühungen.
Nach einer Hereingabe von der rechten Seite stand Santi Mina am ersten Pfosten und köpfte das Leder präzise und gekonnt mit einem sehenswerten Flugkopfball zur verdienten 1:0-Gästeführung in die Maschen (13.).
Die Galizier hatten Atléticos linke Abwehrseite von nun an als Schwachstelle ausgemacht und versuchten immer wieder, über den eigenen rechten Flügel für Gefahr zu sorgen. Nur fünf Minuten nach der Führung führte eine schnelle One-Touch-Kombination dazu, dass Iago Aspas das Leder von rechts erneut gefährlich ins Zentrum schlagen konnte. Diesmal fand die Hereingabe jedoch keinen Abnehmer (18.).
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Die Hausherren konnten offensiv kaum etwas entgegensetzen und bissen sich an kompakt stehenden Gästen die Zähne aus. In einem ersten Durchgang mit wenigen Torraumszenen hatten sich alle Beteiligten eigentlich schon auf einen 1:0-Halbzeitführung für Vigo eingestellt, doch Luis Suárez in Reihen der Rojiblancos hatte andere Pläne: Praktisch mit dem Halbzeitpfiff drückte der Uruguayer einen Querpass von Marcos Llorente per Grätsche aus kurzer Distanz zum schmeichelhaften 1:1 für die Hausherren über die Linie (45.). Sekunden später pfiff Guillermo Cuadra Fernandez zur Pause.
Die Gastgeber kamen euphorisiert vom späten Ausgleich aus der Kabine und legten schnell nach: Renan Lodi leitete eine Verlagerung auf die linke Seite direkt weiter, indem der Brasilianer das Spielgerät mit einem Kontakt in die Mitte spielte, wo erneut Suárez per Grätsche den Ball ins Netz bugsierte (50.). Ein Tiefschlag für die Gäste, die bis dato das bessere Team waren.
Die Mannschaft von Eduardo Coudet versuchte ihrerseits eine Antwort auf die unverdiente Führung zu finden: Nachdem Brais Méndez vor kurz dem Atlético-Strafraum von mehreren Gegenspielern gestellt wurde, rutschte der Ball zum mitgelaufenen Aspas durch. Der Spanier suchte aus bester Schussposition den Abschluss, doch Geoffrey Kondogbia rauschte heran und blockte den Schuss in höchster Not ab (55.).
Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit weiterhin wenigen Torraumszenen. Dennoch blieb ein Punktgewinn für Celta Vigo, aufgrund eines sehr guten Auswärtsauftrittes bis zum Ende im Rahmen des Möglichen. Und die Himmelblauen sollten ihren Lucky Punch bekommen: Eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit passte der eingewechselte Augusto Solari von rechts den Ball genau vors Tor, wo der ebenfalls eingewechselte Facundo Ferreyra den Fuß reinhielt und den verdienten 2:2-Endstand markierte (89.).

Die Stimmen:

Santi Mina (Celta Vigo): "Für uns ist es ein gutes Unentschieden, wenngleich es einen bitteren Beigeschmack hat, da sie gegen uns getroffen haben, als wir die Kontrolle hatten. Aber dieses Team hört nicht auf an sich zu glauben. Wir kämpfen immer, egal gegen welchen Rivalen. Wir machen viele Dinge gut und haben uns heute dafür belohnt."
Koke (Atlético Madrid): "Wir müssen einfach unsere Heimspiele gewinnen. In der ersten Halbzeit haben wir uns nicht wohl gefühlt und nicht gut gespielt. Wir haben in den letzten Begegnungen zu viele Tore zugelassen, dennoch haben wir einen guten Kader mit großartigen Spielern."

Der Tweet zum Spiel:

Facundo Ferreyra, der erst vor wenigen Tagen von Benfica Lissabon zu Celta Vigo gewechselt war, erzielte nach seiner Einwechselung in der 76. Minute sein Debüt-Tor für die Himmelblauen.

Das fiel auf: Vigo trotzt Suárez' Kaltschnäutzigkeit

Die Hausherren enttäuschten spielerisch über weite Strecken der Partie, was allerdings auch an einer guten Leistung der Gäste lag, die den besten Auswärtsauftritt der laufenden Spielzeit aufs Feld brachten. Die Himmelblauen agierten aus einer soliden Defensive heraus und ließen vereinzelt Qualitäten im Offensivspiel aufblitzen, die dem elften Tabellenplatz nicht entsprachen. Luis Suarez` Effizienz kaschierte die magere Darbietung des Tabellenführers jedoch etwas, der aber vor allem auf der linken Defensivseite große Mängel offenbarte. So ist es nicht verwunderlich, dass beide Vigo-Treffer über diese Seite eingeleitet wurden.

Die Statistik: 2

Lediglich zwei Abschlüsse benötigte Luis Suárez für seine beiden Treffer. Durch die Saisontore 15 und 16 bescherte der Uruguayer seiner Mannschaft einen weiteren Punkt im Kampf um die erste Meisterschaft seit 2014.
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