Der FC Barcelona ging von Beginn an in der Offensive ein hohes Tempo und hatte schon in der 4. Minute durch Lionel Messi eine Riesenchance. Nach einem Pass von Antoine Griezmann schoss der Argentinier von der Strafraumkante hart an die Latte, von wo der Ball auf die Torlinie und dann aus der Gefahrenzone prallte.
Vier Minuten später fiel dann aber der Führungstreffer. Sergio Busquets schickte Messi mit einem traumhaften Pass aus der eigenen Hälfte in den Strafraum, dort schlenzte der Argentinier den Ball in die rechte obere Ecke (8.).
Als Óscar Mingueza kurze Zeit später nach einem Zweikampf am Seitenrand behandelt werden musste, nutzten die Gäste die Überzahl zum Ausgleich. Marc Cucurella flankte von der linken Seite, Ángel Rodríguez schoss zentral im Strafraum Clément Lenglet an, von dort ging der Ball ins Tor (12.).
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In den Minuten danach war Getafe ein sehr unangenehmer Gegner für Barça – doch dann brachten die Gäste sich selbst um eine gute Ausgangsposition. Soufiane Chakla wollte unbedrängt zum eigenen Torwart spielen, doch weil David Soria herausgekommen war, schob der Getafe-Verteidiger den Ball ins eigene Tor (28.).
Fünf Minuten später schlug Messi wieder zu. Nach einem Kopfball in den Strafraum nahm der Argentinier den Ball mit seinem schwachen rechten Fuß direkt und schoss aus halbrechter Position an den linken Pfosten. Der Abpraller landete bei ihm und der wurde souverän von Messi verwandelt (33.).
Mit Beginn der zweiten Halbzeit wirkten beide Teams so, als hätten sie sich mit dem Ausgang des Spiels arrangiert. Doch in der 67. Minute stieg Barça-Verteidiger Ronald Araújo in einer ungefährlichen Szene Enes Ünal auf den Fuß. Der Gefoulte trat selbst zum Elfmeter an und verwandelte sicher in die linke untere Ecke (69.).
Danach hatten die Katalanen Probleme mit dem hohen Angriffspressing der Gäste. Eine richtig gute Chance entstand für Getafe aber nicht. Stattdessen köpfte Araújo eine Messi-Ecke ins Tor.
In der Nachspielzeit wurde Griezmann von Chakla im Strafraum am Fuß getroffen – den anschließenden Elfmeter verwandelte er sicher in die rechte untere Ecke zum 5:2-Endstand (90.+3).
In der Tabelle bleibt Barcelona durch den Dreier mit 68 Punkten Dritter hinter Atlético Madrid (73) und Real Madrid (70), hat aber noch eine Partie (zuhause gegen Granada, 29.4.) in der Hinterhand.

Die Stimmen zum Spiel:

Ángel Rodríguez (FC Getafe): "Wir haben in der Abwehr viele Fehler gemacht und gegen einen großen Gegner darf man das nicht machen. Wenn man ins Camp Nou kommt und so viele Fehler macht, dann ist das Ergebnis so hoch."
Ronald Araújo (FC Barcelona): "Es war schade um den Elfmeter (zum 2:3, Anm. d. Red.). Da muss man sich mehr konzentrieren. Ich bin glücklich über das Tor und das Ergebnis. Wir haben in der zweiten Halbzeit ein bisschen gelitten. Wir hätten es bequemer haben können."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Immer wieder Messi

Lionel Messi hatte zu Beginn dieser Saison Probleme, seinen Rhythmus zu finden, und wirkte in manchen Spielen fast schon teilnahmslos. Doch diese Phase ist lange vorbei. Aktuell spielt der Argentinier wieder auf seinem gewohnt extrem hohen Niveau. Schon im Pokalfinale gegen Bilbao war der 33-Jährige nicht zu stoppen. Auch gegen Getafe versprühte Messi viel Spielwitz, war immer anspielbar und sehr oft torgefährlich. Das 1:0 erzielte er selbst, den Treffer zum 3:1 besorgte er ebenfalls durch eine starke Einzelaktion. Das 4:2 bereitete er vor und vor dem Elfmeter, der zum 5:2 führte, spielte er Antoine Griezmann im Strafraum an. Diese Weltklasse-Form von Messi sorgt dafür, dass Barça immer noch alle Chancen auf den Titel hat. Der Argentinier steht nun auch schon wieder bei 25 Saisontoren und hat bereits zum 13. Mal in Folge mindestens 30 Pflichtspieltore für die Katalanen erzielt.

Die Statistik: 2

Während sich der FC Barcelona im Angriff die meiste Zeit über im Spiel gegen Getafe sehr stark präsentierte und viel Tempo sowie gute Passstafetten in seinem Spiel hatte, war die Abwehr mal wieder die Schwäche im Spiel der Katalanen. Barça erlaubt sich einfach zu häufig unnötige Fehler. Beim Gegentor zum 1:1 kann man noch mildernde Umstände geltend machen, weil Óscar Mingueza gerade behandelt wurde und über seine rechte Seite der Angriff initiiert wurde. Es passte ins Bild, dass Lenglet angeschossen wurde und nicht Getafe selbst traf. Beim zweiten Gegentor unterlief Ronald Araújo im Strafraum ein extrem unnötiges Foul. So wies die Statistik für die Gäste einen Torschuss, aber zwei Tore auf.
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