Barça-Trainer Ronald Koeman vertraute gegen Schlusslicht Huesca derselben Anfangself wie beim Achtelfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain. Die Katalanen, die mit einem Sieg den Abstand auf Tabellenführer Atlético Madrid auf vier Punkte verkürzen konnten, übernahmen von Anpfiff weg die Spielkontrolle und gingen bereits nach 13 Minuten in Führung.
Lionel Messi bekam vor dem Strafraum zu viel Platz und schlenzte aus 17 Metern mit der linken Innenseite in Richtung Tor. Die Kugel drehte sich in den linken Winkel und fand von der Unterkante der Latte seinen Weg ins Netz - Traumtor (13.)!
Die Katalanen dominierten weiter mit viel Geduld Ball wie Gegner und gingen zehn Minuten vor der Pause mit dem zweiten Traumtor mit 2:0 in Front. Nach Zuspiel von Pedri hatte Antoine Griezmann weit und breit keinen Gegenspieler vor sich und nutzte seine großen Freiheiten gnadenlos aus: Der Schuss des Franzosen aus 20 Metern landete unhaltbar für Huesca-Torwart Álvaro Fernández im linken oberen Eck (35.).
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Die Gäste, die offensiv bislang kaum in Erscheinung getreten waren, kamen kurz vor der Halbzeitpfiff auf schmeichelhafte Art und Weise tatsächlich noch zum Torerfolg. Nach einem – wenn überhaupt minimalen - Kontakt von Torwart Marc-André ter Stegen an Rafael Mir bekam Huesca einen fragwürdigen Elfmeter zugesprochen, den der Gefoulte sicher zum schmeichelhaften Anschlusstreffer verwandelte (45.+4).
Nach dem Seitenwechsel stellte Barcelona den alten Abstand aber schnell wieder her: Infolge einer kurz ausgeführten Ecke flankte Messi von links punktgenau auf den Kopf von Óscar Mingueza, der aus acht Metern unbedrängt ins rechte Eck einköpfte (53.).
Um ein Haar wäre dem Aufsteiger die postwendende Antwort gelungen, Mir verpasste jedoch aufgrund eines Blackouts den Doppelpack. Statt nach einer Kopfballablage von Dani Escriche die Kugel aus einem Meter per Kopf über die Linie zu drücken, nahm der Huesca-Angreifer lieber die Schulter zu Hilfe und beförderte das Spielgerät tatsächlich noch über die Latte (56.).
Es sollte aber der letzte Warnschuss der Gäste gewesen sein. In der Folge spielte Barcelona die Führung sicher runter und setzte in Person des überragenden Messi den Schlusspunkt. Der Kapitän der Blaugrana durfte unbedrängt vom rechten Flügel nach innen ziehen und traf aus 20 Metern mit einem platzierten Schlenzer flach zum 4:1 in die lange Ecke (90.).

Die Stimmen zum Spiel:

Ronald Koeman (Trainer FC Barcelona): "Das ist ein sehr gutes Ergebnis, an dem wir weiter wachsen können. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und die Intensität in der zweiten Hälfte gehalten. Messi hat heute wieder einmal gezeigt, dass er der Beste ist."
Pedri (FC Barcelona): "Es war ein sehr guter, konzentrierter Auftritt von uns. Wir sind jetzt nur noch vier Punkte hinter Atlético und werden nicht aufhören, an unsere Titelchance zu glauben."
Pacheta (Trainer SD Huesca): "Wir haben heute zu viele Gegentore gegen eine sehr gute Mannschaft kassiert. Trotzdem haben wir uns mit Würde geschlagen, obwohl Barcelona klar überlegen war."

Der Tweet zum Spiel:

Lionel Messi absolvierte gegen Huesca sein 767. Pflichtspiel für den FC Barcelona. Dadurch zog der Argentinier mit dem bisherigen Rekordhalter und Barça-Ikone Xavi Hernández gleich.
Am kommenden Sonntag (21:00 Uhr) im Auswärtsspiel bei Real Sociedad dürfte der Argentinier zum alleinigen Rekordspieler Barças aufsteigen.

Das fiel auf: Messi überstrahlt - mal wieder - alles

Es war im Camp Nou wieder einer dieser Abende, an dem Lionel Messi das Spiel unwiderstehlich an sich riss. Zwei Tore, eine Vorlage und drei herausgespielte Großchancen standen am Ende als Arbeitsnachweis für den Ausnahmefußballer zu Buche – neben 124 Ballkontakten und einer Passquote von 87 Prozent.
Messi scheint am neuen Barça-Weg immer mehr Gefallen zu finden und versprüht von Spiel zu Spiel immer mehr die Spielfreude, die ihm in der vergangenen und zu Beginn der neuen Saison abhanden gekommen war. Der Superstar hat nun in seiner 13. Saison in Folge immer mindestens 20 Ligatore erzielt – keinem anderen Spieler war dieses Kunststück zuvor in der LaLiga-Geschichte gelungen.

Die Statistik: 17

Der FC Barcelona ist in der spanischen Liga seit 17 Partien ungeschlagen (14 Siege, drei Remis). In den Top-5-Ligen Europas kann derzeit keine andere Mannschaft eine längere Serie dieser Art vorweisen.
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