Lionel Messi blickte mit leeren Augen auf die hüpfende Granada-Jubeltraube, dann senkte der schwer geschlagene Weltstar enttäuscht den Kopf und schlich vom Platz. Das historische 1:2 (1:0) des FC Barcelona gegen den krassen Außenseiter erschütterte den 33-Jährigen bis ins Mark - und kam nicht nur im engen spanischen Titelrennen zur Unzeit.
Die erste Heimpleite überhaupt gegen die Andalusier nach zuvor 24 Siegen in 24 Spielen führte Messi mal wieder schmerzlichst all die gravierenden Schwächen seiner Mannschaft vor Augen. Eine Bewerbung für eine gemeinsame Zukunft über das Vertragsende im Sommer hinaus sieht ganz anders aus. Der Sender "TNT Sports" will gar schon in Erfahrung gebracht haben, dass Paris St. Germain im millionenschweren Rennen um Messi längst "vorne" liegt.
Demnach habe PSG dem Argentinier einen Zweijahresvertrag plus Option auf eine weitere Saison angeboten. Das Paket sei finanziell "unschlagbar", die sportliche Perspektive verlockend. Also ganz anders als beim hoch verschuldeten Barca, das laut der Zeitung "L'Esportiu" allein in dieser Saison einen Verlust von 400 (!) Millionen Euro erwartet.
La Liga
Heimpleite und Rot gegen Koeman: Barça verpasst Tabellenführung
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"TNT Sports" zeigte Messi in einer Fotomontage schon im PSG-Trikot. Der Bericht geht zurück auf den brasilianischen Journalisten Marcelo Bechler, der 2017 bereits den Transfer von Neymar zu PSG enthüllt und 2020 Messis Wechselwunsch öffentlich gemacht hatte. Liegt er auch diesmal richtig?

Koeman: "Ein schwerer Schlag"

Laut "TVE" in Spanien könnte Messi doch zum Bleiben bereit sein - unter der Bedingung, dass Barca die Mannschaft mit einem "Crack" wie Erling Haaland verstärkt. Gespräche gab es, doch ein weitere Millionen verschlingender Deal scheint aktuell ausgeschlossen.
Und auch in La Liga sind die Aussichten keineswegs mehr rosig. Im spannendsten Titelkampf Europas liegt Barca fünf Runden vor Schluss als Dritter zwei Punkte hinter Spitzenreiter Atletico und gleichauf mit Erzrivale Real Madrid. Der Vierte FC Sevilla folgt mit einem Zähler Abstand. "Jetzt haben wir es nicht mehr in der Hand, aber wir werden bis zum Ende kämpfen", sagte Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen, der bei den beiden einzigen Schüssen auf sein Tor machtlos war.
"Granada steckt die Liga in Brand", titelte das Real-Hausblatt "Marca", die Barca-nahe "Mundo Deportivo" nannte die Pleite "unverzeihlich", "L'Esportiu" berichtete von einem "Drama". Der 33. Saisontreffer von Messi (23.) war zu wenig - auch, weil der Kapitän allein vor dem Tor das 2:0 vergab (36.).
Trainer Ronald Koeman schimpfte auf die Defensive, die "abgeschaltet" habe. "Das ist ein schwerer Schlag, wir sind enttäuscht", sagte der Niederländer, der zu allem Überfluss nach einem verbalen Scharmützel mit den Unparteiischen Rot sah (66.). Er dürfte für zwei Spiele gesperrt werden.

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(SID)

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