Im Sommer 2020 war es sauknapp.
Denn eigentlich war der Abschied von Lionel Messi aus Barcelona beschlossene Sache. Zu Manchester City sollte es gehen für den Argentinier. Vorausgegangen war ein wochenlanges Zerren - öffentlich mitzuverfolgen in all seinen Facetten.
Dann aber wendete sich das Blatt. Der inzwischen zurückgetretene Vereinspräsident Josep Bartomeu untersagte den Messi-Abgang, die Wogen glätteten sich und der Superstar spielte ein weiteres Jahr für die Blaugrana.
La Liga
Erst Titel und dann Messi weg? Bei Barça beginnt das große Zittern
30/04/2021 AM 11:38
Ein Jahr später ist der Zirkus erneut in der Stadt. Diesmal sogar mit noch verbesserter Show, denn anders als noch vor gut einem Jahr kann der 33-Jährige den Verein in diesem Sommer ablösefrei verlassen. Alles beginnt also von Neuem.
Oder besser gesagt: Die Vorstellung läuft bereits.

PSG legt Angebot für Messi vor

Der Sender "TNT Sports" will sogar in Erfahrung gebracht haben, dass Paris St. Germain im millionenschweren Rennen um Messi längst "vorne" liegt.
Der französische Spitzenklub ist schon lange dran am Superstar und will ihn nun endgültig mit Neymar und Mbappé vereinen. Ziel ist ein furchteinflößendes Sturm-Monster zu bilden, dass in den kommenden Jahren die Champions-League beherrscht.
Javier Pastore spielte von 2011 bis 2018 in Paris. Er gibt nun preis, wie ernst es den Franzosen ist: "PSG wollte Messi schon immer, jedes Jahr. Im Spaß haben sie mich beauftragt, ihn zu überzeugen. Ich sollte ihm sagen, die Stadt sei wunderschön und wir hätten ein ehrgeiziges Projekt und solche Dinge."
Paris soll dem sechsfachen Weltfußballer deshalb nun einen Zweijahresvertrag plus Option auf eine weitere Saison angeboten haben. Das Paket sei finanziell "unschlagbar", die sportliche Perspektive verlockend.
Also ganz anders als beim hoch verschuldeten Barça, das laut der Zeitung "L'Esportiu" allein in dieser Saison einen Verlust von 400 (!) Millionen Euro erwartet. Auch weil Messi und sein Rekordvertrag weiterhin die Bilanzen belasten.
Und trotzdem holt Barça zum Gegenschlag aus. Mit voller Kraft, wie zu hören ist.

Leo Messi und Joan Laporta

Fotocredit: Getty Images

Barcelona will Zehn-Jahres-Vertrag bieten

Einen neuen Vertrag über zehn Jahre wollen die Katalanen ihrem Aushängeschild vorlegen. Der Inhalt zeigt gleichermaßen Wertschätzung wie Verzweiflung. Mit allen Mitteln soll Messi gehalten werden. Dafür nimmt man offenbar sogar in Kauf, dass der 33-Jährige zwischendurch woanders spielt.
Bitte was? Richtig gelesen.
Das Vertragsangebot des FC Barcelona soll nach übereinstimmenden Medienberichten aus Spanien wie folgt aussehen: Zwei weitere Jahre soll Messi für die Blaugrana spielen, danach bis zu seinem Karriereende in der MLS kicken dürfen und anschließend in einer noch zu definierenden Funktionärsrolle zurückkehren.
Messi soll angetan sein, fordere laut "Mundo Deportivo" aber noch weitere Dinge sein. So sollen dringend starke Neuverpflichtungen getätigt werden. Dem Argentinier ist es ein Dorn im Auge, dass man seit dem Triumph vor sechs Jahren nicht mehr in der Nähe des Champions-League-Siegs war.

Messi will verzichten, damit Haaland kommt

Die Verstärkung der Mannschaft ist dem Superstar wichtiger als sein eigenes Gehalt.
In ersten Gesprächen kamen Messi und Präsident Joan Laporta nach Informationen von Eurosport-Insider Fermin Delacalle darin überein, dass mit dem so eingesparten Geld die Verpflichtung von Dortmunds Erling Haaland vorangetrieben werden soll.
Unterstützend soll ein Investment-Fond wirken, den Laporta an der Angel hat. Die Katalanen verbiegen sich also erneut, um Messi zu halten.
Der Grund dafür liegt auf der Hand: Im Verein ist man offenbar davon überzeugt, dass ein Festhalten am dominierenden Fußballer der vergangenen 15 Jahre einem kompletten Neuanfang (noch) vorzuziehen ist.
Auf dem Platz bietet Messi - der auch in dieser Saison schon wieder auf 33 Treffer kommt - weiterhin Klasse an, die auf dem Markt anderweitig nicht zu bekommen ist. Und neben dem Feld ist es der Argentinier, der dem Klub Einnahmen en Masse garantiert - auch wenn er selbst enorm viel kostet.
Die Vereinsbosse müssen aber stets im Auge behalten, wie lange diese Rechnung noch aufgeht. Andererseits verschläft man den Moment für den Absprung.

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