Lionel Messi sucht neuen Verein: Eine Option klingt verdammt gut
Publiziert 05/08/2021 um 20:53 GMT+2 Uhr
Die Ära von Lionel Messi beim FC Barcelona ist tatsächlich beendet. Der argentinische Superstar wird bei den Katalanen keinen neuen Vertrag erhalten. Das gab der finanziell angeschlagene Klub am Donnerstagabend offiziell bekannt. Der 34-Jährige ist seit dem 1. Juli vertragslos und jetzt auf der Suche nach einem neuen Verein. Über diesen wird bereits fleißig spekuliert.
Leo Messi (Barcelona)
Fotocredit: Getty Images
Es waren Worte, die mit der Wucht eines Vorschlaghammers daherkamen. Lionel "Leo" Messi wird beim FC Barcelona keinen neuen Vertrag erhalten. Das gab der finanziell angeschlagene Klub am Donnerstagabend offiziell bekannt. Der 34-Jährige ist seit dem 1. Juli vertragslos und jetzt auf der Suche nach einem neuen Verein.
Das Unvorstellbare ist Realität. Es ist das Ende einer Ära.
"Ich weiß nicht, ob ich gehen werde oder nicht, aber wenn ich gehe, würde ich es gerne auf die beste Weise tun", hatte Lionel Messi schon vor einigen Monaten im Interview mit dem spanischen TV-Sender "La Sexta" gesagt.
Messi sucht neuen Verein
Der Vertrag des Stürmers ist nun einfach so ausgelaufen, bereits im vergangenen Sommer hatte er Barça nach internen Streitigkeiten verlassen wollen. Der Klub hatte darauf beharrt, dass die Wechselfrist abgelaufen sei. Messi bestreikte das Training, erst nach tagelangen Diskussionen legten beide Seiten den Streit bei und Messi erklärte, dass er noch ein Jahr für Barça spielen werde.
Seit dem 1. Januar durfte er offiziell mit anderen Vereinen verhandeln.
Die finanziell angeschlagenen Katalanen haben vom spanischen Ligaverband LFP nun zudem strenge Auflagen bezüglich des Gehaltsbudgets für maximal 25 zu registrierende Spieler erteilt bekommen.
Diese Tatsache erschwerte es, dass Messi ein attraktives Gehaltsangebot bekommen konnte. Trotzdem hieß es noch vor wenigen Tagen, Messi solle sich gegen Offerten von PSG und Inter Miami entschieden haben und fortan für die Hälfte der Bezüge seines früheren Kontrakts spielen. Eine Einigung über einen Vertrag sei erzielt worden, nur der Ligaverband verbiete es eben. "Obwohl zwischen dem FC Barcelona und Leo Messi eine Einigung erzielt wurde und beide Parteien die klare Absicht hatten, einen neuen Vertrag zu unterzeichnen, kann dieser aufgrund wirtschaftlicher und struktureller Hindernisse (Bestimmungen der spanischen La Liga) nicht finalisiert werden”, teilte der Klub mit. Wo auch immer die Wahrheit liegt, die Fakten sind jetzt klar.
Doch wie geht es jetzt weiter?
Top-Klubs bringen sich in Stellung
Zwei Jahre auf Top-Top-Niveau hat Messi sicher noch in den Beinen. Reicht seine Power auch noch für die Premier League?
Dort regiert bekanntlich Manchester City mit Trainer Pep Guardiola - einst Messis Ziehvater bei Barça. Eine Wiedervereinigung der beiden, die zusammen zwei Mal die Champions League gewannen, hätte neben all den verrückten finanziellen Begleiterscheinungen eines solchen Wechsels sogar etwas fußball-romantisches.
City hatte in den vergangenen Jahren mehrfach angefragt, blitzte aber stetig ab. Dadurch, dass Messi nun ablösefrei ist, ändert sich die Lage entscheidend. Guardiolas Job in Manchester ist sicher, sein Vertrag ist bis 2023 gültig.
Gewänne er mit Messi zusammen die "Königsklasse", wäre das auch für ihn ein hervorragendes Ende seines Kapitels in England. Problem: Mit Jack Grealish ist der "Königstransfer" bereits eingetütet. Für ihn überwies City rund 120 Millionen Euro. Und: Er bekommt die Nummer zehn.
Aus diesem Grund wird es wieder wahrscheinlicher, dass es Messi zu Paris Saint-Germain zieht, wo er wieder mit seinem Kumpel Neymar Seite an Seite zaubern könnte. Ein weiteres Plus für PSG: Mit Mauricio Pochettino steht ein Argentinier an der Seitenlinie - und finanziell kann der Klub es ohnehin mit jedem aufnehmen.
Ein Fragezeichen steht höchstens hinter dem Interesse an Messi an der französischen Liga. Sie gilt - im Gegensatz zur Premier League - nicht als die beste der Welt.
Pochettino selbst hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er Messi verehrt. Bereits 2018, bevor er mit seinem damaligen Team Tottenham Hotspur auf den FC Barcelona traf, sagte er seinen Spielern: "Genießt es, gegen Messi zu spielen, weil er einer der besten Spieler der Fußball-Geschichte ist."
Zuletzt sagte er diplomatisch: "Jeder große Spieler in der Welt ist bei PSG jederzeit willkommen." Außer den argentinischen Pass haben die beiden Südamerikaner auch eine Verbindung zum argentinischen Traditionsklub Newell's Old Boys gemeinsam: Bei Messis Kindheitsklub begann auch Pochettinos Karriere als Trainer.
MLS kommt noch zu früh
Gerüchte ranken sich auch immer wieder um einen Wechsel Messis in die US-Liga MLS – dem "Fußball-Rentner"-Paradies. Bei Inter Miami kickt bereits Gonzalo Higuaín, Geld ist auch vorhanden. Sportlich wäre das allerdings ein Abstieg und für Messi wohl auch noch in zwei bis drei Jahren denkbar.
Nach seiner Profikarriere schließt Messi ein weiteres Engagement bei Barça immerhin nicht aus: "Wenn ich gehe, würde ich gerne irgendwann zurückkehren, um in der Stadt zu leben und im Verein zu arbeiten."
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Quelle: Perform
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